Mit „Der verrückte Wald“ bringt das Theater Chamäleon ein buntes, wildes Stück auf die Bühne. 15 Kinder spielen, tanzen und stellen große Fragen – über Freundschaft, Schönheit und Zusammenhalt. Das Publikum im Kulturzentrum erlebt einen Nachmittag voller Tempo, Witz und überraschender Momente.
Foto: Gisela Albrecht
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Schon im Eingangsbereich wurde deutlich, wie viel Eigenarbeit in dem Projekt steckt. Fotos aus den Proben hingen an den Wänden. Daneben Zeichnungen der Kinder, die sich selbst in ihren Rollen zeigen. Und genau so stehen sie später auch auf der Bühne. Beim Theater Chamäleon bringen die Kinder ihre Ideen selbst ein – für Rollen und Kostüme. Aus diesen Vorschlägen entwickelt Regisseurin Katja Prochazkova-Körnle die Geschichte.
Ein bunter Wald voller Fragen
Das Bühnenbild hat sie selbst gestaltet: ein farbenfroher Wald, bevölkert von Kuscheltieren. In „Der verrückte Wald“ verhalten sich die Tiere wie Menschen und geraten in absurde Situationen.
Drei Waldfeen warnen vor Mikroplastik. Zwei Mäuse streiten sich um eine riesige Karotte. Der Clown Jonathan zweifelt an sich: „Ohne meine rote Nase findet mich niemand nett.“ Ein Schmetterling und ein Pfau feiern ihre Schönheit: „Wir machen die Welt bunt.“ Doch nicht alle sehen das so. Der Fuchs findet das Eichhörnchen nicht schön. Da stellt der Schmetterling eine einfache, große Frage: Was ist eigentlich schön und wer entscheidet das?
Verwirrung, Streit und neue Wege
Auch die Fledermäuse wollen ihr Leben ändern. Sie bleiben tagsüber wach und schlafen nachts. Der Fuchs ist traurig, weil er keine Freunde hat. Die Frage steht im Raum: Wie findet man überhaupt Freunde?
Zwischen den Szenen tanzen die Kinder immer wieder. Sie springen, drehen sich, bewegen sich zu bekannten Liedern. Ein Beispiel: „Steh auf, wenn du fällst“.
Ein Rätsel bringt alle zusammen
Nach der Pause tritt Räuber Adlerauge auf. Er hat einen seltsamen Gegenstand gefunden. Die Tiere diskutieren: Was ist das? Wem gehört es? Sollen sie es behalten? Als der Räuber ankündigt, den Gegenstand „zu googeln“, lacht das Publikum. Kurz darauf erstarrt er plötzlich und bleibt regungslos stehen.
Jetzt müssen alle zusammenarbeiten. Die Tiere rücken näher zusammen. Die Mäuse teilen ihre Karotte. Die Waldfeen kümmern sich um einen sauberen Wald. Die Fledermäuse merken, dass ihr neuer Rhythmus nicht passt. Und der Fuchs findet endlich Freunde. Sogar der Clown ist ohne seine rote Nase zufrieden und hilft dabei, den erstarrten Räuber von der Bühne zu tragen.
Ende mit klarer Botschaft
Am Ende klärt sich das Rätsel: Der Gegenstand ist ein Zauberstab, den eine Waldfee verloren hat. Mit ihm löst sie die Erstarrung des Räubers. Die Geschichte endet mit einer einfachen Botschaft: Gute Freunde sind füreinander da. Das Lied mit diesem Refrain bildet einen gelungenen Abschluss nach dem turbulenten Theaterspiel.
Abschied und Dank
Für Katja Prochazkova-Körnle ist es ein besonderes Jahr. Sie feiert ihr 15-jähriges Theaterjubiläum. Auch Anna Spitzmüller war von Anfang an dabei und unterstützte zuletzt die Tontechnik. Sie wurde verabschiedet. Zum Abschied tanzen beide gemeinsam wie früher auf der Bühne. Eine kleine Schauspielkarriere hat Frida Schwarz bei Chamäleon schon gemacht: Seit 5 Jahren spielt sie mit viel Freude beim Theater mit. Als Anerkennung erhielt sie ein Chamäleon als Halsband und viele lobende Worte von der Regisseurin Katja Prochazkova-Körnle. Zum Schluss traten alle Kinder noch einmal vor das Publikum, stellten sich vor und erhielten großen Applaus.
Darsteller „Der verrückte Wald“
Waldfee Vanessa: Vanessa Florin
Waldfee Marie: Cora Munz
Waldfee Ina: Klara Vitt
Clown Jonathan: Jonathan Baumann
Clownfreundin Annika: Marie Ben-Aissa
Räuber Adlerauge: Theo Vollmer
Maus Mausi: Lena Dundic
Maus Fipsi: Malea Haase
Eichhörnchen Lena: Flora Maier
Fuchsjunge Caramell: Jonas Decker
Fuchsjunge Henri: Benjamin Wurz
Schmetterling Lilli: Julie Lehmann
Pfau Nala: Sienna von Kopp-Ostrowski
Fledermaus Emi: Frida Schwarz
Fledermaus Lea: Alma Schwarz
Tontechnik: Anna Spitzmüller, Steffen Ben-Aissa





