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Zell am Harmersbach | 13.05.2019

Aktivitäten des Stadtmarketings

Stadt Zell lässt sich »Zellkultur« jährlich rund 30.000 Euro kosten – Neue Imagebroschüre ist in Vorbereitung

Foto:
Titelseite der neuen Imagebroschüre für die Stadt Zell. Foto: Grafik: AgilEvent
von Hanspeter Schwendemann

Das Kulturprogramm »Zellkultur«, neue Aktivitäten in den sozialen Medien und die Erstellung einer Imagebroschüre waren Themen in der jüngsten Sitzung des Stadtmarketing-Ausschusses.

Seitens der Stadt Zell nahmen Bürgermeister Pfundstein, Hauptamtsleiter Börsig sowie Maria Hättich und Alisa Dörfer von der Stadtmarketing-Abteilung an der Sitzung teil. Ebenso sind die vier Gemeinderatsfraktionen im Ausschuss vertreten. Vom Handels- und Gewerbeverein war das Vorstandstrio mit Andrea Giesler, Jutta Schmid und Paul Lehmann vollständig vertreten. Geschäftsführer Daniel Lehmann vertrat die Firma AgilEvent, die die Stadt Zell in Sachen Stadtmarketing begleitet.

Kultur für alle Zielgruppen

»Das Programm Zellkultur soll möglichst breit gefächert sein und für alle Zielgruppen etwas bieten«, erklärte Maria Hättich. Gelungen sei der Start in das Programmjahr 2019 mit der Puppenparade mit zwei ausverkauften Aufführungen. Die Zeller Sommermusik, die anspruchsvolle klassische Konzerte in der evang. Kirche bietet, wird über das Kulturprogramm mit 2.000 Euro gefördert. Eine Besonderheit in der Ortenau, so Maria Hättich, sei das Biergarten-Kino. Das »Blind Date«, das einen überraschenden Flirt mit der Kultur verspricht, sei ebenfalls ein fes­ter Bestandteil von Zellkultur. Am 9. November wird es ein kleines Folk-Festival im Kulturzentrum geben.

Erfolgreichste Veranstaltung im Zeller Kulturprogramm seien die Nohocker-Partys immer donnerstags im Monat August. Der Zuspruch interessierter Künstlergruppen sei so groß, dass man schon Absagen aussprechen musste, informierte Alisa Dörfer. Um den verschiedenen Gruppen von Solomusikern bis hin zu größeren Bands gerecht zu werden, müsse in eine aufwändige Beschallungstechnik investiert werden.

Die Kosten für »Zellkultur« addieren sich auf über 30.000 Euro. Etwa ein Drittel können über die Eintrittsgelder gedeckt werden. Die Kosten für das Public-Viewing konnten durch Einnahmen gedeckt werden. »Die Stadt hat mit Zellkultur keine Gewinnabsichten. An den Programmpunkten, die gut laufen, soll festgehalten werden«, stellte Bürgermeister Pfundstein fest.

Krippenausstellung und Zeller Kunstwege

Schon 2019 soll es im Fürstenberger Hof wieder eine Krippenausstellung geben. Die Zeller Kunstwege werden um ein Jahr bis 2020 verlängert. Am 28. Dezember 2019 wird es eine Weihnachtsrevue geben. Auch hierfür laufen die Vorbereitungen.

Gemeinderätin Sybille Nock forderte, eine Jugendveranstaltung ins Zellkultur-Programm aufzunehmen. Außerdem regte sie an, das Abendkonzert im Rahmen des Niko­lausmarktes als Teil von Zellkultur zu veranstalten.

Emotionale Bilder von Zell a. H.

Im Rahmen der Sitzung wurde der erste Entwurf für eine neue Imagebroschüre für die Stadt Zell vorgestellt. Emotionale Bilder und kurze Zitate sollen die Schönheiten der Stadt Zell darstellen und die Lust der Leser auf »Mein Städtle« wecken. Die Broschüre untergliedert sich in die Themen Kultur, Tradition, Erlebnisse und Aktivitäten.
Die Broschüre werde zur Auslage in der Tourist-Info oder bei Messeauftritten benötigt, informierte Maria Hättich. Sie ergänze das Prospektmaterial der Ferienlandschaft Mittlerer Schwarzwald. Geplant ist der Druck in einer Auflage von 2.000 Exemplaren.

Diskutiert wurde im Gremium über die verwendeten Bilder. Neue Frühlingsbilder hat der Zeller Fotograf József Borsi beigesteuert. Aber es musste auch auf bestehendes Fotomaterial zurückgegriffen werden. Für eine Neuauflage der Imagebroschüre sollen deshalb neuere Bilder aufgenommen werden.

Facebook und Instagram

Um neue und vor allem jüngere Zielgruppen zu erreichen hat das Stadtmarketing der Stadt Auftritte in den sozialen Medien eingerichtet. Sowohl bei Instagram als auch bei Facebook ist die Stadt Zell nun vertreten. Betreut werden die Auftritte von Alisa Dörfer. Der zeitliche Aufwand halte sich in Grenzen, stellte sie fest.

Mit emotionalen Bildwelten solle für Zell geworben werden. Vor allem die Vermarktung der Zellkultur-Veranstaltungen solle über Instagram und Facebook noch besser und schneller gelingen. Kritische Kommentare gebe es darauf kaum. Auf Instagram konnte die Stadt Zell bereits 270 Abonnenten gewinnen, informierte Alisa Dörfer.

Moderne Heimatkunde

Maria Hättich berichtet, dass es ab dem Jahr 2020 auch in Zell eine Naturpark-Schule geben solle. Es habe bereits eine erste Vorstellung gegeben. Die Grundschule Unterharmersbach und das SBBZ hätten grundsätzlich Interesse daran bekundet. Es wäre dann die 14. Naturpark-Schule im Bereich des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord.
Naturpark-Schulen stünden für moderne Heimatkunde, stellte Maria Hättich fest. Die Kosten müssten sich die Stadt Zell (40 Prozent) und der Naturpark (60 Prozent) teilen. Die Laufzeit des Projekts betrage fünf Jahre. Die Entscheidung, ob diese Einrichtung in Zell geschaffen wird, muss der Gemeinderat fällen.

Herrenholz in trostlosem Zustand

HGV-Vorsitzender Paul Lehmann lenkte den Blick auf die Naherholungsanlage Herrenholz, die nach verschiedenen Bauarbeiten derzeit einen trostlosen Anblick biete. Verschiedene, hochkomplizierte Umstände hätten dazu geführt, dass die Arbeiten noch nicht fertig sind, berichtete Bürgermeister Pfundstein. Zumindest mit einem Schild solle man auf die laufenden Maßnahmen aufmerksam machen, wurde aus der Runde gefordert.

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Schlagworte:
Stadt Zell am Harmersbach, Zellkultur

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