Ein Festtag für die Zeller Fasend: 20 Jahre Dörfle-Bürgermeister Stefan Huber, 30 Jahre Dorfdeppen und 50 Jahre Dörfle-Brunnen.
Der traditionelle Dörfle-Abend am gestrigen Dienstagabend strahlte unter ganz besonders leuchtenden Sternen. Gleich drei Urgesteine der Fasendgemeinschaft Dörfle können in diesem Jahr einen runden Geburtstag feiern: Seit 20 Jahren steht Stefan Huber als Dörfle-Bürgermeister vorne dran. Seit 30 Jahren stehen Beate Meisl, Tanja Riehle und Ina Schwenk als Dorfdeppen auf der Fasendbühne. Und seit 50 Jahren steht der Dörfle-Brunnen in der Oberstadt als Symbol für lebendiges Fasendbrauchtum.
„Liebe Litt – ich hab‘ ein mords Graddel hit“, strahlte Dörfle-Bürgermeister Stefan Huber in bester Fasendlaune dem närrischen Publikum entgegen. Begleitet von der Stadtkapelle Zell war die große Dörflebure-Schar zu den Klängen des Kupferschmids in die vollbesetzte Jahnturnhalle einmarschiert.
Die Tische waren mit originalgetreuen Miniaturmodellen des Dörflebrunnens dekoriert. „Die hat unser Bernhard Gutmann mit der Laubsäge gemacht“, informierte der Dörfle-Bürgermeister und berichtete, dass der Brunnen seit 50 Jahren in der Oberstadt steht. Stefan Huber versprach, dass dieses Jubiläum beim Maifest besonders zelebriert werde. Dem Bernhard galt für seine tollen Bastelarbeiten ein schallendes „Holdrio“ der Dörfle-Schar.
Ein schallendes „Holdrio“ für den Dörfle-Bürgermeister
Das zweite „Holdrio“ des Abends galt Stefan Huber. „Es war doch erst gestern“, machte Dörflebur Thomas Hoog in seiner Laudatio deutlich, wie schnell doch die Zeit vergeht. Seit 20 Jahren lenkt Stefan Huber als Dörfle-Bürgermeister die Geschicke der Fasendgemeinschaft. Doppelt so lange – seit 40 Jahren – steht er schon auf der Bühne.
„Er ist nie pampig, gerne aber mal etwas schlampig“, merkte Thomas Hoog an, was dazu führte, dass Stefan Huber seinen Hut verloren hat. Für die Ersatzbeschaffung gab es eine spontane Hutsammlung unter den Bure auf der Bühne und für die närrischen Tage einen gut gefüllten Vesperkorb. Dass die Dörfle-Bure auf ihre Anführer gut aufpassen, machte Thomas Hoog deutlich. In 70 Jahren hat das Dörfle nur drei Bürgermeister verschlissen!
In der Ruhmeshalle der Dörfle-Bure
Aber damit der Jubiläen des Abends noch nicht genug. Die drei Dorfdeppen stehen seit 30 Jahren auf der Dörfle-Bühne. Im Jahr 1992 haben die beiden legendären Deppen Hilde Göhring und Gerda Hoog sich von der Dörfel-Bühne verabschiedet. Im Jahr 1996 erlebten die Deppen ihre Wiedergeburt. Beate Meisl, Ina Schwenk und Tanja Riehle schlüpften in die Rolle ihrer Altvorderen. Längst hat sich das Trio mit ihren tollen Auftritten in die Ruhmeshalle der Fasendgemeinschaft Dörfle eingetragen.
„Vor lauter Feierlichkeiten komm ich us meinem Stenz gar nimmi rus“, tönte es von der Bühne, denn im Städtle gab es im vergangenen Jahr ein Jubiläumsfest nach dem anderen. 35 Jahre Jumelage, 150 Jahre Kneissler, 950 Jahre Entersbach und sogar 100 Jahre „Ulone-Fohne“. Und für die Deppen selbst heißt es „sit 30 Johre Zinober do obe!“
Mit bauernschlauem Blick und in bestem Zeller Ditsch nahmen die Deppen die Ereignisse im Tal und im Städtle ins Visier und boten wieder eine Glanznummer des Dörfle-Abends und der Zeller Fasend.
Den kompletten Bericht und weitere Bilder finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.





