Bürgermeister Günter Pfundstein blickt bei seiner Ansprache zuversichtlich auf das Jahr 2026: „Nutzen wir gemeinsam die Chancen, die sich uns bieten und machen das Beste daraus.“
„Zum Silvesterempfang wegtreten! Hurra!“, lautete der klare Befehl von Hauptmann Andreas Lehmann. Auch zahlreiche Ehrengäste taten es der Freiwilligen Bürgerwehr gleich und waren nach dem beeindruckenden Silvesteraufmarsch in der Stadtmitte der Einladung der Stadt Zell ins Kulturzentrum gefolgt. Allen voran nahmen Landtagsabgeordnete Volker Schebesta und die beiden Ehrenbürger Hans-Martin Moll und Hans-Peter Wagner am Silvesterempfang teil.
Totengedenken und festliche Klänge
Zu Beginn seiner Ansprache erinnerte Bürgermeister Günter Pfundstein an bekannte Persönlichkeiten, von denen die Stadtgemeinschaft im Jahr 2025 Abschied nehmen musste. Namentlich nannte er Alt-Stadträtin Irmgard Kopf und Stadt- und Ortschaftsrat Georg Heizmann. Verstorben sind mit Elisabeth Riehle und Edith Glaser zwei geschätzte Geschäftsfrauen. Plötzlich aus dem Leben gerissen wurden Töpferwirt Jochen Singler und Stadtcafé-Betreiber Thomas Schwendemann.
Festlich umrahmt wurde der Silvesterempfang von Stefan Polap (Tenorhorn) und Jan Breig (Flügelhorn). Die beiden virtuosen Musiker der Stadtkapelle brachten mit „Ce matin – Marsch der König“, „Zwei alpenländische Weisen“, „Tiroler Madl“ und „Take your time, but do it“ im Laufe des Nachmittags musikalische Kostbarkeiten zu Gehör.
Während und nach dem offiziellen Teil konnte die Gäste bei Sekt, Saft und Gebäck miteinander ins Gespräch kommen. Bürgermeister Günter Pfundstein nutzte nochmals die Gelegenheit, allen Gästen einen kraftvollen Start ins Jahr 2026 zu wünschen, vor allem natürlich Gesundheit. Dankbar zeigte sich das Stadtoberhaupt für die Unterstützung im vergangenen Jahr, zuversichtlich mit dem Blick auf das neue Jahr: „Nutzen wir gemeinsam die Chancen, die sich uns bieten und machen das Beste daraus.“
Außerordentliche Kunst – außerordentliches Engagement
Im Mittelpunkt des Silvesterempfangs stand die Würdigung von herausragenden Leistungen in Gesellschaft, Musik, Kultur und Sport. Eine besondere Ehre wurde Bildhauer Walter Haaf zuteil, der im April des Jahres 2025 seinen 90. Geburtstag feiern konnte. Er wurde von Bürgermeister Pfundstein dazu eingeladen, sich ins Goldene Buch der Stadt Zell einzutragen. Mit seinen Werken, von denen 18 Stück in Zell zu sehen sind, habe Walter Haaf das Stadtbild in besonderer Weise geprägt, würdigte Bürgermeister Pfundstein in seiner Laudatio.
Ein besonderes Dankeschön rief Bürgermeister dem Unterentersbacher Ortsvorsteher Christian Dumin zu. „Was er als Initiator, Organisator und Motivator für 950 Jahre Unteren-tersbach und 50 Jahre Gemeindereform zusammen mit vielen Helferinnen und Helfern in diesem Jahr auf die Beine gestellt hat, verdient an einem solchen Empfang wie heute großen Applaus“, betonte Günter Pfundstein. Als Dankeschön überreichte er eine Flasche guten Rotwein und Blumen für seine Frau Andrea.
Ehrenmedaillen und Urkunden überreicht
Gleich drei Musikerinnen haben das goldene Leistungsabzeichen abgelegt und wurden für diese herausragende Leistung von der Stadt Zell mit der Ehrenmedaille geehrt. Vom Musikverein Unterentersbach waren dies Marie-Luise Bruder und Larissa Baumann, von der Stadtkapelle Andrea Wernet. Außerdem wurde Robert Maier für seine 50-jährige aktive Mitgliedschaft in der Stadtkapelle Zell geehrt.
Eine ganze Reihe von Personen konnte ebenfalls für ihre 50-jährige Vereinsmitgliedschaft die Ehrenmedaille der Stadt Zell in Empfang nehmen. Bei der Historischen Bürgerwehr Unterharmersbach ist dies Cäzilia Burger, bei der Freiwilligen Bürgerwehr Zell konnten Manfred und Marianne Lehmann ihr 50-jähriges Jubiläum feiern.
In der Freiwilligen Feuerwehr sind seit 50 Jahren Hubert Schmider und Bernd Schwendemann aktiv.
Möglichweise muss die Stadt Zell ihre Ehrungsordnung erweitern, merkte Bürgermeister Pfundstein an. Willibald Heizmann ist seit 60 Jahren und Josef Stenzel seit 70 Jahren bei der Zeller Bürgerwehr aktiv. Dieter Grimme bringt es beim Musikverein Unterharmersbach auf 65 aktive Jahre.
Den kompletten Bericht und weitere Bilder finden Sie in der Print-Ausgabe der Schwarzwälder-Post.





