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Biberach | 6.05.2020

Nachwuchs bei den lautlosen Jägern

Zwei Uhu-Jungvögel in Biberach, drei in Schönberg beringt – Die größte europäische Eulenart war fast ausgerottet

Foto:
Bis der kleine Uhu das Nest verlässt, dauert es noch einige Wochen. Bis dahin ist er in der Felsnische sicher aufgehoben. Foto: Tim Büdel
von Schwarzwälder Post und Susanne Vollrath

Gestern Nachmittag wurden die jungen Uhus in Biberach und in Schönberg beringt. Diese Aufgabe übernahm, wie jedes Jahr, Jürgen Bergmann, NABU-Mitglied und Bergsteiger aus Berghaupten.

Foto: Helmut Krannich
Der kleine Uhu wehrt sich nach Kräften, doch Jürgen Bergmann verwirklicht das Vorhaben, den Vogel zu beringen.
Foto: Helmut Krannich
Noch etwas schüchtern, wenn auch interessiert, beobachtet der Jungvogel das menschliche Treiben im Zuge der Beringung. Das Alttier bleibt schon völlig cool.
Bis zu 1,8 Metern Spannweite kann ein ausgewachsener Uhu haben. Er zählt zu den größten Greifvögeln und ist ein lautloser Jäger.

In Biberach waren zwei Jungvögel zu beringen, in Schönberg drei. Die Jungvögel waren schon ganz schön groß und wehrten sich nach Kräften. Deshalb war die Aufgabe für Jürgen Bergmann nicht ganz einfach. Er löste sie jedoch mit Bravour. Unterstützt wurde er von seiner Frau Bergit, die ihn beim Abseilen sicherte. Helmut Krannich und der junge Naturfotograf Tim Büdel haben die Uhus vor die Linse bekommen und faszinierende Bilder von den geschätzten Tieren gemacht.

Lautloser Jäger

Mit seiner Körpergröße von rund 70 Zentimetern und seiner Spannweite von bis zu 180 Zentimetern, der massigen Gestalt und dem dicken Kopf ist der Uhu (wissenschaftlich: Bubo bubo) unverwechselbar. Mit seinem in hellen und dunk­len Brauntönen gemusterten Gefieder ist er bestens getarnt. Die größte europäische Eule war fast ausgerottet, kommt aber dank gezielter Artenschutzprogramme wieder bundesweit vor, ist beim Nabu zu lesen. Entwarnung gibt es jedoch nicht: Der Uhu bleibt besonders schutzbedürftig. Als sogenannter Offenland-Jäger benötigt er offene, abwechslungsreich gegliederte Kulturlandschaften als Lebensraum. In ausgedehnten Waldgebieten oder Agrarsteppen fühlt er sich nicht wohl. Große Ansprüche an die Nahrung stellt der Uhu nicht. Er jagt Mäuse, Ratten und Igel, Kaninchen und Hasen, aber auch andere Vögel. Auch Fische und Frösche landen in seinem Magen. Der dämmerungs- und nachtaktive Greifvogel verbringt den Tag in einer Felsnische oder in dicht belaubten Baumkronen. Erst in der Dämmerung geht er auf Nahrungssuche. Aufgrund des besonderen Aufbaus ihres Gefieders können Uhus geräuschlos fliegen und ihre Beute ohne Vorwarnung schlagen.

Zum Brüten zieht er sich am liebsten an Felsen zurück, wo nach 34 Tagen die Jungvögel schlüpfen. In seltenen Fällen können es bis zu fünf in einem Nest sein. In der Regel sind es jedoch nicht mehr als drei. Mit zehn Wochen sind sie flugfähig. Versorgt werden sie von den Elterntieren bis in den August hinein. Während der Brut versorgt das Männchen das Weibchen.

Mit der Beringung der Uhus in Biberach und Schönberg ist eine gute Nachricht verbunden: Die Vogelart gilt als äußerst standorttreu. Jungvögel verlassen zwar das Nest, siedeln sich dann aber meistens in einer Entfernung von nur bis zu 80 Kilometern an. Sie binden sich lebenslang an ihren Partner.

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Schlagworte:
Naturfotograf Helmut Krannich

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