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Zell am Harmersbach | 24.10.2025

Innovationspreis „Lehmbau BW 2025“ für Architekt Michael Welle

Foto:
Ministerin Nicole Razavi (rechts) und Staatssekretärin Andrea Lindlohr (links) überreichten den mit 12.000 Euro dotierten Innovationspreis „Lehmbau BW 2025“ an Architekt Micheal Welle und an seine Mitarbeiterin, Architektin Adeline Martzog. Foto: Hanspeter Schwendemann
von Hanspeter Schwendemann

Sein Wohnungsneubau in Nordrach im Michelbach vereint natürliche Baustoffe, Ästhetik und Hightech. Weitere Preise gehen an Projekte in Königheim, Bad Waldsee und Freiburg. Die Preisverleihung fand gestern im Rundofen statt.

Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen hat vier herausragende Lehmbauprojekte mit dem Innovationspreis „Lehmbau BW 2025“ sowie eine Abschlussarbeit mit dem Nachwuchspreis Lehmbau BW ausgezeichnet. Die feierliche Preisverleihung fand am gestrigen Donnerstag im Rundofen statt.

Eine wunderbare Symbiose

Bereits Anfang August war Ministerin Nicole Razavi in Zell, um Bürgermeister Pfundstein einen Förderscheck in Höhe von 1,1 Millionen Euro für das Sanierungsgebiet „Stadtkern West“ zu überbringen. Vom Rundofen sei sie besonders beeindruckt gewesen, bestätigt die Ministerin. Dass hier einst aus dem Werkstoff Lehm Geschirre hergestellt wurden, sei eine wunderbare Symbiose zur Verleihung des Innovationspreises „Lehmbau BW“.

Ministerin Nicole Razavi erklärte in ihrer Laudatio: „Lehm ist einer der ältesten Baustoffe der Welt – und zugleich einer der zukunftsfähigsten. Seine natürliche Verfügbarkeit, die positiven Auswirkungen auf das Raumklima und sein geringer Energiebedarf machen ihn zu einem wichtigen Baustein für nachhaltiges Bauen. Die ausgezeichneten Projekte zeigen uns aber auch: Es braucht Know-how sowie passende Rahmenbedingungen, um die Vorteile des Baustoffs Lehm voll auszuschöpfen. Genau diese Balance zwischen Tradition und Innovation wollen wir mit dem Innovationspreis Lehmbau BW sichtbar machen.“

Wohnen und arbeiten unter einem Dach

Der Neubau von Architekt Michael Welle wurde in der Kategorie Wohnungsbau ausgezeichnet. In der Gesamtschau würdigt die Jury bei dieser Einreichung die unterschiedliche Verwendung von Lehm und Lehmbaustoffen in Verbindung mit der architektonischen Gesamtqualität des Gebäudes sowie die Kombination von Wohnen und Arbeiten.

„Das Gebäude ist architektonisch ansprechend und es vereint natürliche Baustoffe mit Hightech “, bestätigte Staatssekretärin Andrea Lindlohr. Gemeinsam mit Ministerin Nicole Razavi übergab sie den mit 12.000 Euro dotierten Preis an Architekt Michael Welle und dessen Mitarbeiterin, Architektin Adeline Martzog.

Die weiteren Preisträger

Die drei weiteren Innovationspreise, ebenfalls dotiert mit jeweils 12.000 Euro, wurden für die denkmalgerechte Sanierung der Kunstmühle Königheim, den Neubau eines Aussegnungsgebäudes des Klosters Reute in Bad Waldsee sowie den Erweiterungsbau des Johannes-Kindergartens in Freiburg vergeben.
Der erstmals ausgelobte Nachwuchspreis ging an Annika Schürk aus Berlin. Sie hat mit ihrer Masterarbeit ein Bildungszentrum in Uganda entworfen. Konzeptionell sehr schlüssig hat sie auf die Verwendung von Lehm und Lehmbaustoffen gesetzt.

Die Vorteile von Lehm

„Wer mit Lehm baut, baut klimaschonend“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen, Andrea Lindlohr (MdL): „Bauen mit Lehm spart Energie, nutzt regionale Ressourcen und schafft langlebige, gesunde Gebäude. Die prämierten Projekte zeigen eindrucksvoll, dass Klimaschutz und Baukultur zusammengehören – und dass Lehm dabei eine Schlüsselrolle spielen kann.“

Lehm ist in vielen Böden enthalten und damit regional verfügbar. Da das Material im Erdaushub häufig enthalten ist, findet die Gewinnung als Nebenprodukt von Erdarbeiten statt. Durch die Aufbereitung des Materials und die Mischung von unterschiedlichen Lehmen lassen sich genormte Baustoffe herstellen. Für den Herstellungsprozess wird weniger Energie benötigt als bei mineralischen Baustoffen. Da der Lehm lediglich getrocknet wird, ist ein einfaches Recycling möglich. Damit kann er einen großen Beitrag für klima- und ressourcenschonendes Bauen und Sanieren leisten.

Neben den ökologischen Vorteilen hat Lehm auch einen positiven Einfluss auf das Raumklima. Er ist atmungsaktiv, kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Seine thermische Trägheit sorgt für ausgeglichene Temperaturen. Sichtbar belassene Lehmoberflächen haben eine warme, natürliche Ausstrahlung und eine behagliche Atmosphäre.

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