Lösung: Unser Bild wurde in den 1950-er Jahren aufgenommen, wohl ins »’s Gallisbure Wald« in Zuwald. Zu sehen sind die drei Brüder (v. l.) Jakob, Hubert (der spätere Hofbauer) und Ferdinand. Es sieht so aus, als hätten sie mit der ordentlichen Ladung Reisig ihr Tagwerk schon weitgehend hinter sich gebracht. Neben dem eisenbereiften Wagen diente damals auch noch der »Holzschlitten« (ganz links) als Transportmöglichkeit. Mit diesem vielseitig einsetzbaren Gerät wurde Brennholz gesammelt oder nach dem »Rüttibrennen« die als »Stangenruder« zusammengelegten Eichenstämme hangabwärts transportiert. In dem oft sehr steilen Gelände diente eine zu einem Ring zusammengelegte Kette als Bremse, die man bei Bedarf über eine der nach oben gebogene Kufen des Schlittens warf. Mitunter wurde auch Gras mit dem Schlitten transportiert. Reisig ist ein typisches Saisongeschäft, das alljährlich von Oktober bis Dezember seine Hochzeit erlebt. Zweige von der Nordmanns- oder Weißtanne sind jetzt vor allem gefragt als Zierreisig für Adventskränze oder Weihnachtsgestecke. Verwendung finden sie in der kalten Jahreszeit auch als Abdeckreisig. Der Vorteil der Reisiggewinnung vor Ort: das Grün ist frisch und spart Transportkosten, entspricht also durchaus nachhaltigem Wirtschaften. Ob und wie diese zeitaufwändige Arbeit auch in der weiteren Zukunft geleistet wird, bleibt abzuwarten.





