Neben Rückblick und Ehrungen steht vor allem der geplante Neubau eines Vereinsheims im Fokus der Generalversammlung des Imkervereins Biberach-Prinzbach-Unterentersbach.
Im Gasthof Linde fand am 21. März 2026 die Generalversammlung des Imkervereins Biberach-Prinzbach-Unterentersbach statt. Vorsitzender Ralf Eble eröffnete die Sitzung, die Rückblicke und wichtige Zukunftsthemen umfasste.
Im Tätigkeitsbericht wurde deutlich, dass das Jahr 2025 von großem Engagement geprägt war. Aufgrund des zerstörten Vereinsheims fanden die monatlichen Stammtische privat statt, jeweils bei wechselnden Mitgliedern. Der Verein beteiligte sich mit einem Infostand am Biberacher Ostermarkt und organisierte einen Ausflug zur Berufsimkerei Cum Natura in Bühl. Die Besichtigung bot Einblicke in die Verarbeitung von Propolis und stärkte den Gemeinschaftssinn.
Hunderte Kilo Honig
Der Verein zählt aktuell 39 Mitglieder. Neue Mitglieder konnten im vergangenen Jahr nicht gewonnen werden, dennoch zeigt sich die Vorstandschaft optimistisch und hofft auf Zuwachs.
Ein erfolgreiches Honigjahr vermeldete der Vereinswart: Mit 17 Bienenvölkern gestartet, wurden rund 11 Zentner Honig geerntet. Gleichzeitig stellt die Asiatische Hornisse eine zunehmende Herausforderung dar.
Nach der Winterbehandlung geht der Verein derzeit mit 13 Wirtschaftsvölkern ins neue Jahr.
Der Kassierer berichtete von einer soliden Finanzlage, die von den Kassenprüfern bestätigt wurde. Sowohl er als auch die gesamte Vorstandschaft wurden einstimmig entlastet.
Weitere Beisitzer ergänzen Vorstand
Bei den anschließenden Wahlen wurde der Vorstand mit einer Änderung erneut einstimmig bestätigt. Raimund Fritsch gab nach 30 Jahren das Amt des Kassierers ab. Sein besonderes Engagement wurde dabei ausdrücklich gewürdigt. Sein Nachfolger ist Ralf Ludwig, der bisher als Kassenprüfer tätig war. Mit Blick auf den geplanten Neubau kommt dem Amt des Kassierers künftig eine besondere Bedeutung zu. Zudem soll die Vorstandschaft durch zwei weitere Beisitzer ergänzt werden. Christoph Bischler bringt sich als Experte für die Asiatische Hornisse ein, Raimund Fritsch bleibt dem Gremium als Beisitzer erhalten.
Ehrungen für Treue zum Verein
Für ihre langjährige Treue wurden Alfred Rehm für 40 Jahre und Gerhard Schöner für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Rehm übernahm nach dem Tod des langjährigen Vorsitzenden Cölestin Lehmann vorübergehend dessen Aufgaben und war später viele Jahre als Beisitzer tätig. Schöner engagierte sich lange als Kassenprüfer.
Neuigkeiten aus der Imkerei
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf aktuellen Entwicklungen in der Imkerei. Ralf Eble informierte über neue Erkenntnisse zur Verbreitung der Varroa-Milbe. Positiv bewertete er das Verdampfen von Oxalsäure als wirksame und zugelassene Methode zur Winterbehandlung. Zudem ging er auf rechtliche Änderungen ein, etwa beim Datenaustausch mit der Tierseuchenkasse.
Vereinsheim auf Stelzen
Ausführlich berichtete der zweite Vorsitzende Christian Heizmann über den Stand des geplanten Vereinsheims. Nach Förderzusage und abgeschlossenen Planungen steht der Baubeginn bevor. Erste Arbeiten sollen zeitnah auf dem von der Gemeinde gepachteten Grundstück beginnen. Geplant ist ein funktionales Gebäude in Holzbauweise. Aufgrund der Hochwassergefahr wird es auf Stelzen errichtet. Eine Rampe und breite Türen sorgen für Barrierefreiheit. Dank der LEADER-Förderung ist das Projekt finanziell umsetzbar, viele Arbeiten sollen jedoch in Eigenleistung erfolgen. Der Verein würdigte besonders den Einsatz von Christian Heizmann, der zahlreiche Gespräche mit Behörden, Planern und Handwerkern geführt hat.
Hornissen-Ortung per GPS
Ein aktuelles Thema bleibt die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse (Velutina). Mit Christoph Bischler verfügt der Verein über einen geschulten Nestentferner, der künftig Unterstützung erhalten soll. Zur Ortung von Nestern kommen zunehmend moderne Methoden wie GPS-Transponder zum Einsatz. Eine entsprechende Spende erhielt der Verein von Martina Neumaier (Prowin, Martinas Bienengarten) sowie Prowin ProNature/Beemobil. Das Gerät wurde bereits eingesetzt und soll die Bekämpfung erleichtern. Dennoch bleibt die Suche nach Nestern schwierig. Die Bevölkerung wird gebeten, Sichtungen an die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg zu melden.





