Das Forum älterwerden Oberharmersbach hatte zu einem geselligen Seniorennachmittag eingeladen.
Die Gäste an den voll besetzten Tischen freuten sich über das traditionelle Angebot mit Kaffee und Kuchen sowie über Gespräche mit bekannten und neuen Gesichtern. Fleißige Ehrenamtliche hatten wieder gebacken.
Der Vorsitzende des Altenwerks, Franz Huber, begrüßte den Gast Elmar Langenbacher. Der in Hornberg aufgewachsene Buchautor und Schwarzwälder Geschichtenerzähler hatte stilecht seinen „Oma-Sessel“, eine „Oma-Lampe“ und ein „Oma-Tischchen“ mitgebracht – dazu Milchkännchen, Hahn-und-Henne-Tasse sowie Omas Schnapsgläschen.
Reise in die Kindheit
Im Mittelpunkt stand sein Schwarzwald-Bestseller „Als Oma noch lebte. Eine Kindheit im Schwarzwald“. Singend betrat Langenbacher den Raum: „Oma so lieb, Oma so nett – ach, wenn ich dich, meine Oma, nicht hätt“ – und gewann damit sofort die Aufmerksamkeit der Gäste.
Er nahm das Publikum mit auf eine Reise in seine Kindheit in den 1970er-Jahren in Hornberg, „als seine Oma noch lebte“. Frei und mit viel Humor erzählte er von damaligen Erlebnissen. Vom alten Emaille-Herd seiner Oma berichtete er ebenso wie von selbstgemachter Marmelade: „Mit Himbeeren, die wir den Schwaben geklaut haben. Riecht ihr den Duft nach Himbeermarmelade in Omas alter Küche?“ Am nächsten Tag habe die Großmutter im selben Topf ihre Pumphosen gewaschen – „ganz ohne Strom“. Anschließend hängte sie diese an der Wäscheleine zum Schlossberg auf, „damit das ganze Städtle gesehen hat, dass Oma gewaschen hatte“.
Alltag früher – mit Humor erzählt
Auch die einfachen Lebensumstände früherer Zeiten griff Langenbacher auf: „Oma hatte nur ein Wasserhähnchen im ganzen Haus. Rädle auf – kam kaltes Wasser.“ Auf seine Frage ans Publikum, was deshalb auf dem Herd gestanden habe, kam die Antwort prompt: ein Schiff.
Mit solchen Szenen, etwa wenn die Oma am Küchentisch stand und sich mit dem Waschlappen wusch, sorgte er für viele Lacher. „Der König von Baden-Württemberg, also Herr Kretschmann, wäre stolz auf meine Oma“, kommentierte er augenzwinkernd.
Langenbacher verband humorvolle Episoden mit gemeinsamen Erinnerungen. So reihte sich Geschichte an Geschichte, Lacher an Lacher. Auch Fragen ans Publikum gehörten dazu: „Wie viele haben bei euch in den Opel Rekord gepasst?“
Großer Applaus zum Abschluss
Zum Abschluss gab es für die Besucher ein „Probiererle“ von Omas Kirschlikör. Als Zugabe erzählte Langenbacher eine Geschichte über Wolfgang Schäuble, der ebenfalls in Hornberg aufgewachsen ist: „Mit Oma haben wir in Nachbars Garten Schneeglöckchen geklaut. Dass da der Schäube Karle und sein Sohn, der Wolfgang, gewohnt haben, war der Oma egal.“
Mit großem Applaus bedankten sich die Gäste für einen gelungenen und unterhaltsamen Nachmittag.





