Bei der Landtagswahl 2026 hat sich die Wählergunst auch in Zell am Harmersbach verschoben. Die CDU wird stärkste Kraft. Die Grünen, die 2021 noch vorne lagen, rutschen auf Platz zwei. Die AfD kann ihr Ergebnis mehr als verdoppeln und rückt näher an die Grünen heran.
Von den 6.245 Wahlberechtigten gaben 4.369 Bürger ihre Stimme ab. Die Wahlbeteiligung liegt damit bei 70 Prozent. 1.384 Wähler nutzten die Briefwahl, das entspricht 31,7 Prozent aller abgegebenen Stimmen.
AfD holt auf
Bei den Zweitstimmen erreicht die CDU 1.479 Stimmen und kommt damit auf 34,1 Prozent. Bei der Landtagswahl 2021 waren es noch 27,65 Prozent gewesen. Die Grünen, die vor fünf Jahren mit 32,24 Prozent noch stärkste Kraft in der Stadt waren, erreichen diesmal 24,6 Prozent und rutschen auf Platz zwei. Die AfD verdoppelt ihr Ergebnis (2021: 10,06 Prozent) und kommt auf 22,3 Prozent. Damit liegt sie nur noch wenige Prozentpunkte hinter den Grünen. Die SPD erreicht rund 5,4 Prozent, die FDP etwa 4,1 Prozent. Beide Parteien verlieren im Vergleich zur letzten Landtagswahl deutlich an Zustimmung. Die Linke sowie die Freien Wähler kommen jeweils auf rund 2,7 Prozent.
Der Vergleich mit der Landtagswahl 2021 zeigt eine deutliche Verschiebung. Die CDU gewinnt rund 6,5 Prozentpunkte hinzu, während die Grünen etwa 7,7 Prozentpunkte verlieren. Gleichzeitig legt die AfD um mehr als zwölf Prozentpunkte zu und gehört damit zu den größten Gewinnern der Wahl.
So wählen die Ortsteile
Ein Blick auf die einzelnen Wahlbezirke zeigt innerhalb der Stadt deutliche Unterschiede. In der Kernstadt liegt die CDU in Zell Süd (34 Prozent) vorne. In Zell Nord erreicht dagegen die AfD mit 29,2 Prozent der Zweitstimmen den höchsten Anteil und liegt dort vor CDU (28 Prozent) und Grünen (25,3 Prozent). Auch im größten Ortsteil Unterharmersbach erzielt die AfD ein starkes Ergebnis. Mit 30,7 Prozent liegt sie dort vor den Grünen (20,2 Prozent), während die CDU mit 34,2 Prozent die meisten Stimmen erhält. In Unterentersbach kommt die CDU auf 43,6 Prozent und liegt damit weit vor den Grünen (21,3 Prozent) und der AfD (15,3 Prozent). Im kleinen Ortsteil Oberentersbach ist das Ergebnis noch eindeutiger: Die CDU erreicht dort 50 Prozent der Stimmen. Wegen der geringen Zahl von Wahlberechtigten (115, abgegebene Stimmen 93) können hier jedoch schon wenige Stimmen die Prozentwerte deutlich verändern.
Den kompletten Bericht finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.




