Nach der Fertigstellung der L94 wird nun die Wiesenfeldstraße saniert

Umfahrungsstrecke durch die Wiesenfeld- und Klosterstraße wurde stark in Anspruch genommen – Arbeiten in zwei Teilabschnitten

Bei der Firma Reif kennt man keine Betriebsferien. Unmittelbar nach der Fertigstellung der L94 wurde von den Mitarbeitern unter der Leitung von Polier Hermann Seiler bereits am Montag damit begonnen, die im Zuge der Sanierung der L94 als Umfahrungsstrecke stark in Anspruch genommene Wiesenfeld- und Klosterstraße zu sanieren.

Vorgesehen sind dabei die zwei Teilstücke von Bahnhof Birach bis zur Kreuzung Neue-Bind-Straße/Wiesenfeldstraße und die Klosterstraße im Bereich zwischen Kreuzung Wiesenwaldstraße/Klosterstraße bis zum Bahnschienenübergang im Bereich Kloster/Firma Ritter.

Die Straße erhält nicht nur eine neue Decke, sondern auch der Unterbau wird für den Teilabschnitt Wiesenfeldstraße total erneuert. Ebenso werden die Gehwege links und rechts der Straße wieder hergestellt. Im Gegensatz zu früher werden sie aber gepflastert. Nicht nur, weil es schöner aussieht, sondern auch deshalb, weil das Pflastern nicht wesentlich teurer ist als das Asphaltieren. Insgesamt belaufen sich die Kosten für den Teilabschnitt Wiesenfeldstraße – Wiederherstellung und Sanierung – auf 343.245,83 Euro und für die Sanierung der Klosterstraße auf 73.993,31 Euro. Nach der vorliegenden Planung sollen die Arbeiten in beiden Teilstücken am 13. September beendet sein.

Start mit dem Dernauer Platz

Als erste Maßnahme wurde am Dienstagmorgen der Dernauer Platz in Angriff genommen. Hier wurde die orhandene Decke herausgefräst. Die bisherige Insel in der Mitte mit dem markanten Granitstein aus der befreunde­ten rheinland-pfälzischen Gemeinde Dernau wird allerdings nicht mehr aufgebaut, da es in der Vergangenheit öfters mit rangierenden LKWs zu unsanften Berührungen kam. Allerdings soll der Name Dernauer Platz erhalten bleiben. Er erinnert an eine tiefe Freundschaft zwischen den Musikkapellen und dem Männergesangverein mit der Ahr-Gemeinde Dernau. Der Unterharmersbacher Bürgersohn Willi Riehle wurde in Dernau zum Bürgermeister gewählt und er war es auch, der die Freundschaft zwischen den Vereinen beider Orte ins Leben rief. Immer noch besuchen viele Dernauer Bürger Unterharmersbach und machen hier Urlaub. Bis vor wenigen Jahren kam sogar jährlich ein Bus mit gut gelaunten Dernauern für eine Woche zum Urlaub nach Unterharmersbach.

Letzte Dampflok des Tales

Für die am oberen Ende des Platzes aufgestellte und viel bestaunte »letzte Dampf­lok des Tales« wird die vorhandene Fläche für die Gäste und Besucher mit einem gepflasterten Halbkreis vergrößert. Die historische Dampflokomotive, die über Jahrzehnte mit der typischen schwarzen Rauchwolke durchs Tal fuhr, war vom dem heute noch unvergessenen Erfinder und Unternehmer Josef Holzer der Gemeinde Unterharmersbach gestiftet worden.

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