»Go exploring and freeriding«: Unvergessliche Skisafari durch Japan

Unter dem Motto »Go exploring and free­riding« starteten acht Skibegeisterte aus Zell und dem Ortenaukreis zu einer zweiwöchigen Skisafari durch Japan. Wir, die Skilehrer Doris Braun und Hans Schmider aus Unterharmerbach, organisierten diese Reise. Schon lange wollten wir wissen, ob die Berichte über den vielen und tollen Schnee in Japan stimmen.

Am 13. Februar flogen wir in ca. 11 Stunden nach Tokio, der südlichen Insel Honshu und gleichzeitig größten von Japan. Mit zwei Mietautos, wohl gemerkt im Linksverkehr, was eine kleine Herausforderung war, ging es weiter in ca. vier Stunden zum ers­ten Skigebiet Naeba. Schon da herrschte fast auf der ganzen Fahrt Schneetreiben. Spät abends durften wir im Hotel Bekanntschaft mit den für Japan so typischen Futons machen, was so viel heißt wie Schlafstätten, an die wir uns aber schnell gewöhnten. Am Tag danach hatten wir ca. 50 Zentimeter Neuschnee.

Jeder Tag brachte neuen Schnee Zwei Tage fuhren wir in Naeba, wo wir tatsächlich einen Sonnentag hatten und den Fernblick genossen. Dann fuhren wir weiter nach Nozawa und zwei Tage nach Shiga Kogen, das höchst gelegenste Skigebiet mit 2300 Metern. Jede Nacht brachte neuen Schnee und auch am Tag fielen die Flocken meistens vom Himmel. Powder ohne Ende, was jedes Freerider-Herz höher schlagen lässt.
Eine Mittagspause gönnten wir uns nur selten, stattdessen lieber noch eine Abfahrt durch die Birkenwälder.

Abends erholten wir uns ausgiebig in den landesüblichen Onzens, das sind große heiße Quellen, oft auch im Freien. Dabei gilt es die Etikette strengstens einzuhalten. Frauen und Männer getrennt, vor dem Baden muss zuerst im Sitzen eine gründliche Körperreinigung mit Eimern voller heißem Wasser vorgenommen werden, danach dann die Erholung im warmen Nass.

Japanische Lebensart kennengelernt

Auch das japanische Essen wurde ausgiebig probiert, natürlich mit Stäbchen, was am Anfang gar nicht so einfach war. Besonders nahrhaft sind die Suppen, sowie jeglicher Fisch, der überall frisch und recht preisgünstig zu kaufen ist. Toll schmecken die deftig gefüllten Dampfnudeln und Teigtaschen in den Garküchen auf der Strasse. Besonders beliebt sind in Japan Pralinen jeglicher Art zum Naschen.
Am sechsten Tag flogen wir nach einer Nacht in Tokio nach Sapporo auf die Insel Hokkaido. Wieder ging es mit Mietautos weiter in den Skiressort Niseko, eines der größten Skigebiete Japans. Dort hatten wir für eine Woche die Moiwa-Lodge mit Selbstversorgung gemietet. Gerade das Einkaufen war ein weiteres Abenteuer mit vielen Experimenten bei den Zutaten, da die Verpackungen oft nur auf Japanisch beschriftet waren.

Auch hier hatten wir über vier Meter Schnee, welcher jeden Tag weiter anwuchs. Gerade die Nordinsel wird als schneereich bezeichnet, was wir nur bestätigen können. In dieser Woche fuhren wir in verschiedenen Gebieten Rusutsu, Kiroro, nahe beim Vulkan Mt. Yotey und zum Abschluss in Sapporo Teine, mit Ausblick auf den Pazifischen Ozean.

Schweren Herzens flogen wir nach 13 Tagen von Sapporo nach Tokio und dann gleich weiter nach Frankfurt. Für alle Beteiligten war es ein unvergessliches Event das die Erwartungen bei weitem übertroffen hat. Japan ist wirklich ein Freerider-Eldorado!

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