Segnung als Herzstück der Konfirmation von 17 Jugendlichen.
Am 10. Mai 2026 feierte die evangelische Kirchengemeinde Zell Konfirmation. 17 Konfirmandinnen und Konfirmanden zogen gemeinsam mit Pfarrer Benedikt Mangold und dem Kirchengemeinderat in die vollbesetzte Kirche ein. Die Jugendlichen wurden mit viel Herzblut von Andreas Scholl auf diesen besonderen Tag vorbereitet. In seiner Predigt vertiefte Pfarrer Mangold das Leitmotiv „Sprung – ins Ungewisse, mutig sein, Gott vertrauen“. Im Mittelpunkt stand die persönliche Segnung der Konfirmandinnen und Konfirmanden.
Sichtbares Zeichen für den Glauben
Der Gottesdienst begann mit einem starken Bild der Gemeinschaft: Ein gemeinsamer Einzug von Kirchengemeinderat, Pfarrer und den Konfirmandinnen und Konfirmanden, die ihre selbstgestalteten Kerzen trugen. Das warme Kerzenlicht band Blicke und Wege zusammen – ein sichtbares Zeichen dafür, dass Glaube getragen wird.
Die Segnung bildete den geistlichen Höhepunkt. Nach Tauferinnerung, Glaubensbekenntnis und der Frage an die Konfirmanden, traten sie paarweise an den Altar, um den Segen zu empfangen. Jede Segenshandlung war ein eigener kleiner Kosmos: Handauflegung, Blickkontakt, ein zugesprochener Bibelvers als persönlicher Konfirmationsspruch, leise persönliche Worte. Die Vorsitzenden des Kirchengemeinderats Bärbel Beck und Christina Fleischer überreichten den Konfirmierten ihre Urkunde und eine kleine Erinnerung. Wer in der Bank saß, konnte spüren, wie die Zeit langsamer wurde. Es war, als hielte der Raum den Atem an, während über jedem Kopf dieselbe Verheißung stand: „Ich bin bei dir.“ In diesen Minuten geschah, wovon die Predigt gesprochen hatte: Der „Sprung“ wurde konkret – nicht als Sprung ins Leere, sondern in eine Zukunft, die von Gottes Nähe gerahmt ist.
Pfarrer Mangold hatte zuvor entfaltet, was dieser Sprung bedeutet: Konfirmation ist nicht das Ende eines Kurses, sondern der Beginn einer neuen Etappe. Konfirmation als markierte Linie vor dem Absprung – Schulwechsel, Ausbildung, erste Verantwortung. Mut, so seine zentrale Linie, sei nicht die Abwesenheit von Angst, sondern das Vertrauen, mit der Angst zu springen – im Wissen, dass Gottes Hand hält. Der Segen machte diesen Gedanken greifbar: Für jeden und jede formte sich daraus ein persönlicher Zuspruch, der trägt, wenn die nächsten Schritte anstehen.
In der Ansprache der Kirchenältesten erinnerte Ingo Alexander Hermann an die Wichtigkeit und Vielfalt des Gebetes, die mit der Konfirmation verbundenen Rechte und wünschte Gottes Segen, ein offenes Herz, Freude, Mut und Vertrauen für alle bevorstehenden „Sprünge“.
Die musikalische Gestaltung durch die Lobpreisband verlieh dem Gottesdienst seine festliche Atmosphäre. Besonderer Dank galt Andreas Scholl für seine langjährige Unterstützung in der Konfirmandenarbeit.
Nach dem Auszug setzten Familien und Freunde vor der Kirche das Erlebte in Gratulationen, Fotos und Umarmungen fort. Die Urkunden blieben als Symbol des Tages in den Händen – und mit ihnen die Erfahrung eines Segens, der nicht nur zugesprochen, sondern spürbar geworden war. Die evangelische Kirchengemeinde verabschiedete ihre Konfirmandinnen und Konfirmanden in den Aufbruch – gesegnet, begleitet, bereit für den nächsten mutigen Schritt.





