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Zell am Harmersbach | 27.10.2025

Zeller Schachclub startet schlecht in die neue Saison

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Stefan Rechlin und Ho In Lee gelangen die beiden einzigen Siege. Foto: Peter Baumann
von Peter Baumann

Bereichsklasse: St. Georgen-Schonach I – Zell I 4,5:3,5

Foto: Peter Baumann
Stefan Rechlin und Ho In Lee gelangen die beiden einzigen Siege.

 

Die Personalnot! Bereits am Vorabend hatte die Personalnot zu einem Spielausfall der dritten Mannschaft geführt. Die gute Jugendarbeit des Clubs stößt an ihre Grenzen, wenn die Spieler erwachsen werden. Schulabschluss, Studienbeginn, Ausbildung – und weg sind sie. Auch in der Reserve hat die Personalnot Einzug gehalten: Senioren – alte Haudegen – wollen Platz machen für die Jungen. Leider fehlen nun die Alten wie die Jungen.

Die erste Mannschaft hatte ebenso Personalnot, obwohl hier weder die Alten noch die Jungen fehlten. Hier waren es schlicht Terminüberschneidungen. Am ersten Brett musste Spitzenspieler Kurt Jäger pausieren. Auch Jürgen Gißler war nicht am Platz. Stefan Gießler musste aus Termingründen das Spitzenbrett der Reserve übernehmen.

Zum Spiel: Eugen Schmidt (6) hatte einen stabilen Beginn und erspielte sich schöne Vorteile. Leider patzte er zwischendurch und konnte die Stellung nicht mehr halten. Timo Müller (7) agierte souverän und blieb immer im Gleichgewicht – Remis. Nachwuchsspieler Bastian Franze (8) hatte einen guten Start und erarbeitete sich wesentliche Vorteile. Das Endspiel war jedoch nicht seine Sache: Klare Siegchancen nutzte er nicht und musste sich mit einem Remis zufriedengeben. Die Punkteausbeute an der Hinterachse war zwar nicht positiv, aber auch nicht ganz schlecht.

Problematisch wurde es mit den Punktelieferanten Wilhelm Eble (5) und Thomas Gißler (3). Beide hatten komplizierte Spiele, in denen maßgebliche Entscheidungen zu treffen waren. Wollten sie Punkte aufholen, mussten sie Risiken eingehen. Remis zu schieben wäre nicht ausreichend gewesen. Während Eble im Endspiel eine Siegmöglichkeit sah und einen Bauern Richtung Grundlinie schob, opferte Gißler eine Figur für einen vermeintlichen Mattan-griff. Leider war zu viel Spekulation in den Berechnungen enthalten.

Michael Vollmer (4) sicherte sich ein Remis, ohne Überstunden zu machen. Trotz Aufrückens an das zweite Brett meisterte Ho In Lee (2) seine Aufgabe bravourös. In technisch anspruchsvollem Stil lieferte er einen ganzen Punkt. Auch Stefan Rechlin spielte eine coole Partie, in der er von Zug zu Zug minimale Vorteilsgewinne addierte und am Ende einen Mehrbauern umwandelte beziehungsweise sein Gegner sich zuvor mattsetzen ließ.

Leider hat es am Ende nicht gereicht: 4,5:3,5. Gegen den vermeintlichen Abstiegskandidaten hatte man sich mehr erhofft.

Kreisliga A: Oberkirch 3 – Zell 2 4:1

In der Reserve gab es, wie schon angedeutet, einige Personallücken. Zwar konnte Stefan Gießler das Spiel am Spitzenbrett ausgeglichen gestalten, aber in der weiteren Brettreihenfolge überließen einige Stammspieler ihre Aufgaben den „Aushilfskräften“.

Wolfgang Niederberger (5) spielte gut und hatte sich enorme Stellungsvorteile erarbeitet. Eine falsche Zugreihenfolge und ein Bluff des Gegners machten den Vorteil zunichte, und er musste binnen weniger Züge die Partie abgeben.

Tim Uhl (4) kannte die Regeln noch nicht. Dies heißt aber nicht, dass er die Gangart der Figuren nicht beherrschte. Vielmehr hatte er das Handyverbot nicht berücksichtigt. Seinen Gegenspieler störte das zwar nicht, aber der Schiedsrichter griff ein und entschied die Partie auf verloren.

Juan Garcia (2) kam nur schwer in die Partie. Es gelang ihm nicht so richtig, ins Spiel zu finden. Die Türme waren nicht entwickelt, die Springer mussten sich gegenseitig decken. Eine kleine Störung – der Angriff auf die deckende Figur – sorgte für den Springerverlust. 3:0 für die Heimmannschaft.

Robert Eble (3) hatte eine ausgeglichene Stellung aufgebaut. Sein Gegner hatte mit ungestümem Angriff versucht, ihn zu überrumpeln, was aber nicht gelang. Nach Abtausch von Material hatte Eble keine Probleme mehr, für einen Sieg reichte es nicht, zumal der Zug schon abgefahren war.

Stefan Gießler erging es am Spitzenbrett nicht anders. Fast lehrbuchhafte Stellungen führten zu einem Waffenstillstand und Punkteteilung.

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