Sportlich und organisatorisch ging es bei den Zeller Bogenschützen ins neue Jahr 2026. Das Turnier war erstmals zur Ergebnisverbesserung für die Deutsche Meisterschaft zugelassen.
Foto: Sabine Herm / Udo Müller
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Im wahrsten Sinne des Wortes startete der BSC Zell sportlich ins neue Jahr 2026 – und das nicht nur an der Schießlinie, sondern auch organisatorisch.
Bereits zum 44. Mal richtete der Verein sein Hallenturnier aus, davon zum 7. Mal als rekordberechtigtes Turnier. In diesem Jahr wurde es zusätzlich aufgewertet und erstmals zur Ergebnisverbesserung für die Deutsche Meisterschaft zugelassen – mit großem Erfolg.
Am Sonntagabend ging eine rundum gelungene Veranstaltung zu Ende: Es wurden viele starke Ergebnisse geschossen, und auch der Spaß kam definitiv nicht zu kurz.
Wie in den vergangenen Jahren begann das Turnier am Samstagmorgen mit der Begrüßung durch Kampfrichter Andreas Böhm und Hartmut Bruch. Anschließend führte Jürgen Zimmermann als Kommentator souverän durch das Hallenturnier und begleitete die Schützen mit fachkundigen Informationen und humorvollen Anmerkungen durch den Wettkampf.
Bogenschießen mit Handicap
Viele bekannte Gesichter, aber auch jede Menge neue Schützen waren aus Nah und Fern angereist. Aus Hamburg kam Bea Habertag extra zum Handicap-Turnier nach Zell. „Mir geht es gut, wenn ich hier sein darf“, sagte sie im Gespräch mit Sabine Herm.
Bogenschießen mit Handicap? Kein Problem! Wie gelebte Inklusion aussieht, zeigten der Schützenverein Appenweier, die Esther-Weber-Schule und der BSC Emmendingen, die auch gleich in der Mannschaftswertung den ersten Platz geholt haben.
Die Siegerehrung am Samstagmittag übernahm die stellvertretende Bürgermeisterin Sybille Nock. Sie überreichte jedem der Handicap-Schützen einen Pokal für die besonders geleistete Leistung. Für eine schöne Überraschung sorgte außerdem Barbara Albrecht, die den Handicap-Schützen ein eigens angefertigtes Geschenk mitgebracht hatte.
Weltmeister Günter Naumann am Start
Am Nachmittag ging es mit dem nächsten Durchgang weiter. Auch hier nahmen einige Schützen eine weite Anreise auf sich: Günter Naumann vom TV Meerholz ließ sich den langen Weg nicht nehmen. Er wurde im vergangenen Jahr im Mixed-Team der Bogenklasse 60+ bei den World Masters Games in Taipeh Weltmeister. Aus Bayern war Jörg Engel vom BSC Erlangen dabei, der in der Compound-Masterklasse an den Start ging.
Die stärkste Klasse war – wie schon in den vergangenen Jahren – die Blankbogenklasse, in der fast 40 Schützen antraten. In der Mannschaftswertung sicherte sich die SGi Denkingen mit Artur Hoffmann, Alexander Billek und Sandra Heiss den Wanderpokal.
Jugend-Wanderpokal für die Zeller Schützen
Der Jugend-Wanderpokal, der im letzten Jahr erstmals vergeben wurde, blieb bei den Zeller Jugendschützen. Stella Müller, Jette-Sofie Künstle und Theda Gingter verteidigten ihn erfolgreich gegen die SG Ortenberg.
In der Compound-Klasse wanderte der Pokal vom BSC Emmendingen zum BSV Teningen. Mit den Schützen Susanne Engemann, Joachim Busies und Horst Willmann.
In der Recurve-Klasse ist der Wanderpokal nun endgültig angekommen: Nach dem Battle mit dem BSC Zell bleibt er beim SV Litzelstetten bei Christine, Mario und Josef Straub.
Dass der Bogensport Menschen verbindet – auch über Ländergrenzen hinweg – zeigten Jean-Yves Sprauel aus Frankreich, Jürgen Scholl vom BS Nürtingen und Sabine Herm aus Zell. Bereits zum dritten Mal trafen sich die drei Freunde zum gemeinsamen Bogenschießen in Zell.
Es gab auch persönliche Bestleistungen: Iris Stiefel vom SG Stern durfte sich über ihr geschossenes Ergebnis besonders freuen.
Am Samstagabend nutzten viele Besucher die Gelegenheit, selbst einmal einen Bogen in die Hand zu nehmen und es auszuprobieren. Auch die von Barbara und Stefan Albrecht organisierte Tombola kam bestens an und erwies sich als voller Erfolg. Wer noch neue Ausrüstung benötigte, konnte sich am Stand von Clemens Benzing vom BSC Blumberg eindecken.
Hervorragende Organisation
Kulinarisch wurde der BSC Zell auch in diesem Jahr wieder bestens von der Familie Konstantinos Zampras vom Restaurant „Poseidon“ in Zell mit griechischen Köstlichkeiten unterstützt. Auch das Kuchenbuffet ließ keine Wünsche offen – die Kuchenbäcker hatten sich erneut selbst übertroffen.
Bei der Siegerehrung am Sonntagabend sorgte ein besonderer Spaßpokal für gute Laune. Der Pokal mit dem Namen „Arsch mit Ohren“ wurde unter allen Schützen verlost, die im Wettkampf eine Schnapszahl geschossen hatten. Freuen durfte sich schließlich Klaus Marschar vom SV Schartenberg.
Zum Abschluss der Siegerehrung beglückwünschte Sybille Nock alle teilnehmenden Schützen und betonte: „Eure Konzentration und Präzision verdienen großen Respekt.“ Zudem bedankte sie sich bei Hartmut Bruch und seinem Team für die hervorragende Organisation und wünschte allen ein gutes neues Jahr.





