Priorität 1 hat für den Ortschaftsrat Unterentersbach die Erweiterung des Proberaums für den Musikverein. Neufestsetzung der Marktgebühren.
Am Montagabend nahm sich der Ortschaftsrat viel Zeit, um die Themen der Tagesordnung ausführlich zu diskutieren. Vor allem die Priorisierung der Haushaltswünsche für 2026 sorgte für Diskussionen.
Rückblick auf die Jubiläumsfeierlichkeiten
Über die 950-Jahr Feier am vorangegangenen Wochenende wurde in der Presse bereits ausführlich informiert. Ortsvorsteher Christian Dumin berichtete, dass ihn im Nachhinein nur positive Rückmeldungen erreicht hätten. „Unterentersbach hat sich von seiner besten Seite gezeigt“, sagte er rückblickend. Es war ein einmaliger Festtag, der vielen Bürger noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Das Orgateam ist noch
mit Nacharbeiten beschäftigt. Mehrfach wurde bei ihm der Wunsch geäußert, den Jubiläumsfilm öffentlich zugänglich zu machen. Diese Möglichkeit wird gerade geprüft. Auch am Jubiläumstag selber war ein Filmteam unterwegs und dieser Film soll auch noch öffentlich gezeigt werden. „Es wird ein Filmabend im Dorfgemeinschaftshaus geplant, da können auch nochmal T-Shirts usw. bestellt werden“, stellte Dumin in Aussicht.
Ortschaftsrat Armin Reber erklärte: „Ich möchte Dir im Namen des Ortschaftsrats einen besonderen Dank aussprechen. Das war ein Meisterstück von Dir als Ortsvorsteher.“ Bürgermeister Günter Pfundstein betonte: „Auch ich habe nur positive Rückmeldungen erhalten. Vielen Dank im Namen der Stadt.“
Wünsche für den Haushalt 2026
Die Planung der Hauptthemen dient als Empfehlung an den Finanzausschuss zur Erstellung des Haushaltsplans 2026. Die Liste fokussiert lediglich Themen größeren Umfangs.
Priorität 1 ist der Antrag des Musikvereins zur Erweiterung/Ausbau der Räumlichkeiten für den Proberaum 2026. Ortsvorsteher Dumin informierte, dass hier ein Treffen stattgefunden hat mit dem Vorstand des Vereins, Stadtbaumeister Tobias Hoffmann und einem Architekten. Das Architekturbüro erarbeitet aktuell einen Konzeptvorschlag.
Priorität 2 ist die Brückensanierung bei der Vesperstube „Schwarz Webers“. „Die Planung ist weit fortgeschritten, zurzeit läuft ein Förderantrag“, informierte Ortsvorsteher Dumin.
Priorität 3 ist die Sanierung der Zeller Straße. Hier ist eine Oberflächensanierung dringend notwendig.
Priorität 4 erhält der Hochwasserschutz und Priorität 5 die Umsetzung des Gewässerpflegeplans am Dorfbach. Als weitere Maßnahmen werden gewünscht die Ausbaustufe 2 beim Spielplatz Gehrmatt sowie die Reparatur des Flachdachs beim Dorfgemeinschaftshaus. Hier dringt bei Starkregen Wasser in das Gebäude ein.
„Wir müssen schon Eimer aufstellen, um das Wasser aufzufangen“, berichtete Dumin. Das Flachdach über dem Treppenhaus ist undicht, Experten prüfen zurzeit die weitere Vorgehensweise.
Diese Priorisierung erfolgte nach längerer Diskussion der Ortschaftsratsmitglieder. Die Maßnahmen Brückensanierung und Sanierung der Zeller Straße waren ursprünglich mit weniger Priorität versehen, wurden aber von einigen Ortschaftsratsmitgliedern als dringlich beurteilt und mit einer höheren Priorität versehen.
Für die Diskussion sorgte auch die Umsetzung des Gewässerpflegeplans, die eigentlich schon in 2025 hätte erfolgen sollen. Diese Maßnahme zähle doch zu den allgemeinen Unterhaltungsmaßnahmen und müsse nicht eigens als Mittelanmeldung für den Haushalt erfolgen, argumentierten einige Ortschaftsräte. Ortsvorsteher Dumin betonte dagegen die Notwendigkeit in der Liste für den Haushalt 2026 (damit die Maßnahme nicht aus dem Blick gerät).
Der Beschlussentwurf, diese Vorhaben inklusive der Priorisierung für den Haushalt 2026 an den Finanzausschuss zu empfehlen, wurde einstimmig beschlossen.
Erhöhung der Marktgebühren
Die Marktgebühren sollen erhöht werden. Der Vorschlag der Verwaltung ist zur Prüfung bei den Ortschaftsräten auf der
Tagesordnung. Für Unteren-tersbach ist nur die Kilwi relevant. Hier beträgt die Gebühr bisher 4,50 Euro pro Laufmeter für einen normalen Marktstand. Für Essenstände oder Los-/Glücksspielstände gelten 9 Euro pro Meter. Die letzte Erhöhung war in 2018 erfolgt.
Die Verwaltung schlägt eine Erhöhung für einen Marktstand auf 6 Euro vor und auf einen Essenstand/Los-/Glückspielstand auf 12 Euro. Der Ortschaftsrat Unterharmersbach hatte die empfohlene Erhöhung für einen Marktstand auf 5.50 Euro (statt 6,00 Euro) reduziert. Diese Vorgehensweise befürwortete auch Ortschaftsrat Hannes Grafmüller.
Martina Wisser lehnte eine Erhöhung für normale Marktstände gänzlich ab: „Die Marktbeschicker kommen sonst nicht mehr und wir wollen ja den Markt erhalten. Die Erhöhung für Essensstände ist in Ordnung, da wird auch mehr Umsatz gemacht.“
Michael Wurtz wies auf das Risiko der Marktbeschicker bei schlechtem Wetter hin.
Außerdem seien die Preise gegenüber Märkten in Haslach oder Hausach deutlich teurer.
Auf Nachfrage berichtete Ortsvorsteher Dumin, dass konstant ca. 60 Marktbeschicker zur Kilwi kommen und die Nachfrage gut sei. Die Marktgebühren beinhalten die kalkulatorischen Kosten, die mit dem Markt verbunden sind (Betriebshof, Strom, Marktmeister, Verwaltung).
Letztlich fasste der Ortschaftsrat den Beschluss, die Erhöhung der Marktgebühren für einen normalen Stand auf lediglich 5 Euro zu erhöhen und für einen Essenstand auf 12 Euro. Die Beschlussfassung erfolgte einstimmig.





