Gemeinderat nimmt den Generalentwässerungsplan für die Regenwasserkanäle der Kernstadt und der Ortsteile zustimmend zur Kenntnis.
Das Entwässerungsnetz der Stadt Zell ist rund 112 Kilometer lang und bedarf der ständigen Unterhaltung. Der Schmutzwasserkanal ist knapp 62 Kilometer lang und die Regenwasserkanäle addieren sich auf rund 36 Kilometer. Außerdem gibt es ca. 15 Kilometer offene Kanäle. Für die Regenwasserkanäle wurde ein Generalentwässerungsplan erstellt, für den im Dezember 2025 vom Landratsamt die wasserrechtliche Genehmigung erteilt wurde.
Komplettes Entwässerungssystem wurde digitalisiert
Bereits im Jahr 2015 hat die Stadt Zell ein Planungsbüro mit der Erstellung eines Generalentwässerungsplans beauftragt. Im Jahr 2017 wurde als weiterer Schritt ein Vermessungsbüro damit beauftragt, das komplette Netz auszumessen und zu digitalisieren.
Inzwischen liegt das Verfahren in den Händen von Marius Herrmann vom Bauamt der Stadt Zell. Er erläuterte dem Gemeinderat in der öffentlichen Sitzung am Montag die technischen Details und machte deutlich, dass der Generalentwässerungsplan ein wichtiges Planungsinstrument für die Kommune ist.
Die Erstellung der Planunterlagen hat rund 122.000 Euro gekostet. Alle Kosten sind bereits vollständig abgerechnet.
Das Stadtgebiet in 15 Plangebiete unterteilt
Die Unterhaltung des Kanalnetzes ist für die Stadt Zell eine Daueraufgabe. Die Größe der Rohre bezieht sich auf einen zweijährigen Durchschnittswert. Es gibt insgesamt 66 Stellen, an denen das Regenwasser in verschiedene Vorfluter, unter anderem den Harmersbach, den Erlenbach, die Nordrach und in die Nebenbäche eingeleitet wird.
Die Vorschriften verlangen von der Stadt, dass sowohl die Kanäle als auch die Einleitstellen alle 15 Jahre geprüft werden. Damit dies gelingt, hat Marius Herrmann das ganze Stadtgebiet in 15 Bezirke unterteilt, die in einem jährlichen Turnus abgearbeitet werden.
Das Regenwassernetz sei nicht überlastet und es ist keine Rückhaltung erforderlich. Allerdings gebe es kritische Bereiche, z. B. beim Bahnhof, Prototyp und in der Hindenburgstraße. Hier sei unter anderem eine zusätzliche Einleitung in den Harmersbach geplant.
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