Bereichsklasse:
Zell – Oberwinden II 2:6
Die bisherige Punkteausbeute sollte für den Klassenerhalt reichen, denn in den letzten drei Runden treten die drei Liga-Topteams gegen Zell an. Es gibt also nicht mehr viel zu holen.
In Oberwinden hatte man vor kurzem gegen die Dritte gespielt und nur eine Punkteteilung erreicht. Die zweite Mannschaft der Oberwindener erschien in Zell in deutlich stärkerer Besetzung.
Am Spitzenbrett fand sich Kurt Jäger ein, berufliche Gründe verhinderten in dieser Saison den regelmäßigen Einsatz. Sehr effizient konnte er bereits nach kurzer Zeit seinen Gegner mit schachlichen Argumenten von einem Unentschieden überzeugen. Lange danach wurde die Partie noch analysiert.
An Brett 4 hatte Thomas
Gißler nur kurz die Chance auf eine ausgeglichene Partie. Er musste schnell zahlreiche taktische Hürden überwinden und blieb dann doch an einer hängen.
Michael Vollmer (6) rührte frühzeitig Beton an, um seine Stellung bombensicher zu machen. Sein Gegner bot ihm bald ein Remis an, da ein Durchkommen als aussichtslos einzustufen war. Vermutlich stand Vollmer aber besser als er selbst glauben wollte.
Stefan Rechlin (2) hatte kaum eine realistische Chance auf einen Sieg, aber sehr gute Aussichten, wenigstens einen halben Punkt zu retten. Leider hatte er in der Abwicklung zu einem Endspiel mit ungleichen Läufern ein Zwischenschach nicht vorrausgesehen, sodass er einen Bauern verlor. Aufgrund weiterer kleiner Nachteile war dies aber für den Punktverlust entscheidend. Auch Jürgen Gißler (4) konnte nur mit Bauernrückstand ein Schwerfigurenendspiel einleiten. Hier wogte die Partie heftig hin und her. Verbissen kämpfte der Elztäler um kleine Vorteile und hatte damit schließlich Erfolg.
Eugen Schmidt (8) hatte sich bereits kurz nach der Eröffnung Aktivitätsnachteile eingebrockt. Sein Turm wurde von eigenen Bauern eingerahmt anstatt Linien zu beherrschen. Dennoch verteidigte er sich zäh. Sein Gegner fand kaum ein Durchkommen. Nach über fünf Stunden gingen Schmidt aber doch die Optionen aus und er musste aufgeben.
Vorstand Wilhelm Eble (7) hatte sich in einer bekannten Variante eine sehr gute Ausgangssituation geschaffen, um einen Angriff auf den gegnerischen König zu starten, auch wenn er zunächst noch einen Bauerndurchbruch am Damenflügel stoppen musste. Sein Gegner hatte aus Zeitnotgründen wohl einige Ungenauigkeiten eingebaut, sonst hätte die Sache etwas gefährlich werden können. Eble konnte nun einen Konterangriff starten. Allerdings hatte er nicht die Geduld, ausreichend Material umzugruppieren. Er opferte einen Springer, um in die Königsstellung einzudringen und bekam das Material umgehend zurück. Es folgte aber weiterer Figurentausch und somit verblieb ihm nur ein schlechter Läufer. Gute Bereichsklassenmannschaften fangen erst mit dem Endspiel an Schach zu spielen und so blieb ein Punktetausch nur Wunsch.
Ho In Lee (3) spielte sehr routiniert eine anspruchsvolle Eröffnung, ohne jedoch zu aggressiv nach vorne zu stürmen. Im Mittelspiel gab es eine wilde asymmetrische Abtauschidee. Lee behielt dabei eine Dame gegen ausreichend Kompensation. Diese Dame war dann aber viel agiler und er konnte Zug um Zug Rückstand aufholen und Vorsprung ausbauen. Am Ende gelang im gar ein Mattangriff.
Aufgrund der Ergebnisse im Tabellenkeller sind höchstens noch theoretische Möglichkeiten für einen Abstieg zu befürchten. Welche der vier Mannschaften aber tatsächlich absteigt ist noch völlig offen.
Kreisklasse A:
Zell II – Hornberg II 3 : 2
Der Mannschaftskampf nahm früh den erwarteten Verlauf, als die beiden Routiniers Hans Burger (4)und Wolfgang Niederberger (5)ihren beiden jugendlichen Kontrahenten keine Chance ließen. Robert Ebles Remis an Brett 3 brachte den Gesamterfolg einen weiteren Schritt näher, zumal Juan Garcia an Brett 2 deutliche Vorteile hatte. Als Garcia dann aber durch Leichtsinnsfehler die Partie mit Damenverlust verschenkte, musste Timo Müller am Spitzenbrett wütende Hornberger Angriffe überstehen, da ein Hornberger Erfolg an Brett 1 ein Gesamtremis bedeutet hätte.
Müller ließ jedoch nichts anbrennen,und hielt den halben Punkt zum Sieg fest. Damit schließt die Reserve auf Platz 2 die Saison ab.



