Geschäftsführer Glöckl-Frohnholzer von der Breitband Ortenau und Detlef Benker von der UGG informierten im Zeller Gemeinderat über den Stand der Arbeiten und die aktuellen Planungen.
Zum wiederholten Mal war der Breitbandausbau Thema im Zeller Gemeinderat. „Bereits am 12. Januar 2022 wurden Erwartungen geweckt, die bis heute nicht erfüllt wurden“, stellte Bürgermeister Pfundstein fest und betonte: „Das Thema drückt und drängt.“
Am Montag waren Geschäftsführer Glöckl-Frohnholzer von der Breitband Ortenau und Detlef Benker von der UGG in den Gemeinderat gekommen, um über den Stand der Arbeiten und die aktuellen Planungen zu informieren. Detlef Benker ist bei der UGG verantwortlicher Leiter für den Netzausbau in der Ortenau.
Viel Vertrauen wurde verspielt
Bei der Aussprache wurde deutlich, dass in den letzten vier Jahren viel Vertrauen verspielt wurde. Bereits zu Sitzungsbeginn in der Bürgerfrageviertelstunde kritisierte Ewald Glatz das Durcheinander und forderte ein klares Wort.
„Ich glaube gar nichts mehr“, stellte Gemeinderätin Sybille Nock bei der Debatte im Ratsgremium fest. Sie stellte unter anderem in Zweifel, ob die am Ausbau beteiligten Firmen nach deutschem Arbeitsrecht handeln. Der Einsatz entspreche den Normen, hielt Detlef Benker von der UGG entgegen.
Gemeinderat Christian Dumin erklärte, dass er „selten ein so schlechtes Projekt“ gesehen habe. Es gebe viele Anfragen und die Leute würden vertröstet. Er fragte noch, ob gegen die Ausbaufirma auch Rechtsansprüche geltend gemacht werden könnten, was von Geschäftsführer Glöckl-Frohnholzer aber verneint wurde.
Gemeinderat Michael Wurtz berichtete, dass er schon seit fünf Jahren Glasfaser zur Verfügung habe. Hier bestätigte der Geschäftsführer der Breitband Ortenau, dass die Telekom ein Glasfasernetz installiert habe, dies aber nicht oder nur zu extrem hohen Kosten an Dritte verpachtet.
„Viele Köche verderben den Brei“, merkte Bürgermeister Pfundstein an. Auch er nannte den Verlauf „unbefriedigend“. Das Stadtbauamt sei mit vielen Anfragen konfrontiert und müsse neben den eigentlichen Aufgaben viel erledigen. Gleichwohl warb der Bürgermeister um Verständnis, da es sich beim Breitbandausbau um eine große Investition handle.
Hybrides Ausbaumodell für Zell a. H.
Trotz aller Kritik aus dem Ratsgremium versicherten sowohl Josef Glöckl-Frohnholzer als auch Detlef Benker, dass der Ausbau des Breitbandnetzes in der Ortenau insgesamt Schritt für Schritt vorankommt.
Zell am Harmersbach setzt wie viele Gemeinden der Ortenau auf das hybride Ausbaumodell, das den eigenwirtschaftlichen und staatlich geförderten Ausbau miteinander kombiniert. Das Telekommunikationsunternehmen „Unsere Grüne Glasfaser“ (UGG) erschließt hier die verdichteten Ortslagen mit insgesamt 4190 Gebäuden auf eigene Kosten, während die Breitband Ortenau GmbH & Co. KG weitere 275 Gebäude in den schwer zugänglichen Außenbereichen gefördert anbindet.
Den kompletten Bericht finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.





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