Zellerin wird zum Seerosen-Kunstwerk

Bodypainting im Botanischen Garten

Mit der Umgebung verschmelzen und eins werden mit der Natur. Beim Bodypainting wird der eigene Körper zu einem menschlichen Kunstwerk. Die Zellerin Alexandra durfte das sprichwörtlich am eigenen Leib erleben und wurde von Künstlerin Andrea Stern als Seerose in Szene gesetzt.

Die Geschichte hinter dem Ende August entstandenen menschlichen Kunstwerk einer Seerose auf nackter Haut geht auf den Anfang des Jahres zurück. Damals suchte die Künstlerin Andrea Stern auf der Internetplattform Startnext nach Sponsoren, um den Druck eines Kalenders mit zwölf Motiven von ihr mittels Bodypainting in unterschiedlichste Tiere verwandelten Menschen vorzufinanzieren. Initiatoren bieten auf Startnext hierbei unterschiedlichs­te Dankeschöns, um sich für die finanzielle Unterstützung zu bedanken. Und so wurde das Dankeschön eines individuellen Bodypaintings zum Geburtstagsgeschenk für Zellerin Alexandra.

Aus Alex wird Victoria

Die Umsetzung dieses Geschenks erfolgte im botanischen Garten in Erlangen, wo Alexandra zwischen unterschiedlichsten Seerosen in eine Blüte der »Victoria amazonica«, einer Riesenseerose, verwandelt wurde. Die Vorbereitungen begannen bereits am frühen Morgen, um im Seerosenteich eine geeignete Plattform zu schaffen, auf der das lebende Kunstwerk dann viele Stunden später umgeben von den Seerosen fotografiert werden konnte.

Bis es aber so weit war, bedurfte es eines ganzen Tages, um das Kunstwerk auf nackter Haut zu erstellen. Nachdem Dutzende Farbtöpfchen, Pinsel und Schwämmchen vorbereitet waren, wurden erste Umrisse auf die Haut gezeichnet, um die entstehenden Flächen dann künstlerisch zu füllen. Beobachtet wurde das Bodypainting von zahlreichen Besuchern des botanischen Gartens sowie von Medienvertretern des bayerischen Rundfunks und der Erlanger Nachrichten.

Die Künstlerin Andrea Stern aus Nürnberg schafft mit ihren Bodypaintings wahre Kunstwerke, zeigte ihr Können schon bei Bodypainting-Weltmeisterschaften und sorgte jüngst neben ihrem Kalender aus dem Tiergarten in Nürnberg auch in Österreich mit einem Unterwassershooting sowie in Usedom mit einem Bernstein-Painting für Aufsehen. Interessierte finden unter dem Namen »Kunst vom anderen Stern« auf Instagram, in Facebook sowie im Internet faszinierende Bilder.

Pinselstrich für Pinselstrich

Um zu einem Kunstwerk zu werden, bedarf es als Modell vor allem eines: viel Geduld. Acht Stunden ruhig zu sitzen und in ungewöhnlichen und zum Teil unbequemen Positionen zu liegen, bringt ungewohnte Herausforderungen mit sich. Stück für Stück verschwindet dann die Nacktheit durch ein neues »Kostüm« und man wird Pinselstrich für Pinselstrich zu einem Kunstwerk.

Ins Bild gebannt

Auch für Andrea Stern, die erfahrene Bodypainterin, ist jedes Kunstwerk eine neue Herausforderung, da sie ihre Idee auf die Gestalt des Modells anpassen muss, und das erst im Zuge der Arbeit ihre Kreativität Gestalt annimmt. Aber auch an diesem Tag ist sie zufrieden mit dem, was sie aus tausenden Pinselstrichen geschaffen hat. Aus Alexandra wurde eine farbenprächtige, rückenfüllende Victoria-Seerose, die es ins rechte Licht zu setzen und auf ein Foto zu bannen galt.

Hierzu musste Alexandra – beziehungweise die neu geschaffene Seerose – bei 16 Grad Celsius Außentemperatur zunächst im Seerosenteich positioniert werden, um dann in unbequemer Position nochmals auszuharren und auf das perfekte Foto zu hoffen. Und tatsächlich zeigt sich, dass sich die ganze Mühe gelohnt hat. Ein faszinierendes Kunstwerk ist entstanden.
Dank der Fototechnik bleibt dieses Kunstwerk erhalten. Die aufgebrachte Farbe ist jedoch mit einer einzigen Dusche wieder beseitigt.

Wer auf den Geschmack gekommen ist und selbst zum Kunstwerk werden oder dies verschenken möchte, kann sich an Andrea Stern über www.kunst-vom-anderen-stern.de wenden.

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