LSV Deutschland e.V. hält seine Mitgliederversammlung erstmals in Baden-Württemberg ab.
Erstmals seit dem Bestehen von „Landwirtschaft verbindet Deutschland e.V.“, in Kurzform „LSV D“, fand die Mitgliederversammlung in Baden-Württemberg statt. LSV D ist der Zusammenschluss der regionalen LSV-Vereine, die es mittlerweile in fast allen Bundesländern gibt. In einer Pressemitteilung informiert der Verein über das Treffen und über seine Zielsetzungen.
Gemeinsame Strategie
Ins Leben gerufen wurde diese Bewegung im Jahr 2019 von Landwirtinnen und Landwirten, die in den von Politik und Markt vorgegebenen Rahmenbedingungen eine große Gefahr für den Fortbestand ihrer Betriebe sahen.
Am 22. November 2025 kamen ca. 25 LSV-Delegierte nach Seelbach und hielten im „Schwarzwälder Hof“ ihre halbjährliche Versammlung ab. Themen waren die gemeinsame Strategie zu Politik und Lebensmitteleinzelhandel. Der LSV Deutschland fordert von der Politik eine eindeutige Herkunftslandkennzeichnung, gleiche Standards auch für importierte Lebensmittel, Verträge vor der Produktion und verlässliche Markt-Rahmenbedingungen.
Der LSV D hat sich Leitlinien gegeben, die den Rahmen für ein zukunftsfähiges Miteinander der deutschen Landwirte mit Gesellschaft, Politik und Verwaltung vorgeben: „Dafür gehen wir auf die Straße. Wir stehen für eine regionale Versorgung Deutschlands mit hochwertigen, heimisch erzeugten Lebensmitteln. Wir wirtschaften im Einklang mit der Natur, achten sie und betreiben aktiven Tier-, Natur- und Umweltschutz. Wir produzieren grünen Strom. Fazit: Wir können alles!“
Der Verband erklärt, dass es sein Ziel sei, die heimische Landwirtschaft und eine gesicherte Lebensmittelversorgung zu erhalten, mit einer ehrlichen Allianz von Stadt und Land, von Landwirt und Verbraucher, von Branche und Politik.
Besuch in Nordrach und Zell
Das Nordracher Vorstandsmitglied Stefan Vollmer organisierte das weitere Programm. Am frühen Nachmittag fuhren die Teilnehmer nach Nordrach. Die Themen für das Besichtigungsprogramm waren vielfältig: Offenhaltung der Steillagen, Streuobstwiesen, Brennerei, Wolf und asiatische Hornisse. Man war sich einig: Ohne tierhaltende Betriebe kann die Kulturlandschaft nicht offengehalten werden. Die landwirtschaftlichen Betriebe können nur weiter bestehen, wenn sie auch rentabel wirtschaften können. Dazu müssen die Landwirte einen Ausgleich für die erbrachten, gesellschaftlichen Leistungen erhalten und ihre erzeugten Produkte zu einem kostendeckenden Preis in den Markt einbringen können, anstatt ein Restgeldempfänger in der Wertschöpfungskette zu sein.
Besonderes Interesse fand der Hof der Familie Müller in Hinterhambach, den Stefan Müller betreibt. Er erklärte das Konzept eines Kompoststalls mit Melkroboter.
Am Sonntagmorgen stand der Besuch des Sägewerks Echtle mit seinem Biomasseheizkraftwerk auf dem Programm, mit dem halb Nordrach mit Fernwärme versorgt wird. Mit Manuel Echtle konnten viele Parallelen zwischen Landwirtschaft und Sägeindustrie diskutiert werden.
Die Versammlung und das Begleitprogramm zeigten einmal mehr, wie wichtig der persönliche Austausch und das gemeinsame Auftreten der Landwirte sind. Mit neuen Eindrücken und gestärktem Zusammenhalt ging ein informatives und kon-struktives Wochenende in Seelbach und Nordrach zu Ende.




![Bewegung beim Glasfaserausbau in Zell a. H. in Sicht 2025-12-12-OG-Pascal Oertel- Glasfaser[72][29][68]](https://www.schwarzwaelder-post.de/wp-content/uploads/2025/12/2025-12-12-OG-Pascal-Oertel-Glasfaser722968-310x207.jpg)
