RehaZentren Baden-Württemberg kündigen die Schließung der Rehaklinik Klausenbach bis spätestens zum 31. Dezember 2026 an. Sie wollen mit der Verlagerung ins Glottertal und nach Baden-Baden neue Versorgungsstrukturen schaffen. Rund 90 Mitarbeitende sind von der Schließung betroffen.
Die RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH setzen die bereits 2018 beschlossene Beendigung des Betriebs der Rehaklinik Klausenbach planmäßig um (wir berichteten). Zuletzt habe man Alternativnutzungen für den Standort Klausenbach geprüft. Diese hätten sich aber als nicht tragfähig erwiesen, teilen die RehaZentren mit. Die Beendigung des Klinikbetriebs in Nordrach erfolge spätestens zum 31. Dezember 2026. Betroffen von der Schließung sind rund 90 Mitarbeitende.
Bürgermeister Carsten Erhardt spricht von einer „sehr, sehr traurigen Nachricht für Nordrach“. Mitarbeitende der Rehaklinik sehen die Entscheidung kritisch. Aus ihrer Sicht sei ein Klinikbetrieb in Klausenbach weiterhin denkbar.
Baumaßnahmen im Glottertal und in Baden-Baden
Mit dem erfolgreichen Baubeginn des Erweiterungs- und Ersatzbaus „Haus Rosskopf“ an der Rehaklinik Glotterbad (Glottertal bei Freiburg) werden die zentralen baulichen Voraussetzungen geschaffen, um die medizinischen Rehabilitationsleistungen an den Standorten Glotterbad und Höhenblick in Baden-Baden zu bündeln und auszubauen, teilen die RehaZentren mit.
Bereits 2018 fiel die Entscheidung, das rehabilitationsmedizinische Versorgungsangebot der RehaZentren Baden-Württemberg durch die Stilllegung der Rehaklinik Klausenbach und die damit verbundene Übernahme der freiwerdenden Bettenkapazitäten durch die Standorte Glotterbad und Höhenblick zukunftssicher und nachhaltig aufzustellen.
„Mit der Bündelung unserer Kompetenzen und Kapazitäten schaffen wir stabile und leistungsfähige Strukturen für die kommenden Jahrzehnte“, erläutert Dr. Constanze Schaal, Geschäftsführerin der RehaZentren Baden-Württemberg gGmbH. „Damit stellen wir sicher, dass wir den sich verändernden Marktanforderungen erfolgreich gerecht werden.“
Die medizinische Rehabilitation würde sich dynamisch weiterentwicklen: Neue interdisziplinäre Behandlungsansätze, die hohe Nachfrage in der Psychosomatik sowie die zunehmende Bedeutung ganztägig-ambulanter Rehabilitationsangebote erfordern spezialisierte und modern ausgestattete Standorte.
In der Rehaklinik Klausenbach seien diese Strukturen langfristig nicht in dem notwendigen Maß umsetzbar. In ihren Rehakliniken Glotterbad und Höhenblick sowie den weiteren Kliniken im Verbund könnten die RehaZentren Baden-Württemberg diese Entwicklungen umfassend abbilden und weiterentwickeln.
Fachkräftesicherung als weiterer Faktor
Ein weiterer wesentlicher Beweggrund für die Verlagerung sei die extrem angespannte Fachkräftesituation. Besonders in ländlichen Regionen wie Nordrach sei es schwierig, offene Stellen im medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Bereich dauerhaft mit qualifiziertem Personal zu besetzen.
„Eine stabile und hochwertige Patientenversorgung erfordert eine langfristig gesicherte Personalstruktur. Die anderen Standorte bieten hier gute und stabile Voraussetzungen“, so Dr. Schaal weiter.
Den kompletten Bericht finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.





