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Zell-Unterentersbach | 9.03.2018

Bewusstsein für das »Lebewesen Wasser« wecken

Verein für Implosionsforschung und Anwendung fordert den Einsatz naturnaher Technik

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Ausgewiesene Fachleute sprachen auf dem Podium über die Möglichkeiten des Instream-River-Trainings (von links nach rechts): Andreas Müller, Otmar Grober, Erich Linsin, Gerd Stellmacher, Matthias Mende und Lukas Hoffmann. Foto: Hanspeter Schwendemann
von Klaus Rauber

Mit freundlicher Beharrlichkeit… auf die Potentiale einer naturnahen Technik hinweisen und ihren Einsatz einfordern gemäß dem Sprichwort »Steter Tropfen höhlt den Stein« – diese Lehre konnte und sollte der Besucher der Frühjahrstagung des Vereins für Implosionsforschung und Anwendung am vergangenen Wochen­ende mit nach Hause nehmen.

Foto: Hanspeter Schwendemann
Sehr gut besucht war am vergangenen Wochenende die Frühjahrstagung des Vereins für Implosionsforschung und Anwendung im Dorfgemeinschaftshaus Unterentersbach.
Foto: Hanspeter Schwendemann
Organisator Klaus Rauber betont, dass ein wesentlicher Aspekt der Vereinsarbeit in der Öffentlichkeitsarbeit bezüglich der natürlichen Gewässerführung im Sinne Viktor Schaubergers besteht.
Foto: Hanspeter Schwendemann
Ausgewiesene Fachleute sprachen auf dem Podium über die Möglichkeiten des Instream-River-Trainings (von links nach rechts): Andreas Müller, Otmar Grober, Erich Linsin, Gerd Stellmacher, Matthias Mende und Lukas Hoffmann.

Die Tagung begann am Samstag mit einem Übersichtsvortrag von Jörg Schauberger zu historischen Entwicklungen auf dem Gebiet der Wirbelforschung, basierend auf den Erkenntnissen seines Großvaters Viktor und seines Vaters Walter Schauberger. Dabei geht es um die Entdeckung, Anwendung und Nutzung der wirbelnden, einrollenden, zum Zentrum gerichteten Bewegung (=Implosion) sowohl bei der Behandlung und Reinigung von Wasser als auch bei der Erforschung neuer Antriebstechniken. Selbst namhafte europäische Konzerne beschäftigen sich mittlerweile mit so unkonventionellen Ideen wie der Repulsine zum Antrieb eines Flugzeuges oder U-Bootes.

Wichtige Forschungsprojekte

Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Firma Wetsus in Holland, vorgestellt von Dr. Elmar Fuchs. Hier wird eine internationale Brücke gebaut zwischen Hochschulen und der Industrie, um förderwürdige Ideen mit entsprechenden Geldmitteln und wissenschaftlichem Know-How auszustatten. Diese Koopera­tion verzeichnet mittlerweile 100 Mitgliedsfirmen, von denen sich neun Firmen mit der angewandten Wasserphysik beschäftigen. Ein wichtiges Forschungsprojekt ist z.B. der hyperbolische Trichter nach Walter Schauberger zur Verbesserung der Wasserqualität in der Trinkwasserversorgung. Da ist nicht verwunderlich, wenn der größte holländische Wasserversorger als Hauptsponsor auftritt.

Aber auch die ganz bescheidenen Arbeiten privater Forscher wie Georg Schröcker an der Verwirbelung von Wasser mittels einer Sogwendel können sich sehen lassen. Während vor 80 Jahren noch die Handwerkskunst eines Kupferschmieds gefragt war, bedienen sich heutige Designer und Konstrukteure der 3D-Modellierung und Rapid-Prototyping Drucktechnik zur Herstellung natürlicher Formen. Die Dunkelfeldmikroskopie als Diagnosewerkzeug eröffnet dabei eine ganz neue »Welt im Wassertropfen«.

Europäische Wasserrichtlinie

Der Schwerpunkt der Tagung hat dann am Sonntag auch einige Lokalpolitiker angelockt. Wen wundert’s, sind doch die Vorgaben der europäischen Wasserrichtlinie eine Herausforderung für jede Kommune mit einem unterhaltungspflichtigen Fließgewässer.

Die in den 30er Jahren gesammelten Erfahrungen zur Holztrift mittels künstlichen Gerinnen, sog. Schwemmanlagen, wurden seit den 90er Jahren auf die natürliche Flussregulierung übertragen und erleben inzwischen auch im universitären Bereich eine Renaissance. Hochschulen in Braunschweig, Delft, Graz und Wien spielen dabei international eine Leitrolle, und viele Absolventen und Doktoranden arbeiten inzwischen in renommierten Planungsbüros an der Verbreitung des »Instream River Trainings« sinngemäß übersetzt mit »Bauen mit dem Fluss«.

Wenn Visionäre wie Otmar Grober vor annähernd 30 Jahren mit Mut und Beharrlichkeit und einem großen Maß an Risikobereitschaft neue Wege in der Flussregulierung beschritten haben, so ist inzwischen eine junge Generation an Wissenschaftlern herangewachsen und in seine Fußstapfen getreten. Diese Pioniere sind heute in der Lage, mit Lenkbuhnen oder einer Pendelrampe verlässlichen Hochwasser- und Uferschutz zu deutlich geringeren Kosten als bei der Längsverbauung zu realisieren. Jedes kommunale Entscheidungsgremium sollte es den Fischereiverbänden und Umweltorganisationen gleichtun und sich damit beschäftigen, wie durch kaum sichtbare Leitelemente im Bachbett unterhalb der Wasseroberfläche das Fließge­schehen mittels Sekundärströmungen gesteuert wird und dadurch die Kräfte zur Flussmitte hin gelenkt werden. Dadurch wird ein Uferschutz erreicht, ohne dieses zubetonieren zu müssen. Außerdem strukturiert sich der Fluss, es entstehen Kolke und Flachwasserzonen und zieht Fischarten an, die lange Zeit vermisst wurden.

Win-Win-Situationen für Mensch und Natur

Die so entstehenden Win-Win-Situationen für Mensch und Natur konnten in der abschließenden Podiumsdiskussion von namhaften Fachleuten auf dem Gebiet des Instream River Trainings eindrucksvoll belegt werden. Bei vielen Projekten wurden Einsparungen bis über 50 Prozent erzielt. Und die ökologischen Verbesserungen im Gewässer, im Grundwasser und in der Umgebung gibt es kostenlos dazu. Doch leider gibt es bei vielen Entscheidungsträgern ein großes Beharrungsvermögen, sei es aus Skepsis gegenüber neuen Methoden der Wasserbehandlung und Flussregulierung, sei es wegen der Informationsüberflutung im (Ehren-)Amt und daraus resultierender Zeitnot, sich mit neuen Ideen zu beschäftigen. Hier hilft nur beständige Aufklärung – am besten bereits in den Kindergärten und Schulen.

Die Menschen und insbesondere die Kinder wieder ans Wasser heranführen, den schattenspendenden Uferbewuchs erhalten, Begegnungsstätten errichten, Waldtage mit Wassertagen kombinieren – das sind aktuelle Herausforderungen, um das »Lebewesen Wasser» wieder wahrzunehmen, das Bewusstsein für unser wichtigstes Lebensmittel zu fördern und  unsere Lebensgrundlage zu erhalten. Die Natur braucht den Menschen nicht. Interessenten an der Arbeit und an einer Mitgliedschaft im Verein für Implosionsforschung wenden sich bitte an Klaus Rauber (klausrauber@gmx.de).

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