Bei fünf Grad beginnt das große Krabbeln

Die Krötenwanderung hat begonnen. Seit letztem Donnerstag steht in Biberach wieder der Amphibienschutzzaun zwischen dem Asphaltmischwerk Swietelsky und der Zufahrt zum Emmersbach.

 

Die Gemeinschaftsaktion zwischen dem Bauhof Biberach, dem NABU Mittleres Kinzigtal und einer Gruppe örtlicher Amphibienretterinnen und Amphibienretter findet bereits das vierte Jahr in Folge statt. „Bei der Maßnahme wird ganz unkompliziert Hand in Hand gearbeitet, das gibt es in dieser Art sehr selten!“, so der NABU Mittleres Kinzigtal.

Gemeinsam haben am Donnerstagmorgen Gemeindemitarbeiter und Mitglieder des NABU den Krötenzaun aufgestellt. Karl Isenmann vom Bauhof ist inzwischen Profi, weiß genau, welche Materialien und Werkzeuge gebraucht werden. In nur zwei Stunden gruben die Helfer die Kontrolleimer ein, klopften Haltepfosten in den Boden, hängten den Zaun ein und beschwerten den umgeklappten Zaunstreifen mit Sand. Anschließend wurden die Eimer nummeriert, damit nachvollzogen werden kann, wo welche Tiere wandern beziehungsweise ob in Teilbereichen keine Wanderung stattfindet.

Sobald der Zaun steht, übernehmen die Naturschützer aus Prinzbach und Biberach. Ein engagiertes Team aus Familien und Einzelpersonen kontrolliert abends und morgens über mehrere Wochen den Zaun. Die nachts in die Eimer gefallenen Tiere werden zu einem nahen Tümpel fernab des Verkehrs gebracht und dort freigelassen.

Am Abend des Zaunbaus begann prompt die Amphibienwanderung. Als magische Grenze gelten hier etwa 5 Grad Celsius. Ist es kälter, unterbrechen die Tiere ihre Wanderung und warten auf wärmere Temperaturen. Ergebnis der ersten Kontrollgänge: einige Erdkröten und Dutzende kleiner, zarter Bergmolche.

Dabei sein

Wer sich bei den Kontrollgängen einbringen möchte, kann sich gerne bei Pamela Schilli (pam.heitzmann@web.de) melden.

Der NABU Mittleres Kinzigtal bietet zudem zwei Amphibienwanderungen für Familien an: am Freitag, 27. Februar um 20 Uhr in Biberach und am Freitag, 6. März 2026 um 20 Uhr in Steinach. Weitere Infos unter www.nabu-mittleres-kinzigtal.de.

Schreiben Sie einen Kommentar