Industriemechanikermeister Isenmann:

»Der Lokschuppen soll sinnvoll saniert werden«

Mit dem Beschluss des ­Gemeinderats vom Montag kann der Kaufvertrag zwischen der SWEG und dem Oberharmersbacher Dominik Isenmann nun rechtskräftig werden. Der Jungunternehmer, der seit April ein Gewerbe angemeldet hat, wird darin eine Kfz-Werkstatt errichten.

»Nach der Abstimmung in der nichtöffentlichen Sitzung habe ich nicht mehr damit gerechnet, doch noch Besitzer des Lokschuppens zu werden«, stellte Dominik Isenmann gestern auf Anfrage unserer Zeitung fest und erläuterte auch seine Pläne. Er wolle in der Halle einen Autohandel und eine Reparaturwerkstatt einrichten und sich vor allem auf Oldtimer spezialisieren. Aber auch Servicearbeiten an normalen Autos und an landwirtschaftlichen Geräten wolle er anbieten. Für Wartungsarbeiten werde er unter anderem eine Trockeneisstraße einrichten.

»Das Gebäude werde ich sinnvoll sanieren«, betonte der neue Besitzer und versprach, dass in den nächsten Jahren daraus wieder »ein Schmuckstück« werde. Die Holzkonstruktion und auch die Fenster des imposanten Fachwerkgebäudes wolle er von innen her aufdoppeln, so dass die Außenansicht erhalten bleibe. Hierfür sei er bereits mit Handwerkern im Gespräch und er werde sich auch mit dem Denkmalamt abstimmen. Auch um das Gebäude herum werde er zunächst für Ordnung sorgen und den geforderten Zaun zur Gleisanlage installieren.

Für seine Pläne sei der Lokschuppen geradezu ideal. Nur wenige Fußminuten von seinem Wohnort entfernt, könne er sich darin niederlassen. Er sei mit der Gemeinde Oberharmersbach in Verbindung gewesen und hätte sich durchaus vorstellen können, vom Kauf zurückzutreten, wenn ihm diese eine vergleichbare Gewerbefläche anbieten könnte. Für einen fünfstelligen Betrag habe das 1305 Quadratmeter große Areal seinen Besitzer gewechselt.

Er wolle auch das historisch Erbe nicht vergessen, stellte Dominik Isenmannn fest. So wolle er die Schmiede mit der Esse im Gebäude erhalten. Denkbar wäre für ihn, dass auch die alten Werkzeuge der Eisenbahner, unter anderem der Amboss, wieder in der Werkstatt untergebracht werden.

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