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Nordrach | 26.03.2025

Vortrag stößt auf großes Interesse

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Rund 60 Personen waren in den Saal des Bürgerhauses gekommen, um den Vortrag von Dr. Zürn zu hören. Foto: Herbert Vollmer
von Herbert Vollmer

Dr. Ingo Frithjof Zürn hat beim Nordracher Seniorennachmittag über die Volkskrankheit Arthrose informiert.

Foto: Herbert Vollmer
Dr. Zürn hielt einen sehr informativen Vortrag über die Volkskrankheit Arthrose.

Schon lange ist es her, dass ein Seniorennachmittag so gut besucht war. Rund 60 Seniorinnen und Senioren, auch aus umliegenden Gemeinden, kamen am Mittwochnachmittag ins Bürgerhaus und ließen sich von Dr. Ingo Frithjof Zürn darüber informieren, wie Arthrose entsteht und was man dagegen tun kann. Die Frauengemeinschaft sorgte wie gewohnt für das leibliche Wohl der Gäste. Zunächst gab es die obligatorische Kaffeerunde mit leckeren, selbst gebackenen Kuchen und Torten der Frauengemeinschaft.

Schmerzen als Symptom

Im Mittelpunkt des Nachmittags stand der Vortrag von Dr. Zürn. Die Arthrose ist eine strukturverändernde Erkrankung des Gelenkknorpels theoretisch sämtlicher Gelenke, also letztlich eine Degeneration und Entzündung im Bereich des gesamten Bewegungsapparats. In der Summe dominieren dabei vor allem die großen Gelenke des Körpers und hier zumeist die Kniegelenke, dann die Schulter noch vor der Hüfte. Arthrose entsteht durch den langsamen Abbau von Gelenkknorpel oder aber als Folge von Unfällen. Eine Arthrose äußert sich meistens durch Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.

Kosten im Milliardenbereich

Dr. Zürn machte zunächst das Ausmaß der Erkrankungen deutlich: Im Jahre 2019 waren in Deutschland 17,1 Prozent der Menschen von einer behandlungsbedürftigen Arthrose betroffen. Derzeit leiden mehr als acht Millionen Menschen in irgendeiner Form an Arthrose, wobei in dieser Zahl Hüft-, Schulter-, Sprunggelenk- und Fingergelenk-Arthrosen sowie die Arthrosen der Wirbelgelenke enthalten sind. Die demographische Entwicklung vergrößert diese Zahl von Jahr zu Jahr. Allein die Behandlungskosten einschließlich Therapie liegen im zweistelligen Milliardenbereich.

Knorpelaufbau nur über Injektion

Das Knorpelgewebe besitzt keine eigenen Blutgefäße. Ernährung und Entsorgung erfolgen über Diffusion in und aus der Gelenkflüssigkeit. Druck und Entlastung dienen zur Ver- und Entsorgung der Knorpel-Matrix. Die Therapie-Konsequenz: Alle wirklich effektiven arzneilichen Knorpelschutz- und Aufbaumaßnahmen können nur durch direkte Injektion hinein in die Gelenkflüssigkeit wirken!

Wenig Fleisch, viel Bewegung

Therapieformen der Schulmedizin sind Bewegung und Schmerzmittel. Kortison wirkt schnell, zerstört aber die noch vorhandene Knorpelmasse und verursacht zusätzliche Schäden. Danach stellte Dr. Zürn alternative Gelenk- und Wirbelsäulen-Therapieformen vor. Dazu zählen Bewegung ohne Belastung, Druckentlastung durch Einlagen oder druckentlastende Schuhe, Bandagen und Orthesen.

Besonderen Wert legt Dr. Zürn auf eine Ernährungstherapie zur Reduktion der Übersäuerung und Vermeidung nahrungsspezifischer Schädigung des Knorpelgewebes. Überwiegend vegetarisch-basische Kost führe, studienbelegt, zu weniger Erkrankungen, betonte er.

Sein Fazit: Zur Vorbeugung gehöre eine gesunde Ernährung mit möglichst wenig Schweinefleisch und viel Bewegung. Auch wer bereits unter Arthrose leidet, sollte das betroffene Gelenk nicht schonen. Alle Behandlungsansätze sollten ausgeschöpft werden, bevor eine operative Sanierung durchgeführt wird.

Stammzellen helfen

Dr. Zürn warf auch einen Blick in die medizinische Zukunft. Ganz neue therapeutische Möglichkeiten eröffnen sich durch den Einsatz körpereigener Stammzellen, die aus Fett- oder Knochenmarkszellen des Patienten gewonnen werden können. Ihre Infiltration wirkt schon kurze Zeit nach der Behandlung und führt zu einer deutlichen Besserung.

Dr. Zürn beantwortete im Anschluss an seinen Vortrag noch zahlreiche Fragen aus dem Publikum und erhielt zum Abschluss einen kräftigen Beifall für seinen lehrreichen und umfassenden Vortrag zum Thema Arthrose.

Bitte vormerken

Der nächste Seniorennachmittag findet am Mittwoch, 9. April, um 14 Uhr im Bürgerhaus Nordrach statt. Der Hansjakob-Kenner Alois Krafczyk aus Haslach wird über das Leben und Wirken von Heinrich Hansjakob berichten.

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