„Sangria statt Baldrian“

Nordracher Frauenfasent verwandelt Partyhaus in den „Megapark“.

Wenn im Partyhaus Spitzmüller die Korken knallen und kein Auge trocken bleibt, dann ist wieder Frauenfasent! Unter dem diesjährigen Motto „Sangria statt Baldrian – die alde Wieber laden ein zum Ballermann“ feierten die Nordracher Frauen am vergangenen Freitag eine Fastnachtsparty, die der Sonneninsel Mallorca in Sachen Ekstase in nichts nachstand. Dank eines beim Zunftabend prall gefüllten PayPal-Spendenkontos landeten die „Alde Wieber“ punktgenau und bestens ausgestattet in Palma de Nordrach.

Bauchladen-Check und Aperol-Alarm und Bikini-Flair

Den roten Faden des Abends hielt Moderator „Helmut“ fest in der Hand. In bester Manier der fliegenden Händler an der Playa de Palma pries er aus seinem Bauchladen alles an, was das Frauenherz begehrt: von glitzernden Sonnenbrillen bis hin zu Slipeinlagen – wahlweise aus chinesischer Produktion oder „liebevoller“ Kinderarbeit. Sein unschlagbares Verkaufsargument: „Heute billig, morgen teuer!“

Richtig orange wurde es beim „A-Team“. Die „Junggebliebenen Wieber“ bewiesen, dass das „A“ für absolut attraktiv steht. Mit leuchtenden Perücken und einer mobilen Aperol-Bar tanzten sie sich durch die Reihen und brachten den Saal auf Betriebstemperatur.

Da die „Schnatterlärchen“ kurzfristig ihren Flug verpasst hatten, sprangen die „Alde Wieber“ erneut in die Bresche und präsentierten den „minniwinni Nordracher-Malle-Bikini“. Ein heißer Tipp für alle Modebewussten: Das Schnittmuster gibt es ab sofort exklusiv bei Neuanmeldung bei den Landfrauen!

Tinder-Glück und Tiefkühl-Dill

Modern wurde es bei den „Stehtisch Wieber“. Sie begleiteten eine Neu-Nordracherin bei ihrer digitalen Suche nach dem Traummann. Auf einem riesigen Handy-Display flimmerten die Nordracher Single-Männer vorbei. Die Ansprüche waren klar: groß, sportlich, kultiviert. Doch ob zu klein, zu forsch oder zu trinkfest – erst nach einer harten Selektion gab es auf der Bühne das ersehnte Happy End.

Für den nötigen Glanz sorgten die „Raumkosmetikerinnen“. Mit ihrem Klassiker „Ist das ein Sauladen hier“ brachten sie Ordnung und jede Menge Dorfklatsch in den Saal. Bei einigen Runden Eierlikör wurden die besten Anekdoten des Jahres serviert: vom Backseminar-Chaos bis zum verschollenen Sparmarkt-Schlüssel, der nach intensivster Suche schlussendlich festgefroren in der Tiefkühltruhe auftauchte. Besonders die Frage eines Kunden nach „Dill“ sorgte im Rückblick für kollektives Schmunzeln.

Wellness-Frust und Stubenmusik-Lust

Dass Wellness nicht immer erholsam ist, bewies die Szene im „Templo de Aqua“. Ein Ehepaar stritt sich durch den Spa-Bereich – ihr war es zu nass, zu voll und er hatte die falschen Sprüche parat. Deutlich harmonischer ging es bei der „Stubenmusik“ zu. Mit ihrem mitreißenden Song „Was geht das uns an“ und tollen Kostümen hatten sie das Publikum sofort auf ihrer Seite und animierten zum lautstarken Mitsingen.

Einen besonderen Akzent setzte „Vroni“, die extra aus Lauf angereist war. In ihrem Gedicht über die strategische Plünderung eines kalt-warmen Buffets gab sie wertvolle Tipps, wie man auch Tage später noch von einer Einladung zehren kann – die Lachmuskeln der Gäste wurden hierbei aufs Äußerste strapaziert.

Finale im Konfettiregen

Den krönenden Abschluss bildete der Schlusstanz des „Alte Wieber Teams“, der fließend in eine gigantische Polonaise überging. DJ Lukas Lehmann übernahm das Zepter und sorgte dafür, dass die Tanzfläche bis in die frühen Morgenstunden bebte. Nordrach hat bewiesen: Wer braucht schon Mallorca, wenn man die „Alde Wieber“ im Spitzmüller hat?

Mitwirkende der Frauenfasent

Alte Wieber: Bianca Repple, Nicole Ficht, Domenika Huber, Heidi Kern, Katharina Vollmer, Annalena und Maria Schwarz, Margarte Vollmer, Agnes Walter.

Helmut: Simone Zimmerer.

Junggebliebene Wieber vom A-Team: Andrea Bächle, Roswitha Feger, Martha Hoferer, Martina Leber, Anita Schwarz, Silvia Vetter.

Stehtisch-Wieber: Silvia Feger, Kathrin Götze, Christine Rosenberger, Katharina Spitzmüller, Julia Vollmer, René Rosenberger.

Raumkosmetikerinnen: Nicole Ficht, Maria Schwar, Margarete Vollmer, Agnes Walter.

Vroni: Veronika Hörth.

Templo del Aqua: Agnes Walter, Maria Schwarz (Ehepaar), Domenika Huber, Heidi Kern, Bianca Repple.

Stubenmusik: Luitgard Bieser, Antonia Haas, Susanne Hansmann, Martina Pfundstein.

 

 

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