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Oberharmersbach | 28.11.2025

„Gemeinsam statt einsam“: Mittagstisch-Jubiläum begeisterte

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Das Besteck liegt und das Musik-Duo hält sich bereit: Der erwartungsfrohe Beifall der Gäste gilt dem Engagement des Sozialen Netzwerks in Oberharmersbach ebenso wie Bärenwirtin Leni Kuber. Foto: Inka Kleinke-Bialy
von Inka Kleinke-Bialy

Die vor einem Jahr ins Leben gerufene Senioren-Veranstaltung des Sozialen Netzwerks Oberharmersbach wird bestens angenommen.

Foto: Inka Kleinke-Bialy
Anna Rombach ist für die Organisation des Mittagstisches zuständig und innerlich entsprechend angespannt. Soeben aber herrscht „Traumschiff“-Atmosphäre, da kann auch sie nicht anders als zu entspannen.
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Das Duo „Blue Sky“ sorgte im Handumdrehen für eine rundherum gelöste Stimmung.
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Zum einjährigen Mittagstisch-Jubiläum begrüßten Cornelia Lehmann und Bürgermeister Richard Weith rund einhundert Menschen.
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Die Freude, eine der beiden Eistorten samt funkensprühender Wunderkerze durch den Saal zu tragen und damit rund 100 überraschten Menschen eine Freude zu bereiten …

„Wir sind heute tatsächlich 97 Personen!“ Anna Rombach – Vorstandsmitglied „Soziales Netzwerk Oberharmersbach e.V.“ und verantwortlich für die Organisation des „Mittagstisch“-Projekts freute sich sichtlich, als sie bei ihrer offiziellen Begrüßung in die erwartungsfrohen Gesichter all derjenigen schaute, die sich am gestrigen Donnerstag im Bärenkeller versammelt hatten.

Bevor sie ans Mikrofon getreten war, hatte ein angeregtes Stimmengewirr den Saal gefüllt. Und genau das ist der Sinn des „Mittagstischs“: Ein Ort, wo man sich bei leckerem und doch preisgünstigem Essen treffen und sich unterhalten kann, soll er sein.

„Für die ältere Generation ist das was ganz Tolles“, fasste die Vorstandsvorsitzende Cornelia Lehmann anlässlich des einjährigen Jubiläums die in dieser Zeit gemachten Erfahrungen zusammen, „als älterer Mensch hockt man ja meistens daheim und hat wenig Kontakt, da bringt der Mittagstisch immer ein bisschen was Neues.“

Lebensverlängernd

Bürgermeister Richard Weith gratulierte dem Sozialen Netzwerk zum Projekt-Jubiläum und zum Erfolg der Veranstaltung. Anfangs seien es rund 50 Anmeldungen gewesen, „mittlerweile sind wir bei fast hundert.“ Das Projekt ist aus dem „Netzwerk Nachbarschaftshilfe“ heraus entstanden, dem sich das Soziale Netzwerk Oberharmersbach angeschlossen hat. Rund 100 Nachbarschaftshilfevereine gibt es in Baden-Württemberg inzwischen. Auf einer der für Mitgliedsvereine angebotenen Tagungen war das Konzept „Mittagstisch“ vorgestellt worden, unter dem Motto „gemeinsam statt einsam.“

Ganz viele Menschen seien einsam, auch Kinder und junge Erwachsene, vor allem aber ältere Menschen, hatte eine Referentin auf der Tagung vermittelt. Und Studien haben ergeben, dass Einsamkeit die Lebenszeit von Menschen verkürzt. Das hatte den Oberharmersbacher Verein dazu gebracht, die Idee aufzugreifen. „Ursprünglich wollten wir den Mittagstisch jeden Monat durchführen“, war von Anna Rombach zu erfahren.

Alle zwei Monate

Doch der organisatorische Aufwand stellte sich für sie als nicht bewältigbar heraus, da „alle Anrufe bei mir landen, wir haben extra eine Rufumleitung vom Büro zu mir nach Hause eingerichtet. Und die Anmeldelisten zu führen ist auch eine Aufgabe für sich.“ Den Angemeldeten zur Erinnerung hinterher zu telefonieren ist allerdings nicht nötig. Im Gegenteil, werde sie bei zufälligen Treffen doch immer wieder darauf angesprochen, ob man auch ganz sicher auf der Liste stehe, schmunzelt sie.

Alle zwei Monate am letzten Donnerstag des jeweiligen Monats findet der Mittagstisch inzwischen statt. Um Überschneidungen zu vermeiden, stimmt der Verein die Termine sowohl mit dem „Forum Älter Werden“ ab als auch mit den Senioren des Schwarzwaldvereins. Den nächsten Mittagstisch kann man am 29. Januar erleben – im Gasthaus Hubertus, denn mehrere gastronomische Betriebe haben sich alternierend zur Teilnahme an dem Projekt bereit erklärt. „Leider nicht alle, aufgrund fehlender personeller Kapazitäten“, bedauerte die Organisatorin, „doch wenn wir hier in Oberharmersbach an unsere Grenzen stoßen sollten, dann weichen wir halt auch mal nach Zell aus“, hat sie bereits eine Lösung parat. Schließlich kommen einige der Mittagstisch-Teilnehmer aus dem Städtle.
„Wer will, darf sich gerne schon jetzt während der Veranstaltung bei mir anmelden“, hatte Anna Rombach bei ihrer gestrigen Begrüßung im Bärenkeller angeboten. Das wurde prompt angenommen. Immer wieder legte sie ihr Besteck zur Seite, um mit Kugelschreiber und Liste zu hantieren. Sogar ein „Dauerauftrag“ für das gesamte kommende Jahr war dabei, wie sie lachend feststellte.

Bären-Überraschung

Ein besonderer und mehrfacher Dank galt der Bärenwirtin Leni Kuber. Bereits die Auftaktveranstaltung vor einem Jahr hatte im Bärenkeller stattgefunden. „Wenn sie das damals nicht schon so toll gemacht hätte, hätten wir längst nicht so viel Erfolg gehabt“, sind sich Anna Rombach und Cornelia Lehmann sicher. Auch beim gestrigen Jubiläums-Mittagstisch hatte die Bärenwirtin für besondere Highlights gesorgt.

Die weihnachtlich dekorierten Tische waren liebevoll fürs Mittagessen gedeckt, Stuhlhussen in der Farbe und Form fröhlicher Nikolausmützen sorgten für ein ganz besonderes Flair. Mit großem Appetit löffelten die SeniorInnen die an die Tische servierte Vorspeise: Nudelsuppe mit Klößchen. Für die Hauptspeise ging es wohlgeordnet – weil tischweise – ans Buffet. Verschiedene leckere Salate warteten, dazu Zunge und Braten mit drei Beilagen und zwei Soßen zur Auswahl. Wer unsicher auf den Beinen war, dem wurden die Teller gefüllt und an den Tisch getragen, bei Bedarf auch zusätzlich der Arm zum Einhängen oder Stützen gereicht.

„Wie auf dem Traumschiff“

„Zungennudeln bieten wir immer an“; erklärte Anna Rombach: Die würden von den Älteren gewünscht, sei dies früher doch traditionell ein Essen für besondere Gelegenheiten gewesen. Für Nicht-Zungenesser gibt es stets ein zweites Gericht.

Die Bärenwirtin überraschte zudem mit einem Nachtisch in Form zweier riesiger Biskuit-Eistorten. Mit jeweils einer brennenden und somit Funken sprühenden Wunderkerze dekoriert wurden diese in bester Traumschiffmanier durch den nun abgedunkelten Raum getragen. Die Gäste staunten. Dazu klatschten sie begeistert im Takt der Musik – denn auch für diese hatte die Bärenwirtin gesorgt.

Von Anfang an bereits hatte das Duo „Blue Sky“ in gewohnt-geübter Manier und mit breitem Repertoire die Mittagstischler in allerbeste Stimmung versetzt. Ruckzuck wurde geschunkelt, selbst während des Essens. Und bei „Holla-di-hi-a Hop-sa-sa” gingen teils die Arme in die Luft. Die einen oder anderen, deren körperliche Verfassung es erlaubte, riss es bei diesem Party-Klassiker gar mit einem Hüpferchen vom Sitz. Tief entspannte bis hin zu fröhlichen, glücklichen Gesichtern, wo immer man hinschaute.

Die beiden Vereinsfrauen des Sozialen Netzwerks stellten fest: „Das ist Kultur, die nicht zuletzt auch für die gesamte Gesellschaft wichtig ist – sie bedeutet Lebensqualität, Lebensqualität durch Nähe.“ Kein Wunder, dass nicht wenige der Gäste den Mittagstisch bis zum Abend ausdehnen.

Anmeldung

Für den Mittagstisch anmelden kann man sich (bei Bedarf mit Betreuungsperson) bei Anna Rombach unter der Telefonnummer 07837/9220678. Je nachdem, in welcher Gastwirtschaft die Veranstaltung stattfindet, ist die Zahl der Plätze unter Umständen begrenzt. Auf Wunsch organisiert das Soziale Netzwerk einen Fahrdienst.

Helfer- und FahrerInnen gesucht!

Bei der Gelegenheit weist der Verein darauf hin, dass er dringend weitere HelferInnen und FahrerInnen sucht, sehr gerne auch aus Zell – mittlerweile 30 Prozent seiner Klientel wohnen im Städtle. „Auch die Hilfe von Rentnerinnen und Rentnern, die bei freier Zeiteinteilung gerne mit Menschen umgehen, ist uns herzlich willkommen!“

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Soziales Netzwerk Oberharmersbach

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