Bei einer Sammelaktion der Volksbank Lahr sind in diesem Winter 3,8 Tonnen haltbare Lebensmittel zusammengekommen. Die Spenden gehen an die Tafeln in Lahr und Herbolzheim. Sie treffen dort einen wachsenden Bedarf.
Palettenweise Nudeln und Reis stapelten sich am Donnerstag bei der Übergabe an die Tafeln in Lahr und Herbolzheim. Insgesamt 3,8 Tonnen haltbare Lebensmittel hat die Volksbank Lahr eG bei ihrer diesjährigen Nudelsammelaktion zusammengetragen. Damit erreichte die Aktion nicht nur ein besonders gutes Ergebnis, sondern auch eine ungewöhnlich breite Beteiligung aus der Region.
Nach Angaben der Bank beteiligten sich unter anderem 62 Schulen und Kindertagesstätten, zahlreiche Kundinnen und Kunden sowie viele Mitarbeitende. Vorstandsvorsitzender Peter Rottenecker sprach von einer „sehr starken Gemeinschaftsleistung“, die ohne die enge Zusammenarbeit vor Ort nicht möglich gewesen wäre. Auch die Teigwarenfabrik Armbruster unterstützte die Aktion erneut mit einer größeren Spende.
Haltbare Lebensmittel besonders gefragt
Bei den Tafelteams stieß die Lieferung auf große Erleichterung. Ingrid Schatz, Leiterin der Tafel Lahr, und Christoph Bilic von der Tafel Herbolzheim betonten, wie wichtig Nudeln und Reis derzeit sind. In den vergangenen Wochen sei vergleichsweise wenig frische Ware eingegangen. Haltbare Produkte würden deshalb gezielt zurückgelegt, um Engpässe ausgleichen zu können.
Gerade in Zeiten steigender Lebensmittelpreise wachse der Druck auf viele Haushalte. „Am Monatsende reicht das Geld oft nicht mehr für den Einkauf“, heißt es aus den Tafeln. In Lahr versorgen rund 130 Ehrenamtliche etwa 3.000 Menschen mit günstigen Lebensmitteln, mehr als ein Drittel davon Rentnerinnen und Rentner. In Herbolzheim kümmern sich rund 70 Helferinnen und Helfer um etwa 1.000 Bedürftige.
Engagement soll fortgesetzt werden
Ein wichtiges Signal für beide Einrichtungen ist die Zusage der Volksbank, die Sammelaktion auch im kommenden Winter fortzuführen. Das schaffe Planungssicherheit, sagte Christoph Bilic. Neben der Versorgung mit Lebensmitteln sei die Tafelarbeit auch ein Ort der Begegnung.
Anerkennung für Schulen und Kitas
Für ihr besonderes Engagement zeichnete die Volksbank mehrere Schulen und Kindergärten aus. Sie erhalten jeweils eine Geldspende von 250 Euro, etwa für besonders hohe Sammelmengen oder ein gutes Verhältnis von Spenden pro Kind oder Klasse. Die Bank würdigte damit den Einsatz der Einrichtungen, die mit kreativen Ideen viele Kinder und Familien zum Mitmachen motivierten.
Aus dem Verbreitungsgebiet der „Schwarzwälder Post“ ausgezeichnet wurden die Kita Fliegerkiste und der Katholische Kindergarten St. Barbara (beide Biberach). Teilgenommen haben darüber hinaus aus Zell a. H. das SBBZ, das Bildungszentrum Ritter von Buss, die Unterharmersbacher Grundschule, der Kindergarten Wirbelwind und der Kindergarten Villa Regenbogen sowie aus Biberach die Grundschule und der Kindergarten St. Barbara.





