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Zell am Harmersbach | 16.01.2026

Schachclub Zell verschenkt Punkt gegen den SC Oberwinden III

Foto:
Erfolgreich für den Schachclub Zell: (von links) R. Eble, J. Garcia, S. Gießler (unten rechts), Ho In Lee (Mitte) und F. Fernandez (Mitte rechts) trugen mit ihren Partien zu den Punktgewinnen der Zeller Mannschaften bei. Foto: Collage: Peter Baumann
von Peter Baumann

Bereichsklasse

SC Oberwinden III – SC Zell I 4,0 : 4,0

Die dritte Mannschaft von Oberwinden sollte den Schachclub Zell eigentlich nicht vor größere Probleme stellen. In der vergangenen Saison hatte Zell sogar gegen die zweite Mannschaft der Elztäler gewonnen. Allerdings musste man diesmal neben Spitzenbrett Kurt Jäger auch auf Brett zwei Stefan Rechlin verzichten. Zudem fehlte Stefan Gießler, der jedoch in der Reserve aushelfen konnte. Entsprechend war einiges an Personalmanagement gefragt.

Remis zum Auftakt und erste Niederlage

An Brett acht spielte Timo Müller zunächst eine normale Eröffnung. Anschließend entwickelte sich die Partie etwas unkonventionell, ohne dass einer der beiden Spieler wesentliche Vorteile erzielen konnte. Schließlich einigte man sich auf ein Remis. Eugen Schmidt an Brett sieben startete ausgeglichen, geriet jedoch durch kleine Stellungsfehler ins Hintertreffen. Fehlende Flexibilität in der Verteidigung brachte ihm deutliche Nachteile, die er letztlich nicht mehr ausgleichen konnte.

Felix Fernandez punktet als „Edeljoker“

Felix Fernandez an Brett sechs, der üblicherweise als Spitzenbrett in der Reserve eingesetzt wird, erwies sich erneut als Edeljoker. Ein scheinbares Opfer brachte ihm materiellen Vorteil – zwei Figuren gegen einen Turm. Mit Material- und bald auch Aktivitätsvorteil war das Endspiel eine klare Sache, und er sorgte für den ersten Zeller Sieg.

Chancen vergeben an den Mittelbrettern

Thomas Gißler an Brett zwei musste ungewohnt weit vorne spielen. Zwar war sein Gegner von der Wertungszahl her unterlegen, doch die Elztäler verteidigten sich mit dem Rücken zur Wand sehr tapfer. Gißler gewann im Mittelspiel zwei Mehrbauern, verlor jedoch wegen einer schlechteren Königsstellung einen davon. Da der zweite Mehrbauer durch ein Läuferopfer verloren gegangen wäre – mit einem Läufer allein lässt sich kein Gewinn erzwingen – endete die Partie unentschieden. Auch Jürgen Gißler an Brett drei hatte sich mehr erhofft. Die taktisch anspruchsvolle Partie deutete zeitweise auf leichte Vorteile für ihn hin. Eine Konfrontation aller verbliebenen Schwerfiguren ließ sich jedoch nur durch einen Generalabtausch entschärfen, danach waren keine Gewinnwege mehr zu finden.

Remis und Niederlage im hinteren Feld

Michael Vollmer an Brett vier hatte diesmal sprichwörtlich sein Butterbrot vergessen und war auf eine längere Partie nicht vorbereitet. Beide Spieler agierten passiv und bauten sichere Stellungen auf. Obwohl Vollmer keine Angriffsflächen bot, verzichtete er darauf, die gegnerische Stellung weiter zu bearbeiten, die optisch nicht ganz so stabil wirkte – ebenfalls Remis. Vorstand Wilhelm Eble an Brett fünf traf auf den stärksten Gegner. Dieser hatte zwar lange keine aktiven Partien mehr bestritten, doch Schach verlernt man bekanntlich nicht. Eble zeigte sich angriffslustig, konnte die aktive Verteidigungsstellung jedoch nicht knacken. Die Möglichkeiten für einen Gegenangriff lagen nun beim Elztäler, und diesmal fand Eble keinen Ausweg mehr und musste aufgeben.

Ho In Lee rettet das Unentschieden

Ho In Lee rückte aufgrund der Ausfälle ans Spitzenbrett. Er fügte sich sehr gut in diese ungewohnte Rolle ein, spielte überlegt und aufmerksam und erarbeitete sich eine ausgeglichene Stellung für das Endspiel. Dort hielt er den Druck aufrecht, lehnte Remisangebote ab und „knetete“ die Stellung Zug um Zug. Ein Springerendspiel mit jeweils sechs Bauern führte er souverän. Mit jedem Zug verbesserte er das eigene Aktionspotenzial und drängte den gegnerischen König weiter an den Rand. Schließlich fielen die Bauern, und erst als die Lage aussichtslos war, gab sein Gegner auf. Die ebenfalls in der Halle spielende Verbandsligamannschaft hatte zu diesem Zeitpunkt die Heimreise bereits angetreten.

Am Ende reichte es für den Schachclub Zell nur zu einem Unentschieden. Möglicherweise ist das zu wenig, denn der Klassenerhalt ist noch lange nicht gesichert.

Kreisliga A

Lahr IV – Zell II 1,5 : 3,5

Während sich am frühen Samstagabend Schnee und Kälte ausbreiteten, wurden in Lahr die Bretter heiß gespielt. Davon ausgenommen war Brett fünf, das krankheitsbedingt von den Zellern kurzfristig nicht besetzt werden konnte. So gingen nur vier Spieler aus Zell mit einem 0:1-Rückstand in den Wettkampf.

Offene Partien und frühe Entscheidungen

Während die Partien an den ersten beiden Brettern eher langsam verliefen, ging es an Brett drei (J. Garcia) und Brett vier (R. Eble) von Beginn an offensiv zur Sache. Schnelle Bauernvorstöße auf beiden Seiten zeigten, dass die Lahrer Spieler den Mannschaftssieg früh erzwingen wollten.

An Brett eins konnte sich Stefan Gießler derweil in Ruhe Gedanken machen, denn sein Gegner verbrauchte bereits in der Eröffnung sehr viel Zeit, um schließlich einen ruhigen Turmzug auszuführen. An Brett zwei traf B. Piskadlo auf ein aufstrebendes Talent des Lahrer Schachclubs. Ein Blick auf frühere Partien zeigte, dass sich schon einige Spieler an dem jungen Gegner die Zähne ausgebissen hatten. Dennoch nutzte Piskadlo dessen eher defensive Spielweise und gewann nach einiger Zeit einen Bauern durch eine Unachtsamkeit.

Routine zahlt sich aus

Parallel dazu hielten die Routiniers Eble und Garcia den gegnerischen Angriffen stand. Garcia nahm nach einem schönen Schachgebot mit Figurengabel den resignierenden Handschlag entgegen, während Eble ein Springer-Läufer-Endspiel mit Mehrbauern souverän verwertete. Zwischenzeitlich stand es 1:2.
An Brett eins geriet Lahr nun deutlich in Zeitnot. Das Erreichen der Zeitkontrolle war aufgrund der wenigen bisher gespielten Züge nicht in Sicht, während Gießler mehr als ausreichend Zeit zur Verfügung hatte. An Brett zwei schaffte es der junge Lahrer Spieler gerade noch über die Zeitkontrolle. Piskadlo wickelte anschließend etwas zu zügig in ein Läufer-Springer-Endspiel mit Doppelbauern auf dem Damenflügel ab, wodurch der zuvor erarbeitete Vorteil zunehmend schwand. Nach längerem Taktieren einigten sich beide Spieler auf ein Remis.

Auswärtssieg trotz Unterzahl

Der Ausgang der Begegnung lag nun in den Händen von Gießler. Nach einem gravierenden Patzer seines Gegners entschied er die Partie und sicherte den 1,5:3,5-Auswärtssieg in Unterzahl für den Schachclub Zell. Im Anschluss gelang es der Mannschaft sogar noch, ohne Ausrutscher den verschneiten Schönberg zu überqueren.

Am 31. Januar spielt Zell II zu Hause gegen Ohlsbach II. Am 1. Februar empfängt Zell I die erste Mannschaft aus Denzlingen.

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Schlagworte:
Schach, Schachclub Zell am Harmersbach

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