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Nordrach | 4.10.2019

Eine schneereiche Hüttenrunde durch das Herz des Rätikons

Bergwanderung an der Schesaplana ohne Wetterglück

Foto:
Bergwetter kann überraschen – vor allem, wenn man in der Höhe unterwegs ist. Bei der Drei-Tages-Wanderung des DAV Nordrach Anfang September kam der Schnee. Foto: Roman Haas
von Roman Haas

Anfang September machten sich die drei Jugendleiter des DAV Nordrach Monika Lang, Manuel Nepple und Roman Haas zusammen mit den acht Teilnehmern in den frühen Morgenstunden in Fahrgemeinschaften auf den Weg Richtung Österreich. Ziel war die kleine Gemeinde Brand bei Bludenz, von wo die dreitägige Tour beginnen sollte.

Wie erwartet begann der Aufstieg zur Mannheimer Hütte mit unterbrochenem Nieselregen und Temperaturen um die 10°C. Als die erste Hälfte der Tagesetappe erreicht war, konnte die verdiente Pause auf der Oberzalimhütte eingeläutet werden. Nun begann der anstrengendere Teil, der die Bergwanderer von ihrem Tagesziel trennte. Der Aufstieg über den Leibersteig wurde steiler und erste Schneeflocken ersetzten den Regen. Zur Ernüchterung aller wurde die Sicht aufgrund des zunehmenden Nebels schlechter und die Tourenführer mussten den Weg durch den schneebedeckten Pfad bahnen. Bei der Gruppe machte sich Erleichterung breit, als sie bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt auf der Mannheimer Hütte (2.769 m) ankam. Durch die schwierigen Witterungsverhältnisse hatte der Aufstieg mehr Kraft gekostet als zuvor angenommen. Nach dem leckeren deftigen Essen von den Hüttenwirten war davon jedoch nichts mehr zu spüren. Nach einem geselligen Hüttenabend begaben sich die ersten müden Gesichter ins Bettenlager, das genug Platz für alle Wanderer bot. Der zweite Tag begann mit einem nahrhaften Frühstücksbuffet. Über Nacht hatte es weitergeschneit und die Spuren der gestrigen Ankunft verblassen lassen. Die sonst so bildhübsche Schesaplana (2.965 m) war nach wie vor durch Nebel und Schneefall verdeckt. Da durch den Wetterbericht keine Besserung anzunehmen war, machte sich die Gruppe auf den Weg über den Brandner Gletscher in Richtung der Schweizer Grenze. Mit Stahlseilen gesichert ging es am Südwandsteig der Schesaplana entlang, über die Totalphütte und hinunter zum Lünersee. Auf der Douglasshütte (1.979 m) wurde die mittägliche Rast eingelegt. Am frühen Nachmittag bahnten sich die ers­ten Sonnenstrahlen durch die dichte Wolkendecke und machten den Blick auf die umliegenden Gipfel wieder frei. Nach der Pause führte die Wanderung über den Saulajochsteig (2.060 m) zum Tagesziel, der Heinrich-Hueter-Hütte. Auf den geplanten Saulakopf-Klettersteig musste die Gruppe aufgrund der ungünstigen Wetterlage in dieser Höhenlage leider verzichten. Auf der Hütte hielt das gute Wetter an und schürte die Hoffnung auf einen wärmeren letzten Wandertag mit guter Sicht. Die Wandergruppe läutete den zweiten Abend in einer warmen Hüttenstube mit schmackhaftem Essen ein. Die Hoffnungen auf gutes Wetter verflogen schnell nach den ersten Fensterblicken am frühen Sonntagmorgen. Hier zeigte sich eine dichte Nebelwand mit sinkender Schneefallgrenze, weshalb die geplante Wanderroute über das Zimbajoch und der Sarotlahütte abgeändert werden musste. Stattdessen führten die Tourenleiter die Gruppe über die Lünerkrinne sicher durch den Schnee zurück zur Douglasshütte. Dort brachte die Lünerseebahn einen Teil der Gruppe ins Tal. Die restlichen Wanderer wollten nicht auf die etwa 400 Höhenmeter verzichten und nahmen den Pfad an der Bergwand entlang zur Talstation. Von dort aus brachte ein Bus die erschöpften Bergwanderer wieder zum Ausgangspunkt in Brand, wo sie die Heimreise antraten. Bei einem letzten Zwischenstopp in Friedrichshafen wurde neben einem gemeinsamen Essen über die Erlebnisse der Tour gesprochen, die trotz des ungünstigen Wetters ein voller Erfolg war.

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