Beim Vortrag der LandFrauen Entersbach erklärte Caren Meßmer, warum Omega-3-Fettsäuren für Herz, Hirn und Gesundheit unverzichtbar sind.
Mehr als 40 Interessierte aus der Region, sogar bis aus Hohberg, kamen zum Vortrag der LandFrauen Entersbach in die Imkerschule nach Zell-Oberentersbach. Thema des Abends: Omega-3-Fettsäuren.
Die Referentin Caren Meßmer stellte sich zunächst vor: Sie führt eine Naturheilpraxis in Fischerbach und behandelt dort unterschiedlichste Beschwerden. Sie bietet Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht an, Basenkurse, Osteopressur und mehr.
Warum Omega-3 so wichtig ist
Dass Omega-3-Fettsäuren gesund sind, ist vielen bekannt. Sie kommen vor allem in fettreichem Fisch, Nüssen und Samen vor und wirken sich positiv auf Herz und Gefäße aus. Sie können den Blutdruck senken und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Doch die Wirkung reiche weiter: Omega-3 sei auch „Brain Food“. Etwa 60 Prozent des Gehirnfetts bestünden aus Omega-3 – ein Mangel könne sich sogar auf das Verhalten auswirken, erfuhren die Teilnehmer im Rahmen des Vortrags.
Kritik an Fertigprodukten
Meßmer kritisierte die zunehmende Nutzung von Fertigprodukten. Viele industriell hergestellte Lebensmittel enthielten negative Fette, Eiweiße und zahlreiche Zusatzstoffe, bemerkte sie. Diese Entwicklung erschwere eine ausgewogene Versorgung mit gesunden Fettsäuren.
Omega-3 gezielt zuführen
Zwar enthalten Nüsse, Kerne, Samen, fetter Fisch, grünes Gemüse und Avocado Omega-3 – der tägliche Bedarf werde dadurch jedoch meist nicht gedeckt, so die Referentin. Kommt es zu einem Ungleichgewicht, produziere der Körper zu viel Omega-6, was stille Entzündungen begünstigen könne. Besonders Schweinefleisch wirke sich dabei kontraproduktiv aus.
Geeignete Omega-3-Quellen seien Fische wie Aal, Hering, Makrele oder Thunfisch – jedoch möglichst nicht aus Zucht. Auch Leinöl, Leinsamen oder Chiasamen seien gute Lieferanten. Olivenöl sei ein Anfang, Sonnenblumenöl hingegen nicht geeignet.
Omega-6-Fettsäuren sind ebenfalls wichtig, da sie der Körper nicht selbst bilden kann. In Maßen fördern sie Wachstum, Zellstruktur und Stoffwechsel. Überwiegen sie jedoch zu stark – ideal wäre ein Verhältnis von 5:1 –, steige das Risiko für chronische Entzündungen.
Empfehlung: Status testen
Meßmer empfahl, den persönlichen Omega-3-Status ärztlich testen zu lassen, bevor man Nahrungsergänzungsmittel einnimmt. Sie stellte ein Öl vor, das bei regelmäßigem Verzehr einen Mangel ausgleichen kann – dieses durfte das Publikum direkt probieren.
Im Anschluss an den Vortrag wurden viele Fragen gestellt, die Caren Meßmer gerne beantwortete. Sabine Damm bedankte sich im Namen der LandFrauen für den informativen Abend und überreichte ein kleines Präsent. Auch Caren Meßmer bedankte sich für das große Interesse und wies darauf hin, dass die Spende aus dem aufgestellten „Spendenkässle“ wieder einem guten Zweck zugutekommt.





