Schwarzwaldverein Oberharmersbach unternahm auf dem Schloss Ortenberg eine Zeitreise in die Vergangenheit. Mitte Oktober ging es nach Baden-Baden Sand.
Bei bestem Herbstwetter machte sich Ende September eine Gruppe des Schwarzwaldvereins Oberharmersbach mit dem Zug auf den Weg nach Offenburg. Von dort aus ging es dann in einer gemütlichen Wanderung durch die Obstgärten zum Schloss Ortenberg.
Auf dem Schloss angekommen, wurde die Wandergruppe vom Kammerherrn Albertus, Bediensteter des Barons von Hirsch anno 1900, am Tor empfangen. Nach der Feststellung der Herkunft der Gruppe wurde dann Herzog Albrecht von Wittenberg, sowie Gräfin Philomena von Trunkenstein mit ihren Bediensteten in die Burg eingelassen.
Auf dem Schlossplatz erklärte Albertus, dass es sich bei dem Schloss Ortenberg zuerst um eine Burg der Zähringer handelte. Diese wurde durch König Ludwig XIV. aus Frankreich zerstört und geschleift, bis auf einen kleinen Rest des Bergfrieds. Die Führung durch die Burganlage führte die Wandergruppe weiter in den ehemaligen Kräutergarten über den Rosengarten zum neu aufgebauten Bergfried, wo man im Angstloch (früherer Kerker) mehr über die Gerichtsbarkeit vergangener Tage erfahren durfte.
Im Obergeschoß des Turmes erklärte Albertus dann weiter, wie der Wandel von der Burgruine im 19. Jahrhundert zum Schloss vonstatten ging. Nach der Besichtigung des Malerturmes führte der Weg in das heutige Schloss. Dort konnte man die prächtigen Räume bestaunen, die vom neuen Besitzer des Schlosses, dem Deutschen Jugendherbergswerk, nach dem letzen Krieg wieder im Original renoviert und ausgebaut wurden.
Am Schluss der eineinhalbstündigen Führung verabschiedete der Kammerherr die Gruppe, die sich dann auf den Weg ins Dorf machte. Dort angekommen kehrte die Gruppe im örtlichen Eiscafé zu einer kleinen Stärkung ein. Danach ging es wieder durch die Obstplantagen zum Bahnhof nach Offenburg-Kreisschulzentrum und mit dem Zug zurück nach Hause.
Herrliches Oktoberwetter, gute Laune und die Lust am Wandern zum Friedrichsturm
Am 12. Oktober traf sich eine weitere Gruppe des Schwarzwaldvereins Oberharmersbach im Dorf um sich in Fahrgemeinschaften auf den Weg zu machen. Das Ziel war Baden-Baden Sand an der B 500. Von dort ging die Wanderung auf die Badener Höhe zum Friedrichsturm. Der leicht ansteigende Weg dorthin führte die Teilnehmer über die rote Raute des Westweges, der heuer seit 125 Jahre besteht, durch den herbstlich gefärbten Wald. Von Weitem erinnert der Blick zum Turm an eine überdimensionierte Schachfigur.
Oben auf der Badener Höhe angekommen, ging der Aufstieg über die Wendeltreppe zur Aussichtsplattform. Die Belohnung der Mühen war ein Ausblick über den herbstlichen Schwarzwald und das Rheintal. Nach einer längeren Verweilpause am Turm ging der Rückweg hinab nach Herrenwies auf der gelben Raute und dem Walderlebnispfad, wo die Kinder und auch die Erwachsenen etliches Neues über den Wald erfahren und erleben konnten.
Von Herrenwies aus führte der Weg weiter auf der blauen Raute, hinauf nach Sand, vorbei an einer Weide mit schottischen Hochlandrindern, welche für die kleinen Wanderer auch sehenswert waren. Den Abschluss der ca. neun Kilometer langen Wanderung mit ca. 300 Metern Höhenunterschied bildete dann ein Vesper im Gasthaus Linde zu Oberharmersbach in geselliger Runde.





