Zell am Harmersbach baut sein Angebot mit neuen Themenrundgängen aus. Besonders attraktiv: Der Eintritt in die Museen ist ab sofort kostenlos. Damit will die Stadt mehr Besucher ansprechen und spontane Besuche erleichtern.
Ein warmer Frühlingstag, Gäste schlendern durch die Altstadt, bleiben am Rundofen stehen oder blicken vom Storchenturm über die Dächer: In Zell am Harmersbach sollen solche Momente künftig noch häufiger werden. Die Stadt setzt dabei auf ein breiteres Angebot von Stadtführungen und niedrigere Hürden für einen Museumsbesuch.
Über 110 Führungen im vergangenen Jahr
Beim jährlichen Treffen der Gästeführer am 9. April zog die Tourist-Information Bilanz – und die fällt deutlich positiv aus. Mehr als 110 Führungen organisierte die Stadt im Jahr 2025. Dazu zählten klassische Stadtführungen am Dienstag, Rundgänge durch den historischen Rundofen sowie spezielle Angebote für Kinder. Auch thematische Formate kamen gut an. Vollmondtouren, Museumsführungen im Storchenturm und Sonderveranstaltungen ergänzten das Programm. Das Interesse an geführten Einblicken in Geschichte und Kultur ist groß.
Neues Team organisiert das Angebot
Damit das Angebot weiter wächst, stellt sich die Organisation breiter auf. Neu im Stadtmarketing ist Andreas Alst. Er kümmert sich künftig um Veranstaltungen und unterstützt den Tourismus. Gemeinsam mit Ulla Möbius koordiniert er die Stadtführungen. Alisa Dörfer betreut weiterhin die Rundofenführungen, Evelyn Huber die Angebote im Storchenturm-Museum. Verstärkung gibt es auch im Ehrenamt. Mit Ulrich Spitzmüller gewinnt die Stadt einen neuen Gästeführer. Zudem bringt sich Klaus Burth vom Kunstwegeverein ein.
Drei neue Touren starten
Für die Saison 2026 erweitert Zell sein Programm um drei neue Formate. Eine Kunstwegeführung führt rund 90 Minuten lang entlang moderner Kunst im öffentlichen Raum und verbindet sie mit der Stadtgeschichte.
Deutlich lebendiger geht es bei einer Sonderführung zur Gaststättenkultur zu. Stadtbote Josef Vetter, gespielt von Bernhard Stelzer, nimmt die Teilnehmer mit in frühere Zeiten. Er erzählt von Herbergen, Wirtshäusern und dem Leben in den Stuben vergangener Jahrhunderte.
Ganz ohne festen Termin kommt eine digitale Audio-Tour aus. Unter dem Titel „HörMalHin“ können Besucher per QR-Code vier Stationen in der Stadt erkunden – vom Stadtpark bis zum Färberhaus. Die Tour ist ab den Sommerferien jederzeit kostenlos nutzbar. Für Kinder gibt es eine eigene Version mit Hahn und Henne als Erzählerfiguren.
Museen jetzt kostenlos zugänglich
Eine wichtige Neuerung betrifft die Museen: Der Eintritt ist ab sofort frei. Die Stadt will damit den Zugang erleichtern – auch für spontane Besuche oder kurze Abstecher bei schlechtem Wetter. Gerade Familien und Schulklassen sollen davon profitieren. Für sie gibt es ergänzend eine Museumsrallye, die den Besuch spielerisch gestaltet.
Schulung für neue Gästeführer
Um die Qualität der Führungen zu sichern, setzt die Stadt auch auf Weiterbildung. Am 20. Mai findet im Rathaus ein Workshop für Gästeführer statt. Geleitet wird er von der Archäologin und Trainerin Doris Hefner. Dabei geht es um Aufbau und Ablauf von Führungen, um Sprache, Auftreten und den Umgang mit unterschiedlichen Gruppen. Das Angebot richtet sich ausdrücklich auch an Einsteiger. Wer Interesse hat, ehrenamtlicher Gästeführer zu werden, kann sich direkt bei der Tourist-Information melden.





