Neuer Rettungswagen für die Rettungswache Zell a.H.:

Schnelle Versorgung im Notfall mit modernster Ausstattung

In der Rettungswache in Zell a.H. wurde jetzt ein neuer Rettungswagen in Betrieb genommen, das Vorgängermodell mit mehr als 380.000 gefahrenen Kilometern in den Ruhestand geschickt.

Der neue Sprinter ist technisch auf dem neuesten Stand. So ist unter anderem ein Spurhalte-Assistent und eine Abstandswarnfunktion verbaut. Die Patienten werden über ein ausgeklügeltes Federungssystem von Fahrzeug und Tragetisch besonders schonend transportiert. Auch über sogenannte Unterwurf-Schneeketten, die auf Knopfdruck aktiviert werden können, verfügt das neue Fahrzeug, um im Winter bei schlechten Straßenverhältnissen die Einsatzstelle noch schneller zu erreichen. Jetzt ist das Fahrzeug auch mit digitaler Dokumentation ausgestattet, die es erlaubt, Daten vor Ort in einer Form zu erheben, die direkt weiterverarbeitet werden kann.

Dass dabei im medizinischen Bereich die neuesten Standards unerlässlich sind, versteht sich von selbst. Vor allem in Anbetracht dessen, dass die Besatzung des Fahrzeugs bei Notfällen in den ers­ten Minuten oftmals ohne Notarzt lebenserhaltende Maßnahmen durchzuführen hat. Dies bringt die topographische Lage der Rettungswache in Zell a. H. mit sich, die 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche besetzt ist. Der Notarzt kommt im Bedarfsfall entweder per Fahrzeug von Hausach oder per Helikopter dazu und kann je nach Lage der Einsatzstelle bis zu 15 Minuten benötigen. Ein Umstand, der die Wichtigkeit des Rettungswachen-Standorts Zell unterstreicht, denn im Notfall zählt oft jede Sekunde.

Heute Vormittag wurde der Rettungwagen offiziell vorgestellt. Der kleine Kreisverband sei stolz, den Rettungsdienst so erfolgreich durchführen zu können, sagte der Kreisverbandsvorsitzende Jürgen Nowak. »Neue Beschaffungen sind wichtig für die Qualität des Rettungs­dienstes.« Volker Halbe, Kreisgeschäftsführer wusste zu berichten, dass das Zeller Fahrzeug die meisten Kilometer im Kreisverband fährt. Durch die hohe Materialbelastung – Kurzstreckenfahrten in Volllast – muss deshalb alle drei bis vier Jahre für Ersatz gesorgt werden. Bürgermeister Günter Pfundstein war ebenfalls gekommen, um den »Neuen« in Augenschein zu nehmen. Nicht nur für das Tal, sondern für die gesamte Raumschaft sei das Fahrzeug ein Gewinn. »Auch wenn man hofft, dass es wenig zum Einsatz kommt, lehrt die Erfahrung leider etwas anderes.« Im Schnitt rückt das Fahrzeug 5,7 mal pro Tag aus. Er überreichte den DRK-Verantwortlichen einen Gutschein für die erste Tankfüllung.

Dem neuen Rettungswagen und seiner Besatzung dürfte es auch in Zukunft nicht langweilig werden. So ist das Einsatzaufkommen in den Jahren 2010 bis heute um rund 30 Prozent gestiegen. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Die Art der Einsätze ist für die jeweilige Besatzung – bestehend aus einem Notfallsanitäter und einem Rettungssanitäter – nicht vorhersehbar. Sie reicht von der Versorgung einfacher Verletzungen und Wunden bis hin zu Herzinfarktpatienten oder Schwerstverletzten bei Verkehrsunfällen. Auch als Geburtshelfer durften die Retter schon fungieren.