Neue Satzung, neues Team und viele Pläne für 2026.
Foto: Gisela Albrecht
Foto: Gisela AlbrechtFrischer Wind beim Förderverein Fürstenberger Hof: Bei der Generalversammlung am Mittwochabend im Hotel Klosterbräustuben wurde eine neue Satzung verabschiedet und der Vorstand neu besetzt. Zudem blickte der Verein auf ein arbeitsreiches Jahr zurück und plant bereits die nächsten Veranstaltungen.
Vorstand will Arbeit auf mehr Schultern verteilen
Vorsitzender Jürgen Isenmann begrüßte die Mitglieder, darunter Ehrenvorsitzender Hans-Peter Wagner und Bürgermeister Günter Pfundstein. „Der Verein musste sich neu aufstellen, einige Posten im Vorstand waren vakant“, sagte Isenmann. Ihm liege der Hof mit seinen engagierten Menschen am Herzen. Was Hans-Peter Wagner über Jahrzehnte aufgebaut habe, wolle er gemeinsam mit seinem Team fortführen.
Mit der Satzungsänderung werde die Arbeit künftig auf mehrere Schultern verteilt, erklärte er. „Jeder kann sich mit seinen Stärken einbringen.“ Besonders wichtig sei das Helferteam, das offen diskutiere und gemeinsam anpacke. „Wir tragen die Verantwortung gemeinsam“, betonte Isenmann und dankte allen, die sich für den Hof engagieren.
Ein arbeitsreiches Jahr
Das Jahr 2025 war geprägt von vielen kleinen, aber wichtigen Arbeiten rund um den Fürstenberger Hof. Innen und außen wurde gründlich aufgeräumt und geputzt, auch der Bauerngarten erhielt ein schöneres Gesicht. Der Museumsabend im September war ein großer Erfolg und brachte einen Erlös, mit dem mehrere Exponate restauriert werden konnten. Außerdem veranstaltete der Verein ein Helferfest für die Ehrenamtlichen, die bei der letzten Krippenausstellung mitgewirkt hatten.
Ein besonderer Dank galt Traudel Siener, die den Einsatzplan für den Museumsdienst erstellt und den Trauraum vorbereitet. „Seit dem Frühjahr darf ich selbst als Standesbeamter dort Trauungen leiten – das erfüllt mich mit Freude und Stolz“, sagte Isenmann.
Auch der Ortschaftsrat trug zum Erfolg bei: Bei der 925-Jahr-Feier in Unterentersbach half er bei der Bewirtung, der Gewinn kommt dem Fürstenberger Hof zugute.
Kooperation mit anderen Museen
Künftig will sich der Verein stärker im Format „Kulturforum Zell“ einbringen, zu dem auch die anderen Zeller Museen gehören. In diesem Rahmen sollen Gespräche geführt und Synergien genutzt werden, informierte Isenmann. Außerdem werde die Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing neu strukturiert. „Damit ist ein guter Anfang gemacht, auf den sich in den nächsten Jahren aufbauen lässt“, sagte er.
Der Vorsitzende betonte, dass der Verein vom Ehrenamt lebe – bei der Aufsicht, bei Führungen, im Garten und beim Putzen. „Allen engagierten Helfern gilt mein besonderer Dank.“
Zahlen und Fakten
Traudel Siener berichtete vom Museumsdienst: In der letzten Saison kamen rund 400 Besucherinnen und Besucher, dazu etwa 150 Kinder. Schulklassen und Kindergartengruppen nutzten das Angebot regelmäßig. Auch die Trauungen im Museum seien sehr beliebt.
Kassierer Karl-Heinz Heizmann legte einen soliden Kassenbericht vor, die Kassenprüfer bestätigten eine ordnungsgemäße Führung.
Lob des Bürgermeisters
Bürgermeister Günter Pfundstein bedankte sich bei allen Engagierten: „Ich danke Jürgen Isenmann, es war keine leichte Zeit, und er hat sich sehr eingesetzt“, sagte er. Ohne Ehrenamtliche gehe es nicht. „Im Namen der Stadt und auch persönlich möchte ich Ihnen Danke sagen.“ Der Förderverein leiste einen wichtigen Beitrag, damit Kinder und Jugendliche im Museum ihre Heimat kennenlernen könnten. Auch das kleinere Format der Museumsnacht habe sich bewährt, blickte Pfundstein auf die Veranstaltung zurück. Die Entlastung der Vorstandschaft erfolgte einstimmig.
Satzungsänderung beschlossen
Nach der neuen Satzung besteht der Vorstand künftig aus bis zu neun Mitgliedern, die sich auf drei Fachbereiche verteilen: Verwaltung (1. Vorsitzender, Kassierer, Schriftführer), Museum und Hofbetrieb (Museumsbeauftragte, Inventarwartin, Gebäudewart), Veranstaltungen und Kultur (2. Vorsitzende, zwei Beiräte). Nach kurzer Diskussion stimmten alle Mitglieder einstimmig für die neue Satzung.
Neuwahlen und Verabschiedungen
Bereits im März war Jürgen Isenmann zum Vorsitzenden gewählt worden. Neu gewählt wurden am Mittwoch Karl-Heinz Heizmann (Kassierer) und Corinna Hug-Schneider (Schriftführerin) für den Fachbereich Verwaltung.
Für den Fachbereich Museum und Hofbetrieb erhielten Traudel Siener (Museumsbeauftragte), Sieglinde Friedmann (Inventarwartin) und Hubert Bohnert (Gebäudewart) das Vertrauen der Mitglieder.
Im Fachbereich Veranstaltungen und Kultur wurde Anna Müller zur zweiten Vorsitzenden gewählt. Beirätinnen sind Lioba Schmieder und Luitgard Siegesmund. Alle Wahlen erfolgten offen und einstimmig. Neue Kassenprüfer sind Sybille Nock und Ludwig Schütze.
Verabschiedet wurden Ludwig Schütze als Beisitzer und Martin Müller als Schriftführer. Beide hatten ihre Aufgaben seit 1992, also 33 Jahre lang, ausgeübt. Sie erhielten Präsente und langen Applaus.
Advent und Krippenausstellung
Für den 2. Adventssonntag ist ein Adventsnachmittag mit Musik und Glühwein geplant, von 15 bis 19 Uhr. Der Musikverein spielt Blasmusik, auch der Grundschulchor tritt auf.
Ende 2026 soll wieder eine Krippenausstellung stattfinden. „Zurzeit suchen wir einen Aussteller“, erklärte Isenmann. Im selben Jahr soll es außerdem wieder eine Museumsnacht geben. Wichtig bleibe, neue Mitglieder und aktive Helfer zu gewinnen.
Am Ende zog Isenmann ein positives Fazit: „Ich bin stolz, was wir alles gemeinsam erreicht haben.“ Der Verein habe sich neu strukturiert, die Zusammenarbeit mit anderen Museen werde ausgebaut. „Ich danke allen für das Vertrauen, den Einsatz und das Herzblut, mit dem ihr dabei seid.“





