Ein Zuhause fernab der Heimat

Eine Stammtischrunde aus Schwerte ist seit zehn Jahren treu verbunden mit Nordrach.

 

In Nordrach fühlt sich eine Stammtischrunde aus Schwerte längst nicht mehr wie im Urlaub, sondern wie zu Hause. Diese besondere Verbundenheit wurde nun bei einer Gästeehrung auf dem Hermehansenhof von Familie Spitzmüller gewürdigt.

Eine Kinderwiege macht den Anfang

Alles begann vor rund 30 Jahren, als Ingo Brösig, der Initiator der Reisegruppe, eine Kinderwiege von einem Nordracher anfertigen ließ. Seitdem zieht es ihn und seine Freunde immer wieder in das Harmersbachtal. Über die Jahre wurden sie zu treuen Gästen und guten Botschaftern der Region.

Immer am Vatertag

Einen besonderen Anlass für die Ehrung gab es in diesem Jahr: Vor zehn Jahren ermöglichte Gertrud Spitzmüller der Gruppe eine spontane Übernachtung in ihrem kurz zuvor fertiggestellten Ferienhaus auf dem Hermehansenhof. Was als einmalige Geste begann, wurde zur festen Tradition. Seitdem verbringt die Herrenrunde um Ingo Brösig regelmäßig das verlängerte Vatertagswochenende in Nordrach. Nur in diesem Jahr wurde der Aufenthalt auf Fronleichnam verschoben. Zum festen Bestandteil gehört inzwischen auch ein Fass Bier samt Durchlaufkühler von Getränke Lehmann.

Aus Gästen wurden Freunde

„Man fährt nicht in den Urlaub, sondern nach Zuhause“, brachte Ingo Brösig die Gefühle der Gruppe auf den Punkt. Mit einem Schmunzeln ergänzte er: „Die Kinder möchten lieber zur Gertrud als an die See.“ Selbst nachts stehe ihre Gastgeberin noch in der Küche und koche Quittengelee, um Herzenswünsche der Familie zu erfüllen.

Die Stammtischmitglieder reisen inzwischen oft mit ihren Kindern an und empfehlen Nordrach sowie das Ferienhaus begeistert weiter. In all den Jahren entstanden neue Kontakte und Freundschaften. „Alle Menschen hier sind so offen und herzlich. Man versteht sich – solange man das Dialektverständnis hat“, bemerkte ein Gast lachend.

Mit einem Augenzwinkern blickten die Freunde auch auf ihre gemeinsamen Wanderungen zurück. Die Touren seien inzwischen etwas kürzer geworden, die Einkehrzeiten dafür länger. Gleichzeitig zeigten sie sich beeindruckt davon, wie lebendig und dynamisch sich Nordrach in den vergangenen Jahren entwickelt habe.

Dank für die Gastgeber

Bürgermeister Carsten Erhardt dankte Familie Spitzmüller für ihr Engagement und die Einladung zur Gästeehrung. „Sie sind als Gastgeber wahre Botschafter für Nordrach“, betonte er. Als Zeichen der Wertschätzung überreichte er den Gästen Urkunden für ihren mittlerweile zehnten Aufenthalt in Nordrach sowie Nordrach-Gutscheine.

Beim anschließenden Vesper wurde noch lange erzählt und gelacht. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass aus einer Urlaubsbekanntschaft längst eine Freundschaft geworden ist, die Menschen über viele Kilometer hinweg verbindet.

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