Betriebsplanung schreibt die Eigentümerziele für die kommenden zehn Jahre fest.
Für den Gemeindewald Nordrach wird durch das Regierungspräsidium Freiburg unter Beteiligung des Amtes für Waldwirtschaft für den Zeitraum von zehn Jahren (2027 – 2036) die Betriebsplanung aufgestellt. Sie ordnet den gesamten Betriebsablauf auf die langfristigen Zielsetzungen hin. Es werden die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen des Waldes aufeinander abgestimmt und auch der Hiebsatz festgelegt.
Theresa Palm vom Amt für Waldwirtschaft stellte die Eigentümerziele ausführlich vor, Revierleiter Josef Nolle war anwesend. Palm erklärte: „In Nordrach ist überwiegend Wirtschaftswald, die Holznutzung sollte Priorität haben.“
Die ökonomischen Ziele sind dementsprechend: Die Holzversorgung örtlicher Sägewerke, die durch klimaresiliente Baumarten, eine natürliche Verjüngung und damit eine breite Risikostreuung erreicht werden soll. Im Forsthaushalt werden regelmäßige Überschüsse angestrebt. Auf Nachfrage machte Palm deutlich, dass die Planung flexibel ist und der festgelegte Hiebsatz zwischendurch angepasst werden kann. Ein weiteres Ziel sind Gassen und Maschinenwege im Wald.
Ökologische Ziele sind die Walderhaltung, die Zurückdrängung des japanischen Knöterichs, der Wasserrückhalt im Wald und das Jagdmanagement. Die als sozial bezeichneten Ziele beziehen sich auf die Erholungsfunktion des Waldes für die Bürger.
Bürgermeister Erhardt verwies auf die vielen Waldbegehungen, die in den vergangenen Jahren vor allem zum Thema Wasserrückhaltung gemacht wurden.
Theresa Palm und Revierförster Nolle beantworteten die Fragen der Gemeinderäte. Nach längerer allgemeiner Diskussion stellte Gemeinderat Markus Bendler den Antrag, dieses Thema vier Wochen zu vertagen, dies wurde mehrheitlich abgelehnt.
Der Beschlussvorschlag, die Priorisierung der Eigentümerziele wie in den Sitzungsunterlagen genannt vorzunehmen, wurde mit nur einer Gegenstimme und einer Enthaltung angenommen.




