Der ASV Nordrach verpasst in den Schlussminuten den „Lucky Punch“ und muss sich mit einem 1:1-Unentschieden zufriedengeben.
ASV Nordrach – FC Wolfach 1:1 (1:1)
Bei bestem Fußballwetter gab der FC Wolfach am Sonntag auf der Kurt-Spitzmüller-Sportanlage in Nordrach seine Visitenkarte ab. Der FC Wolfach reiste als Tabellenzehnter zum ASV, wobei die Wolftäler vor der Saison sicherlich von manchem Experten deutlich weiter vorne in der Tabelle gesehen wurden.
Coach Patrick Weis, der die Fäden aus dem Urlaub zog, wurde von Sportvorstand Thomas Isenmann und Co-Trainer Stevo Dukanovic (gelb-rot-gesperrt) an der Seitenlinie vertreten.
Durch die kurzfristige Spielabsage der Wolfacher Reserve konnten die Coaches aus dem Vollen schöpfen und hatten rund 25 Spieler zur Verfügung.
Das Spiel begann turbulent, denn bereits nach drei Minuten tauchte ASV-Routinier Andre Hertig völlig frei vor Gästekeeper Latka auf. Seine Volleyabnahme verfehlte das Tor jedoch um Zentimeter. Auch die zweite gute Aktion im Spiel gehörte dem ASV. Nach schönem Steckpass von Luis Lehmann konnte Tobi Großmann unbedrängt abschließen. Sein Schuss war jedoch zu unplatziert und somit leichte Beute für den FCW-Schlussmann. Der ASV war deutlich präsenter und besser im Spiel, doch dann folgte die kalte Dusche. Nach einem Eckball konnte man den Ball nur schlampig klären. Nutznießer war Louis Alpergin, der aus dem Gewühl heraus zum 0:1 für die Gäste einnetzte. ASV-Keeper Maxi Braun war noch mit der Hand am Ball, konnte aber nicht mehr entscheidend eingreifen. Danach verflachte das Spiel etwas, es gab nur wenige Torraumszenen. In der 25. Minute dann die beste Chance in Durchgang eins für den ASV Nordrach. Top-Torjäger Kevin Orthey, der aufgrund der Spielabsage der Zweiten direkt in der Ersten ran durfte, setzte einen Freistoß aus gut 25 Metern präzise in den Winkel, doch Gästekeeper Latka war zur Stelle und konnte den Ball noch an die Latte lenken. Schade – das wäre ein Traumtor geworden. Besser machte es wenige Minuten später Max Zimmermann: Nach einem feinen Solo kam er frei zum Abschluss und zirkelte den Ball unhaltbar ins lange Eck. Verdienter Ausgleich in der 30. Spielminute. Bis zum Pausentee gab es lediglich kleinere Abschlüsse, jedoch auf beiden Seiten nichts Zwingendes, sodass mit einem verdienten Remis die Seiten getauscht wurden.
Durchgang zwei startete ähnlich wie der erste. Wieder war es Orthey, der ein feines Füßchen bewies und mustergültig Andre Hertig bediente. Dessen Kopfball verfehlte jedoch deutlich das Tor, zudem entschied Schiedsrichter Schrempp auf Abseits. Trotzdem war der ASV direkt wieder in der Partie. Nordrach versuchte anzurennen, blieb jedoch immer wieder an der gut organisierten Abwehrreihe der Gäste hängen. Einen Aufreger gab es in der 80. Spielminute, als Hertig im Strafraum rüde umgestoßen wurde. Hier hätte man sicherlich auf Strafstoß entscheiden können. Glück für die Gäste in dieser Szene. Doch wie so oft gleicht sich im Fußball vieles aus, denn auch der ASV hatte Glück, dass Schiedsrichter Schrempp nach einem hohen Bein von Hertig nicht ebenfalls auf den Elfmeterpunkt zeigte. Vermutlich eine Konzessionsentscheidung des Unparteiischen. Die letzten Sekunden des Spiels hatten es dann noch einmal in sich. Kevin Orthey hatte sich in der Nachspielzeit den Ball zurechtgelegt. Sein Freistoß verfehlte das Gästetor nur um Millimeter. Das wäre der Lucky Punch gewesen. Aber auch Wolfach hatte noch einmal eine gefährliche Situation. Am Ende steht ein unterm Strich verdientes und leistungsgerechtes Unentschieden. Fun Fact: Die letzten vier Partien gegen den FC Wolfach endeten ebenfalls unentschieden.
Nächste Woche geht es auswärts zum Tabellenführer nach Dörlinbach/Schweighausen. Mit einem Sieg kann die SG die Meisterschaft perfekt machen, der ASV wird jedoch alles daran setzen, die Meisterparty zumindest zu vertagen. Die Mannschaft freut sich auf zahlreiche Unterstützung durch mitreisende Fans.
Die „Zweite“ gewinnt am grünen Tisch mit 3:0
Durch die Absage der Wolfacher Reserve wurde das Spiel vom Sportgericht mit 3:0 Toren für den ASV Nordrach gewertet. Somit bleibt die Zweite mit 47 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz und wahrt die Minimalchance auf den Meistertitel.



