Am Samstagabend kamen viele Bürger des Ortsteils Grün zu ihrer Kapelle, um gemeinsam das Patrozinium zu feiern. Zugleich wurde der Caritassonntag begangen, der am selben Wochenende stattfand.
Foto: Gisela Albrecht
Foto: Gisela AlbrechtPfarrer Bonaventura Gerner zelebrierte den Gottesdienst. Begleitet wurde die Feier von den Hombacher Dorfmusikanten unter der Leitung von Patrick Friedmann. Nach der Feier hatte das Zeller Gemeindeteam wie bereits in den Jahren zuvor zu einem Umtrunk auf dem Kirchplatz eingeladen.
In seiner Predigt wies Pfarrer Gerner auf das Patrozinium des Heiligen Erzengels Michael hin sowie auf den Caritassonntag, der ebenfalls am Wochenende terminiert war. Das Motto lautete: „Da kann ja jeder kommen – Caritas öffnet Türen“.
Zunächst ging er auf den Heiligen Michael ein, der in der Heiligen Schrift als Kämpfer für Gott und für das Gute beschrieben wird. Er erinnere daran, dass das Gute stärker sei als das Böse. „Was ist das Gute?“, stellte Gerner die rhetorische Frage. Seine Antwort: „Es zeigt sich, wenn wir unsere Herzen öffnen, anderen helfen, gelebte Nächstenliebe zeigen.“
Die Caritas hat das Motto: „Da kann ja jeder kommen“. Pfarrer Gerner fragte: „Wie hören Sie diese Aussage? Spöttisch? Einladend? Offenherzig?“ Diese Formel könne provozieren: Da kann ja jeder kommen. Aber genau dies sei die Botschaft von Gott: Da kann jeder zu ihm kommen. Flüchtlinge, Menschen am Rande der Gesellschaft, Gläubige und Zweifelnde – alle dürfen kommen.
Türen öffnen – das Motto der Caritas – verlange heute manchmal Überwindung. Die Menschen, die eintreten, brächten ihre Sorgen und Nöte mit. „Aber das ist unsere Berufung als Kirche: Türen öffnen. Und ja, da kann jeder kommen“, betonte Gerner.
Caritas bedeutet übersetzt: das Gute sichtbar werden lassen. Die Organisation öffnet Türen und kämpft gegen Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit und Vorurteile, erklärte er weiter. Gott mache es vor: Er lasse uns zu sich kommen, wie wir sind. Auch die Gemeinde öffne Türen: in unseren Häusern, in unseren Herzen, damit Menschen Heimat, Trost und Nähe finden. Abschließend rief er die Gemeinde dazu auf: „Haben wir Mut und Vertrauen, Türen zu öffnen!“
Zuvor hatte Gerner darauf hingewiesen, dass beim Patrozinium der drei Erzengel Michael, Gabriel und Raphael gedacht wird. Er ging auf die Bedeutung von Engeln ein und nannte die wichtigsten Eigenschaften dieser drei Erzengel. Michael gilt als Verteidiger des Glaubens, mächtig im Kampf gegen das Böse, mutig und schützend. Gabriel wird als Bote Gottes angesehen, trägt die Gabe der Verkündigung, vermittelt Offenbarung und Führung. Raphael wird als Heilungsengel verehrt, Schutzengel für Reisende und Kranke, bringt Heil und Trost. Die Lektoren gingen in ihren Texten und die Lieder während der Feier inhaltlich auf die Engel und ihre Bedeutung ein.
Die Hombacher Dorfmusikanten unter Leitung von Patrick Friedmann begleiteten die kirchlichen Lieder mit Blasmusik von der Orgelempore. Am Ende der Feier bedankte sich Pfarrer Gerner bei ihnen für die musikalische Gestaltung.
Ausdrücklich dankte er Hilde Breig, die sich mit ihren beiden Schwestern das ganze Jahr über um die Kapelle und die Außenanlage kümmert.
Gerner lud zum anschließenden Umtrunk auf dem Kirchplatz ein und alle Kirchenbesucher nahmen die Einladung gerne an. Das Zeller Gemeindeteam hatte Bewirtung und Imbiss besorgt. Die Hombacher Dorfmusikanten spielten draußen zur Unterhaltung auf und bei gutem Wetter blieben die Besucher gern bei Begegnung und Gespräch zusammen.





