Die Winkelwaldklinik ehrte langjährige Mitarbeiter. Auch Bürgermeister Carsten Erhardt dankte im Namen der Gemeinde für ganz besonderen Einsatz, für die damit einhergehende Werbewirkung für den Ort.
„Heute würdigen wir etwas sehr Wertvolles: Eure langjährige Treue, eurer Engagement und eure menschliche Wärme, die ihr jeden Tag in unsere Klinik bringt.“ Mit diesen Worten leitete Klinikleiterin Stefanie Münchbach die Ehrung langjähriger Mitarbeiter der Winkelwaldklinik ein, die am vergangenen Freitagabend im heimeligen Hansjakob-Stüble des Höhengasthauses Vogt auf Mühlstein stattfand.
Zuvor hatte sie unter den Anwesenden Bürgermeister Carsten Erhardt begrüßt, sowie Führungskräfte der Onkologischen und Geriatrischen Reha-Einrichtung: Nico Lehmann (Klinikleitung), Luca Isenmann (in Stellvertretung seiner geschäftsführenden Mutter Bettina Lehmann-Isenmann), Joachim Luyken (Chefarzt Onkologische Rehabilitation). Doris-Silvana Pustea, Assistentin der Geschäftsleitung, komplettierte die Runde.
„In den Jahren, die ihr hier verbracht habt, habt ihr Menschen begleitet, deren Lebenswege oft von Herausforderungen geprägt sind“, fuhr Stefanie Münchbach fort, an die zu Ehrenden gewandt. „Ihr standet sowohl Patienten und Angehörigen als auch Kolleginnen und Kollegen im interdisziplinären Team mit Empathie, Respekt und fachlicher Kompetenz zur Seite.“
Dass eben dies die Werte seien, die die Kultur der Klinik formen, betonte die Rednerin: „Wir feiern nicht nur Dienstjubiläen, sondern die Menschen, die unsere Klinik zu dem machen, was sie ist.“ Menschen, deren Engagement den Erfolg der Klinik ermöglicht haben: „Zusammen haben wir viel erreicht.“ Die Klinik könne sich glücklich schätzen, „dass ihr uns über die Jahrzehnte die Treue gehalten habt und dies hoffentlich auch noch weitere Jahre tun werdet.“
25 –jährige Dienstjubiläen
Christa Braun fing vor einem Vierteljahrhundert als Aushilfe an der Rezeption an. Ob ihrer Qualitäten wurde sie sehr schnell zur unverzichtbaren Mitarbeiterin, die alle Abläufe an Rezeption und Patientenaufnahme bis ins Detail kennt. „Du nimmst alle Fragen unserer Patienten mit sehr viel Freundlichkeit und Professionalität auf und weißt immer die richtig Antwort zu geben“, auch die stetige und sehr flexible Einsatzbereitschaft betonte Stefanie Münchbach, „darüber hinaus setzt du dich federführend für alle Freizeitaktivitäten im Haus ein.“
Manfred Gißler hält der Klinik seit 25 Jahren als Hausmeister die Treue. In dieser Zeit hat er sich mit seinem Fachwissen in den verschiedenen technischen Bereichen zu einer „wahren Institution“ der Klinik gemacht, kennt sie womöglich besser als jeder andere und war immer da, wenn er gebraucht wurde. „Auch, wenn du uns jetzt nur noch begrenzt zur Verfügung stehst, hat sich das nicht geändert“, dankte die Klinikleiterin ihm.
Hildegard Herrmann ist seit dem Jahr 2000 im Service tätig. Mit kontinuierlicher Zuverlässigkeit, sehr viel Engagement und Einsatz sorgt sie dafür, dass sich Patienten und Gäste 100-prozentig im Speisesaal willkommen und wohl fühlen. Wo immer es geht, versucht sie die Wünsche der PatientInnen umzusetzen. „Und mit deinem trockenen Humor á la „Mister Bean“ sorgst du immer wieder für Heiterkeit im Team“, stellte die Stefanie Münchbach zur Erheiterung aller fest.
Isabella Jonik fing vor 25 Jahren als Physiotherapeutin an, seit 2010 hat sie die Leitung der Abteilung Physiotherapie inne. Stets kooperativ und mit großer Fachkompetenz, Professionalität und Einsatzbereitschaft bringt sie sich in der Patientenversorgung ein. Zudem setzt sie sich mit viel Engagement für ein positives Miteinander in der Abteilung ein, auch die Betreuung der Praktikanten liegt ihr sehr am Herzen. „Wir haben es dir zu verdanken, dass sie so gerne zu uns kommen.“
Ehrung für Stefanie Münchbach
Auch Stefanie Münchbach selbst stellt ihre Schaffenskraft am Stück seit 25 Jahren der Winkelwaldklinik zur Verfügung. Die entsprechende Ehrung nahm Luca Isenmann vor, stellvertretend für seine geschäftsführende Mutter und von Kindheit an mit der Einrichtung vertraut.
Hier begann Stefanie Münchbach anno 1996 als kaufmännische Angestellte, zwei Jahre später wurde das Arbeitsverhältnis aufgrund der damaligen wirtschaftlichen Situation der Klinik zu deren Bedauern beendet. Der Kontakt bestand jedoch weiterhin, im Jahr 2000 dann erfolgte der Neu-Eintritt, im Marketing.
Die seither vergangenen 25 Jahre stehen „für Engagement, Verlässlichkeit und eine beeindruckende Treue, die heute nicht mehr selbstverständlich ist.“ Sie habe ihre Aufgabe nicht nur erfüllt, sondern das Unternehmen aktiv mitgestaltet, verlieh Luca Isenmann den Worten der Geschäftsführerin seine Stimme und fuhr fort: „Mit deinem Wissen, deiner Erfahrung und deiner Persönlichkeit hast du Spuren hinterlassen im Team, in Projekten und bei vielen Menschen in der Klinik.“
Besonders geschätzt werde ihre Einsatzbereitschaft in allen Lebenslagen. „Oft hast du private Bedürfnisse hintenangestellt, um für wichtige Aufgaben im Betrieb da zu sein.“ Nicht nur fachlich sei sie ein wichtiger Teil des Klinikerfolgs, sondern auch „menschlich eine echte Bereicherung.“ Dies alles hat dazu geführt, Stefanie Münchbach die Verantwortung der Klinikleitung zu übertragen, mit der Zuständigkeit für Personal und Management. „Wir konnten 25 Jahre durch dick und dünn gehen, und die Zeiten waren alles andere als leicht. Danke für alles.“ Die so Gelobte und Bedankte kämpfte – mit den Tränen der Rührung. Womit jedoch noch nicht alle Geehrten genannt sind:
20 und 15 Jahre Diensttreue
Susanne Hansmann begann 2005 zunächst als Aushilfe an der Rezeption – heute ist sie Chefarztsekretärin der Onkologie und Abteilungsleiterin des Arztsekretariats/ Labor und Therapieplanung. Mit ihrem Engagement in alle Richtungen und Einsatz über das Maß hinaus, mit Professionalität und Freundlichkeit beweise sie jeden Tag aufs Neue „Nerven wie Drahtseile, wenn Patienten und Mitarbeiter wieder einmal vor deinem Büro Schlange stehen und alle gleichzeitig etwas von dir wollen“, dankte die Klinikleiterin.
Tatjana Krumm ist vor 20 Jahren zum Team gestoßen, als Badehelferin in der Physikalischen Therapie. Mit viel Herzblut und Einsatzbereitschaft, Empathie und Freundlichkeit ist sie Ansprechpartnerin für alle Patienten, Begleitpersonen und ambulanten Gäste, die in der Abteilung Therapien erhalten. Sie sorgt für einen reibungslosen Ablauf – „du erkennst jedoch auch sofort, wenn es Probleme gibt, die gelöst werden müssen.“
Nadja Jung fing vor 15 Jahren in der geriatrischen Reha an, keine zwei Jahre darauf übernahm sie die stellvertretende Stationsleitung, wenig später die Stationsleitung der Geriatrie. Seit über drei Jahren hat sie die Pflegedienstleitung für Geriatrie und Onkologie inne. Ihr umfassendes Aufgabengebiet mit allerlei „Sonderposten“ meistert sie mit umfassender Fachexpertise und überaus großem persönlichen Engagement, stets lösungsorientiert und kooperativ in alle Richtung, „im wahrsten Sinne des Wortes bist du für uns unersetzbar.“
„10-Jährige“, Verabschiedung
Drei weitere Mitarbeiterinnen arbeiten seit nunmehr zehn Jahren in der Einrichtung:
Simone Raubers Expertise als Diätassistentin wird in der Winkelwaldklinik auch weit über ihr Berufsbild hinaus sehr geschätzt und immer wieder benötigt. Die Küche unterstützt sie mit Rat und Tat, ist auch im Speisesaal sehr präsent. Und: „In Zeiten unzähliger Informationskanäle schaffst du es mit deiner Fachkompetenz, unsere PatientInnen zielgerichtet über ihre Ernährung oder Allergien zu beraten“, hob die Klinikleiterin hervor.
Rafaela Sarbacher ist Gesundheits- und Krankenpflegerin. Als sehr erfahrene und sehr geschätzte Mitarbeiterin in der geriatrischen Reha sorgt sie sich stets um das Wohl der Patienten und begegnet ihnen mit viel Empathie. Durch ihre Weiterbildung als Praxisanleiterin nimmt sie auch in ihrem Team eine sehr wichtige Rolle ein.
Patricia Wernert hat als Raumpflegerin schon in allen Bereichen der Klinik für Ordnung und Sauberkeit gesorgt. „Wir kennen sie als sehr flexible und jederzeit einsatzbereite Mitarbeiterin“, betonte Stefanie Münchbach und dankte überdies dafür, „dass sie auch ohne Umschweife das Hundehaus übernommen hat und mit Bravour meistert.“
Halina Bolinger, ebenfalls Raumpflegerin und sehr pflichtbewusste und flexible Mitarbeiterin, wurde mit den besten Wünschen in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Ihre Kunst, mit Hunden aller Größen und Rassen im Hundehaus umzugehen, verlieh ihr den Beinamen „die Hundeflüsterin“. Genauso lagen ihr aber auch die Kinder am Herzen, die sie immer wieder mit selbstgehäkelter Deko verzauberte.
Klinik ist Werbeträger für die Gemeinde
Bürgermeister Carsten Erhardt nutze die Gelegenheit, ebenfalls „Danke“ zu sagen – den Jubilaren ebenso wie deren KollegInnen. „Sie alle tragen dazu bei, dass die Winkelwaldklinik quasi der Werbeträger für Nordrach ist.“ Auch er selbst habe viel mit „Wiwa“-PatientInnen zu tun, die immer wieder berichten, wie gut sie sich aufgehoben fühlen. Zum einen fachlich, medizinisch – die Betreuung sei einwandfrei, einwandfrei aber auch das Menschliche.
Die Patienten spürten, dass Hand in Hand gearbeitet werde. Dass über allem stehe, dass der Patient, die Patientin wieder gesund werde, neue Lebensenergie und auch Zuversicht gewinne. Sie spürten, dass sie im Mittelpunkt stehen und nicht Dienst nach Vorschrift gemacht wird.
„Das ist das ganz, ganz Besondere hier“, so das Ortsoberhaupt, „und dafür kann man Ihnen wirklich nur Danke sagen: Dass Sie sich die Zeit nehmen, egal an welcher Stelle Sie arbeiten. Wir sind sehr, sehr dankbar, dass Sie und die Winkelwaldklinik sich so engagieren.“ Denn für die Gemeinde bedeute dies ein positives Image, das den PatientInnen mitgegeben wird: Viele von Nordrachs Stammgästen seien ehemalige PatientInnen der Kliniken, „sie haben hier Positives erlebt, ihre Gesundheit und ihren Lebensmut wiedergefunden.“
Für jede(n) der Geehrten hatte Carsten Erhardt eine Pralinenschachtel von Nordrachs Choco-L mitgebracht, als Dankeschön auch im Namen der Gemeinde. Auch die Klinik bedankte sich bei ihren langjährigen MitarbeiterInnen mit je einem Präsent – und einem geselligen Vesper. Den Ehrungen vorangegangen war ein Sektumtrunk.





