Julia Hug und Tobias Gruber gaben sich gleich zwei Mal das »Ja«-Wort

Neuhauser Narren und Freiwillige Feuerwehr Zell ließen das Brautpaar hochleben 

Am Samstag, 14. August, fing der Weg ins gemeinsame Eheleben für Julia und Tobias Hug an, begleitet von ihren Familien, Freunden und Bekannten. 

Die Traumhochzeit begann mit einer Überraschung kurz vor 11 Uhr, als eine Hochzeitskutsche die Braut, die großer Pferdefan und Besitzerin ist, zu Hause in Neuhausen abholte. Das Pferdegespann brachte die Braut und ihre Trauzeugin, Schwester Linda, zum »Fürstenberger Hof« in Unterharmersbach. Hier fand die standesamtliche Trauung im Hochzeitszimmer des Museums unter Leitung von Standesbeamtin Monika Selinger im Kreis der engen Familie statt.

Während die Trauung drinnen über die Bühne ging, rückten die Zeller Feuerwehrkameraden des Bräutigams mit mehreren Fahrzeugen an und umstellten den »Fürstenberger Hof«. Mit den Glückwünschen der Standesbeamtin für das neue Leben als Ehepartner ging die Gruppe dann nach draußen zu einem kleinen Sektempfang unter den schattenspendenden Bäumen im Parkgelände neben dem Museum. Nachdem noch Hochzeitsfotos am »Fürstenberger Hof« erledigt waren musste das Brautpaar nun Abschied nehmen von ihren Gästen und machten sich auf den Weg nach Oberharmersbach zur St. Gallus-Pfarrkirche, wo die kirchliche Trauung folgen sollte.

Den Transport übernahm die Zeller Feuerwehr. Das Brautpaar in der Drehleiter, die größte »Kutsche« der Wehr, gefolgt von mehreren anderen Dienstfahrzeugen der Zeller Wehr. Die Abfahrt vom Fürstenberger Hof, sowie die Ankunft in Oberharmersbach, war natürlich keine leise Sache.

Um 15 Uhr bekam das Brautpaar dann auch den kirchlichen Segen durch Pfarrer Bonaventura Gerner in der St. Gallus-Pfarrkirche. Laut erleichterten Corona-Bedingungen durften beim zweiten »Ja«-Wort zum Glück mehr Gäste in der großen Kirche dabei sein wie am Fürstenberger Hof.

Nachdem Pfarrer Gerner dem Brautpaar mit seinen besten Wünschen ins Eheleben verabschiedete, erwartete nun ein großes Spalier die frischgebackenen Eheleute beim verlassen der Pfarrkirche. Gleich oben auf der Treppe bildeten die Neuhauser Mostmädle und Buben der Fasendgemeinschaft Neuhausen um Chef Klaus Kienzle ein Rosenspalier. Weiter unten auf dem Kirchvorplatz dann ein Schlauchtunnel der Freiwilligen Feuerwehr Zell, unterstützt von der Feuerwehr Plankstadt (bei Heidelberg), wo der Bräutigam tätig war bevor es ihn nach Zell zog.
Bei ihren Neuhausener Fasendkollegen musste ein Mostfass angezapft werden und Most aus dem gefüllten Mostkrug an die Gäste verteilt werden bevor Obermostbub Kienzle ein Geschenk überreichte. Anschließend musste Feuerwehrmann Tobias seine Löschfähigkeiten beweisen indem er nicht nur Anweisungen an die Braut zum Löschen des kleinen brennenden Fachwerkhauses auf dem Vorplatz gab, sondern auch für den notwendigen Wasserdruck des Feuerlöschers, sorgen musste. Alle Aufgaben wurden meisterhaft als Team erledigt.
Der Sektempfang auf dem Kirchvorplatz wurde immer wieder für das Brautpaar unterbrochen nicht nur durch Gratulanten, sondern auch durch diverse Aufgaben, wie zum Beispiel ein »Agility«-Parcours, den die Hundefreunde Gengenbach aufgebaut hatten. Die Braut übt diesen Sport mit ihren Hunden aus und ist nebenbei noch die 2. Vorsitzende und Trainerin im Verein. Auch die Pferdefreunde vom Mühlstein (Flacken), wo die Braut ihr Pferd untergebracht hat, hatten eine Überraschung parat.

Nach dem Sektempfang zogen sich das Brautpaar und ihre Gäste in den Stuben-Saal des Hotels „Bären“ zurück, wo sie später ein leckeres Hochzeitsbüfett erwartete. Es konnte dann bis lange in die frühen Stunden gefeiert und getanzt werden. Dazu spielten die Musiker »Tschirgant Duo« aus dem Tiroler Oberland in Österreich, das auch schon auf dem Vorplatz während dem Sektempfang für musikalische Unterhaltung sorgte.

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