Lösung: Unser Bild zeigt die Wassertretstelle Ende der 1950-er Jahre im Jedensbachtal. Die Gemeinde Oberharmersbach schickte sich an, vor dem Hintergrund des »Wirtschaftswunders« an den durchaus erfolgreichen Tourismus der 1920-er und 1930-er Jahre anzuknüpfen. Wanderwege wurden hergerichtet und neu angelegt (die Bezeichnung »staubfreier Weg« rührt wohl daher, weil Fußgänger – einheimische wie fremde – in der Zeit vor dem Aufbringen von Teerbelägen dem durch die Fahrzeuge aufgewirbeltem Staub zu entgehen versuchten und nicht für Fahrzeuge geeignete Wege aufsuchten) und man errichtete auch eben »Wassertretstellen«, um dem Wanderer oder Feriengast eine kleine Erfrischung bieten zu können. Allseitig wurde dieses Angebot gerne angenommen, wie hier zu sehen ist.
Interessant ist auch das Auto rechts im Bild, eine in Lizenz von BMW gebaute »Isetta« (im Volksmund auch »Stopfkugel« genannt). Mit diesem Erfolgsmodell, das allerdings nicht an den »Käfer« herankommen konnte, aber wesentlich günstiger war und mit dem damaligen Führerschein »IV« gelenkt werden durfte, kamen die Münchner Autobauer wieder in finanziell ruhigeres Fahrwasser. 1962 lief die letzte »Isetta« vom Band.
In der besagten Wassertretstelle im Jedensbachtal gibt es allerdings schon lange nichts mehr zu treten, sie stand den ganzen Sommer über trocken, und das ist nicht unbedingt auf den Klimawandel zurückzuführen. Bisher hat es die Gemeinde jedenfalls nicht geschafft, die Zuleitung zu reparieren.





