Wie sieht moderne onkologische Rehabilitation aus? Dieser Frage gingen rund 40 Mitglieder der Frauenselbsthilfe Krebs e. V. bei einem Besuch der Winkelwaldklinik Nordrach nach.
Die Frauenselbsthilfe ist eine bundesweit aktive, gemeinnützige Organisation, die vor mehr als 50 Jahren aus einer Fraueninitiative entstanden ist. Mit ihrem großen Erfahrungsschatz begleitet sie Menschen mit Krebserkrankungen – insbesondere bei Brustkrebs und gynäkologischen Krebserkrankungen – sowie deren Angehörige. Die Mitglieder engagieren sich dabei ehrenamtlich und uneigennützig.
Besuch aus dem Pfälzerwald
Auf Initiative der Frauenselbsthilfegruppe Dahn, einer der größten und aktivsten Gruppen im Pfälzerwald, entstand gemeinsam mit weiteren Selbsthilfegruppen aus der Pfalz, der Vorderpfalz und Karlsruhe die Idee, die Winkelwaldklinik Nordrach zu besuchen. Die Gruppe Dahn wird seit mehr als 20 Jahren von Dr. Martin Holländer begleitet. Insgesamt konnte die Klinik rund 40 Betroffene begrüßen. Organisiert wurde der Besuch maßgeblich von Andrea Gnirß, Leiterin der Gruppe Dahn, gemeinsam mit Ulrike Daum von der Gruppe Wörth am Rhein sowie Silvia Probst von der Gruppe Karlsruhe.
Vortrag über Rehabilitation
Nach der Begrüßung durch Chefarzt Dr. Joachim Luyken und den Leitenden Oberarzt Dr. Martin Holländer erhielten die Gäste in einem Vortrag Einblicke in die onkologische Rehabilitation sowie in die vielfältigen Aufgaben und Angebote der Winkelwaldklinik Nordrach. Anschließend konnten die Besucherinnen und Besucher bei einer Hausführung in mehreren Kleingruppen die Klinik näher kennenlernen.
Lage wird gelobt
Besonders beeindruckt zeigten sich die Gäste von der einzigartigen Lage der Klinik, den vielseitigen Therapieangeboten sowie den architektonischen Lösungen, die die umliegende Natur in das Behandlungskonzept einbeziehen. Große Anerkennung fanden vor allem der Kreativraum, der Entspannungsraum, das Hallenbad und der Fitnessbereich mit ihren Ausblicken in die Schwarzwaldlandschaft.
An Angeboten teilnehmen
Im weiteren Verlauf des Nachmittags hatten die Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, aktiv an ausgewählten Therapieangeboten teilzunehmen. Das Programm „Lebenskraft und Spielfreude“ unter Leitung von Psychologin Maria Hermann sowie eine Einführung in Qigong mit Physiotherapeut Wolfgang Fischer fanden großen Anklang und wurden mit viel Interesse aufgenommen.
Gewinn durch offenen Austausch
Bei Kaffee und Kuchen blieb anschließend ausreichend Zeit für persönliche Gespräche und einen intensiven Austausch. Besonders geschätzt wurde die Möglichkeit, mit der Sozialberatung sowie der kaufmännischen Klinikleitung ins Gespräch zu kommen und offene Fragen zu klären.
Die Rückmeldungen der Gäste waren durchweg positiv. Sowohl für die Besucherinnen und Besucher als auch für das Team der Winkelwaldklinik war der Nachmittag eine bereichernde Erfahrung. Er zeigte einmal mehr, wie wertvoll Begegnungen, gegenseitige Unterstützung und der offene Austausch zwischen Betroffenen und Fachkräften sind.
Ein besonderer Dank gilt Andrea Gnirß, Ulrike Daum und Silvia Probst für die Organisation auf Seiten der Selbsthilfegruppen. Ebenso bedankt sich die Klinik herzlich bei Susanna Hansmann, ohne deren Engagement und organisatorische Unterstützung die Durchführung dieses Besuchs nicht möglich gewesen wäre.





