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Biberach | 19.03.2018

Ein Leben für die Gastlichkeit und das Miteinander:

Trauer um Kreuzwirt Karl Herrmann

von Schwarzwälder Post

Karl Herrmann ist am vergangenen Samstag für immer eingeschlafen. Der »Krizwirt-Karle« wurde 88 Jahre alt und konnte auf ein erfülltes Leben zurückblicken.

Er war ein Biberacher Urgestein, immer fröhlich und gut gelaunt und allseits beliebt. »Ich könnte ein Buch über all die vielen Erlebnisse schreiben, was im Dorf und Tal auf, Tal ab alles geschehen ist«, erzählte er im Jahr 2003 anlässlich eines Interviews mit der »Schwarzwälder Post« zur goldenen Hochzeit. Da ist er längst schon selbst ein Stück Talgeschichte gewesen.

Karl Herrmann wurde am 18. August 1929 als jüngstes von drei Kindern des Emmersbacher Landwirts Karl Herrmann und seiner Frau Anna, geborene Rothmann, geboren. Neben der Landwirtschaft mit Viehhandel bildete eine kleine Schankwirtschaft eine zweite Einnahmequelle für die Familie. Seine Kindheit war durch Kriegserlebnisse und den frühen Verlust seines Vaters geprägt, welcher ihn schon jung in die Mitverantwortung für die Familie nahm.

Am 20. Januar 1953 schloss Karl Herrmann mit seiner Frau Hilda, geborene Spothelfer, den Bund fürs Leben. Noch im gleichen Monat übernahm das junge Ehepaar das Gasthaus Kreuz von Mutter Anna und ging mit viel Tatendrang an die Arbeit. Neben der Land- und Forstwirtschaft und Schnapsbrennerei steckte Karl Herrmann all seine Energie in das Wirtshaus. Das 300 Jahre alte Haus wurde 1956/1957 abgerissen, ein neues erbaut, 1968 durch Bundeskegelbahnen eweitert und nach und nach durch Gästezimmer ergänzt. Die Zeit des Aufbaus war von viel Arbeit geprägt. Seine Frau Hilda bereitete als Köchin das Essen zu, Karl stand bis zu seinem Ruhestand 44 Jahre lang hinter der Theke. Die ersten Jahren kannten weder Ferien noch Ruhetage. So wurde aus der kleinen Schankstube ein stolzes Schwarzwälder Gasthaus mit heute über 100 Sitzplätzen.

Karl Herrmann war nicht nur Wirt, sondern auch ein guter Freund und Gesellschafter. Großzügig und freundlich wie er war, war er in der ganzen Region sehr geschätzt. Einen Wohnsitz- oder Mittellosen ohne Essen oder Trinken weiterzuschicken, kam für ihn nicht in Frage.

Fünf Mal durfte er die Freude eines frisch gebackenen Vaters erleben. Mit Anna, Hildegard, Ludwig, Christine und Karl erblickten drei Töchter und zwei Söhne das Licht der Welt. Über die Geburt von zehn Enkelkindern durfte er sich ebenfalls freuen. Als seine älteste Tochter Anna 1998 mit ihrem Mann Graham Smithson das Gasthaus übernahm, hatte der »Kreuzwirt« im Ruhestand mehr Zeit für seine Hobbys, insbesondere für die Pflege seiner sozialen Kontakte, für die Spitzmühle und das Bulldogfahren. Dabei nahm er häufig seine Kinder und Enkel sowie seinen Schäferhund mit und grüßte alle Vorbeifahrenden und Passanten. Er galt als Biberacher Original. In seiner Jugend war er begeisterter Fußballer, später Kegler. Er war Gründungsmitglied und Ehrenvorsitzender des Sportkegelclubs Biberach und Fördermitglied in verschiedenen Vereinen und Organisationen, wie zum Beispiel dem Turnverein und dem historischen Verein.

Als sich altersbedingte Erkrankungen einstellten, wurde Karl Herrmann mit Unterstützung der Sozialstation St. Raphael zu Hause von seiner Familie gepflegt. Sein letztes Lebensjahr verbrachte er im Seniorenzentrum St. Gallus. Der besondere Dank der Familie gilt dem Pflegepersonal des Wohnbereichs 2 und seiner Schwester Luise und deren Tochter Bärbel, die sich ebenfalls liebevoll um ihn kümmerten. Am 20. Januar diesen Jahres durfte Karl Herrmann die Eiserne Hochzeit mit seiner Frau Hilda feiern.
Den Angehörigen gilt die herzliche Anteilnahme.

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