Gottfried Zurbrügg berichtet aus Jerichow (Teil 3):

»Mein Kloster ist der Garten«

Das Wetter ist furchtbar heiß. Wir haben rund 36 Grad und schwitzen ganz schön. Wie herrlich kühl sind da die alten Klostermauern in der Kirche.

Aber dort ist keine Sonne und auch kein Schatten, sind keine Blumen und kein blauer Himmel. Das alles fehlt mir doch gar zu sehr. Ich brauche die Natur um mich herum. Es gab wohl immer auch Mönche, die ähnlich empfunden haben, sonst gäbe es die interessanten Klostergärten nicht. Heute war ich so ein Mönch, vielleicht ein gärtnernder Laienbruder. Jedenfalls kann ich auch meine Gespräche im Klostergarten führen.

Wunderschön! Mir ging das Herz auf, als ich die Hochbeete sah. Ähnlich habe ich meinen Schulgarten bei der Realschule Blumberg gestaltet. Ich traf eine junge »Gärtnerin aus Liebe«. Mit großem Einsatz kümmert sie sich um den Klostergarten und verwendet alles, was aus dem Garten kommt. Das Gemüse wird gekocht und den Gästen angeboten. Die Blumen und Heilkräuter werden getrocknet und in Sträußen, Lesezeichen und Kräuterkissen verkauft.

Ein Tag, fast wie Urlaub und ergiebig für Gespräche.

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