Seit November 2025 ist die Dirigentenstelle beim Kirchenchor Oberharmersbach wieder besetzt. Mit Ulrike Neff aus Ohlsbach freut sich der Chor über eine versierte Chorleiterin und Kirchenmusikerin als neue musikalische Leitung.
Entsprechend gelöst war die Stimmung bei der Chorversammlung im Hotel Bären. Nach den Kanons „Singen tut man viel zu wenig“ und „Hab Sonne im Herzen“ eröffnete Vorstand Wolfgang Lehmann die Versammlung. Er begrüßte die Anwesenden und übergab das Wort an Präses Matthias Hoppe.
Dieser stellte fest: Chorgesang hat viel mit Spiritualität zu tun. Was beim gemeinsamen Singen geschieht, geht über das rein Musikalische hinaus. Körper, Geist und Seele kommen zusammen. Das gemeinsame Singen habe nicht nur eine horizontale Richtung – von Mensch zu Mensch –, sondern auch eine vertikale – von Mensch zu Gott. Geistliche Lieder in der Messe seien mehr als ein musikalischer Beitrag, sie würden zum Gebet. Sein Fazit: Der Kirchenchor ist eine Mischung aus Gebetsgruppe, Musikschule und Gesundheitsprogramm. Er dankte dem Chor und Dirigentin Ulrike Neff für ihr Engagement.
Neue Dirigentin setzt Impulse
Chorleiterin Ulrike Neff blickte auf die vergangenen Monate zurück. Zunächst als Aushilfsdirigentin, später als feste Leiterin traf sie auf motivierte Sängerinnen und Sänger und konnte bereits erste Projekte umsetzen. Dazu zählten der Franziskusgottesdienst, eine musikalische Weltreise im Pflegeheim St. Gallus sowie die Investitur der neuen Seelsorgeeinheit.
Es sei wichtig gewesen, diesen Neuanfang musikalisch mitzugestalten. Nun liege es an jedem Einzelnen, die Gemeinschaft mit Leben zu füllen. Aktuell probt der Chor für den Ostergottesdienst, unter anderem mit „Hallelujah, Amen“ von Händel aus „Judas Maccabaeus“. Für Pfingsten kündigte Neff ein kreatives Programm an.
Kooperationen bleiben bestehen
Auch für Fronleichnam werden gemeinsam mit dem Gesangverein neue Stücke einstudiert. Zu den Patrozinien in Zell und Oberharmersbach treten die Kirchenchöre beider Orte wieder als Chorgemeinschaft unter der Leitung von Wolfram Dreher auf. Allerheiligen steht im Zeichen von Rheinberger. Im Dezember ist ein Rorategottesdienst geplant, an Weihnachten eine Messe. Für Anfang 2027 plant Neff einen Gospelgottesdienst als offenes Chorprojekt.
Ihr Ziel sei es, die ganze Bandbreite der Kirchenmusik abzubilden – von Gregorianik über klassische Werke bis hin zur Popularmusik. Offenheit für Neues könne auch neue Sängerinnen und Sänger ansprechen. Vorstand Wolfgang Lehmann dankte ihr für ihre Arbeit und überreichte einen Vesperkorb.
Ehrungen für Engagement
Neun Chormitglieder wurden für ihren zuverlässigen Probenbesuch geehrt: Manfred Lehmann, Eugenia Lehmann, Christa Jilg, Martina Lehmann, Hubert Lehmann, Wolfgang Lehmann, Ulrich Bleier, Paula Haas und Hildegard Pfundstein. Sie erhielten ein Glas Honig als Anerkennung. Auch Agnes Serrer für ihren Einsatz als Aushilfsdirigentin und Christa Jilg als Notenwartin wurden gewürdigt.
Geselligkeit kommt nicht zu kurz
Schriftführerin Martina Lehmann berichtete von einem ereignisreichen Jahr. Der Chor wirkte bei zahlreichen kirchlichen Festen mit, darunter Maria Lichtmess, Ostern, Fronleichnam, Maria Himmelfahrt in Zuwald und Allerheiligen. Besonders in Erinnerung blieben der Franziskusgottesdienst und der gemeinsam mit der Stubenmusik gestaltete Weihnachtsgottesdienst.
Auch außerhalb der Kirche war der Chor aktiv, etwa bei der Kreuzsattelbewirtung, im Pflegeheim St. Gallus oder bei Veranstaltungen des Schwarzwaldvereins. Gesellige Anlässe wie Geburtstage und Ehejubiläen sowie der Vereinsausflug nach Salzburg rundeten das Jahr ab.
Solide Finanzen und Ehrungen
Kassiererin Melanie Gutmann berichtete von einer guten Kassenlage. Die Kassenprüfer bestätigten eine einwandfreie Führung, woraufhin die Vorstandschaft entlastet wurde.
Für langjährige Mitgliedschaft wurden mehrere Sängerinnen und Sänger geehrt: Christiane Lehmann (40 Jahre), Rosemarie Rothmann (50 Jahre) sowie Paula Haas, Peter Witschel und Rosemarie Hildebrand (jeweils 60 Jahre). Sie erhielten Urkunden des Diözesancäcilienverbandes sowie Präsente des Chores.
Dank und Ausblick
Bürgermeisterstellvertreter Klaus Lehmann dankte im Namen der Gemeinde für das Engagement des Chores. Monika Bleier würdigte im Namen des Gemeindeteams insbesondere die feierliche Gestaltung des Patroziniums und des goldenen Priesterjubiläums von Pater Marian.
Vorstandsmitglied Gertrud Huber sprach Wolfgang Lehmann im Namen des Chores Dank für seine Arbeit aus. Dieser bedankte sich abschließend bei allen Beteiligten für den harmonischen Verlauf der Versammlung. Beim gemeinsamen Essen klang der Abend aus.





