Bühne frei für »David & Goliath«

70 Kinder präsentieren begeistert neues Adonia-Bibel-Musical

Die Geschichte eines jungen Mannes, dem nichts zugetraut wird und der am Ende alles erreicht, beeindruckte am Samstagnachmittag Hunderte Zuschauer in der Schwarzwaldhalle. Ein 70-Kind-starker Junior-Projektchor von »Adonia« präsentierte die Geschichte von David gegen Goliath – verpackt in ein unterhaltsames Kindermusical.

Die 60 Nachwuchskünstler sangen, tanzten und spielten die biblische Geschichte mit sichtbarer Freude und schienen darüber die Hitze vergessen zu haben, die nach den vielen warmen Tagen auch die Schwarzwaldhalle fest im Griff hatte. Das Publikum war ebenfalls aufmerksam dabei, klatschte mit und genoss die Aufführung. Wem doch kurz einmal zu heiß wurde, der nahm das ausgelegte Programmheft zur Hand und fächerte sich damit Luft zu. Aber nicht zu lange, denn schließlich waren in der Info-Broschüre auch die Liedtexte abgedruckt, so dass das Mitsingen bei den rockigen, poppigen, bluesigen oder balladesken Stücken durchaus möglich und selbstverständlich erwünscht war.

Scheinbare Übermacht

David – ein einfacher, unscheinbarer und dabei doch unglaublich mutiger Hirtenjunge – wird vom Propheten Samuel auserwählt und an den Königshof Sauls gerufen. Dort unterhält er den Herrscher mit seiner Musik. Weil er sich am Hof jedoch nicht wohl fühlt, möchte er nach einiger Zeit wieder zurück nach Hause – ein Wunsch, der ihm gewährt wird. Doch dann kommt der Krieg. Die Philister gehen gegen Israel in Stellung. Davids Brüder sind in der Armee, der Vater schickt seinen Jüngsten David, um nach ihnen zu sehen. Ihnen geht es gut. Nur der Philister-Riese Goliath, der macht sich immer wieder lustig über seine Gegner und fordert einen stellvertretend für die ganze Armee zum Kampf. Keiner traut sich – bis auf David. Dem wiederum traut König Saul nicht zu, den Kampf gewinnen zu können. Doch David lässt sich nicht abweisen und besiegt den Riesen und damit die Philister-Armee mit einem einzigen Stein und seinem Gottvertrauen.

Diese Geschichte aus dem Alten Testament wurde in der Adonia-Bühnenfassung um originelle Spielszenen angereichert, viele der Lieder wurden durch tänzerische Darbietungen ergänzt. So war es nicht verwunderlich, dass das Publikum die kleinen Künstler am Ende mit tosendem Applaus belohnte.

Fünf Tage Zeit

Mehr als tausend Kinder sind in den Adonia-Junior-Projektchören in diesem Sommer auf Deutschland-Tournee. Einer dieser Chöre, bei dem die meisten Kinder aus Südbaden stammen, machte am Samstag in der Unterharmersbacher Schwarzwaldhalle Station. Nur fünf Tage verbringen die Kids miteinander im Camp, bis das Musical aufführungsreif ist. Das geht nicht ohne Vorarbeit. Zwei Monate vor dem Camp erhielten deshalb alle eine Übungs-CD für zu Hause. In der Campwoche selbst trafen sie sich bei Adonia in Lenzkirch im Freizeithaus. Sie lernten sich in kleinen Gruppen kenne, probten die Lieder und den Text, spielten miteinander, bastelten Requisiten und hörten biblische Geschichten. In zwei Gesamtproben wurde der Ablauf des Musicals einstudiert und nach der Generalprobe wartete dann schon das Publikum – und konnte, wie am Samstag gesehen – eine perfekte Aufführung erwarten.

Das Erlebnis »Adonia« ist bei den Kids so beliebt, dass es für dieses Musical eine lange Warteliste gab. Auch für den nächsten Sommer sind schon mehr als 40 Kinder angemeldet.

Ein besonderer Dank seitens der Veranstalter ging an die zahlreichen Unterstützer, ohne die die Aufführung nicht möglich gewesen wäre. In allererster Linie war das die Ortsverwaltung Unterharmersbach, die die Halle günstig zur Verfügung gestellt, und Hausmeister Kornmayer, der das Adonia-Team tatkräftig unterstützt hatte. Damit auch das leibliche Wohl neben der kulturellen und spirituellen Erquickung nicht zu kurz kam, hatte der Verein »NeuroKids« für ein abwechslungsreiches Kuchenbuffet und Getränke gesorgt. Für den Vitamin- und Energienachschub der Adonia-Protagonisten hatte Edeka Bruder mit einer großzügigen Obstspende gesorgt.