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Zell-Unterentersbach | 6.05.2022

Pflanzen- und Samentauschfest verzeichnet Besucherrekord

Was zu viel ist wird getauscht statt weggeworfen – Trend zum naturgemäßen Gärtnern hält an

Foto:
Rund 350 Gärtnerinnen und Gärtner waren zum Pflanzentauschtag nach Unterentersbach gekommen. Foto: Hanni Schaeffer
von Nicole Fischer

Großer Andrang herrschte beim Pflanzen- und Samentauschfest 2022 beim Biohof Reber in Zell-Unterentersbach. 350 Gartenfreundinnen und Gartenfreunde nutzten den Tag, um Ableger, selbst gewonnenes Saatgut und zuviel gezogene Jungpflanzen aus ihrem Garten mitzubringen und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Foto: Hanni Schaeffer
Mit Kennerblick bewerteten die Besucher das Angebot und suchten die Pflanzen aus, die sie im eigenen Garten weiter kultivieren wollen.

Die Veranstalter BUND Ortenau, das Aktionsbündnis gentechnikfreie Ortenau und Naturkost Kiebitz e.V. aus Haslach hatten mit ihren Helfern bereits Tische vorbereitet, auf denen die Pflanzen sortiert bereitgestellt wurden, damit sie einen neuen Besitzer finden können. Das Angebot war groß und vielfältig: Beerenpflanzen, Kräuter, Sträucher, Stauden, Samen und Gemüsejungpflanzen. Besonders beliebt waren Tomatensetzlinge, aber auch Auberginen-, Gurken- und Paprikapflanzen waren stark gefragt. Manche Besucher stießen auf Pflanzen, die sie nicht kannten, zum Beispiel „Yakon“, eine Pflanze, die schmackhafte Wurzelknollen bildet, wie das beiliegende Begleitschreiben erläuterte. Oder „Japanische Weinbeere“ ein Strauch, dessen Früchte ähnlich wie Himbeeren sind, aber kleiner, süßer und in Dolden wachsend.

Fachberatung

An mehreren Infoständen konnten sich die Besucher informieren: Am Stand des BUND und des Aktionsbündnisses wurden Infomaterialien zu Naturschutz und gentechnikfreier Landwirtschaft angeboten, die Imker Andreas Lehmann und Dr. Eberhard Müller vom Imkerverein Zell a. H. waren mit ihren Produkten vor Ort. Nicole Fischer, Beraterin bei Demeter Baden-Württemberg, und ein Saatgutvermehrer aus Kirnbach boten samenfestes Saatgut an und gaben den interessierten Besuchern viele Tipps und Anregungen zum naturgemäßen Anbau im eigenen Garten.

Die Entersbacher Land frauen sorgten für Getränke, Kuchen und Torten. Armin und Elisabeth Reber vom Biohof Reber hatten ihren Hofladen leergeräumt und den Platz für die Kuchentafel zur Verfügung gestellt. Die Gäste konnten sowohl im Innenraum als auch draußen bei strahlendem Sonnenschein den Nachmittag genießen und es entstanden rege Gespräche rund um den Garten und das Gärtnern. Alle waren sich einig, dass das Pflanzentauschevent auch im kommenden Jahr wieder stattfinden soll.

Für die Vielfalt

Die Veranstalter leisten mit ihrem Aktionstag einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität. Diese ist nicht nur im Hinblick auf Insekten oder wildwachsende Pflanzenarten wichtig, die biologische Vielfalt spielt auch bei den Nutztierrassen und Nutzpflanzen eine wichtige Rolle. Denn zum erfolgreichen Anbau auf verschiedenen Standorten, bei unterschiedlichen klimatischen Bedingungen und wechselndem Schädlingsdruck braucht es auch eine große Vielfalt bei den Obst-, Gemüse- oder Getreidepflanzensorten. Gerade auch im Hinblick auf die Erd erwärmung und die drastischen Änderungen der Temperatur- und Niederschlagsverteilung ist es wichtig, auf eine große Auswahl verschiedener Varianten zurückgreifen zu können. Dazu kann jeder Hobbygärtner einen wichtigen Beitrag leisten.

Samenfeste Sorten

Die Nachzucht samenfester Sorten im eigenen Garten dient zur Erhaltung der Ernährungssicherheit und Unabhängigkeit von großen Saatgut-Konzernen – und ist zumindest bei manchen Arten weniger schwierig als man denken mag. Samenfester Feldsalat kann zum Beispiel einfach dadurch weiter vermehrt werden, dass man im Frühling einige Pflanzen im Garten stehen lässt, bis sie blühen und die Samen reif werden, die sich dann selbst aussäen. Auch samenfeste Tomaten oder Paprika lassen sich aus den Kernen weiter vermehren.

Einige Saatguthersteller haben sich auf anerkannte, samenfeste Sorten spezialisiert. Die Bingenheimer Saatgut AG beispielsweise erlaubt den Nachbau ihrer Pflanzen grundsätzlich immer für den privaten Gebrauch. Alle Sorten mit der Bezeichnung „Kultursaat e.V.“ (und evtl. weitere auf Nachfrage) dürfen sogar gewerblich genutzt werden.

Bei Interesse an weiteren Informationen zum naturgemäßen Gärtnern kann man Kontakt aufnehmen mit dem BUND Ortenau per E-Mail (bund-ortenau@bund.net) oder Telefon 0781/25484, sowie bei Demeter Baden-Württemberg Regionalstelle Offenburg (Telefon 0781/ 93603999).

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Schlagworte:
Aktionsbündnis »Gentechnikfreie Ortenau«, Biohof Reber Zell-Unterentersbach, Pflanzentauschtag

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