Segen auch brachte nach der Hitzeperiode der Regen – den Biberacher Tavernenabend sparte er glücklicherweise weitgehend aus. Es wurde eine lauschige, stimmungsvolle Veranstaltung.
Foto: Inka Kleinke-Bialy
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Foto: Inka Kleinke-Bialy„Wer alles hat einen Regenschirm dabei?“, wollte Bürgermeister Jonas Breig am vergangenen Mittwoch wissen, als er die Gäste des dritten Tavernenabends begrüßte. Schmunzelnd reckte er selbst seine Abwehrwaffe gegen unpassendes Himmelsnass in die Höhe und stellte aufgrund der Resonanz fest: „Wenn so viele einen Regenschirm dabei haben, dann bin ich mir sicher, dass es zumindest bis zum Ende unseres Tavenernabends nicht mehr regnen wird.“
Dank festem Daumendrücken sollte er recht behalten, von vereinzeltem Tröpfeln – mal mehr, mal weniger – einmal abgesehen. Am Morgen erst hatten die Gemeinde und der diesmal für die Bewirtung verantwortliche Biberacher Musikverein die Entscheidung getroffen, den Tavernenabend stattfinden zu lassen.
Die seitens der Gemeinde für die Organisation verantwortliche Sandra Armbruster lachte auf Nachfrage: „Petrus meint es immer gut mit uns.“ Und die Jugendleiterinnen Julia Schüle und Luisa Joos meinten: „Wir haben gesagt, wir ziehen es durch.“ Denn 40 bis 50 motivierte HelferInnen standen in den Startlöchern sowie Speis´ und Trank auf Abruf. Gleich nach dem Dorffest im Juli hatte die heiße Phase der Planung begonnen. Auch der Nachwuchs des Musikvereins brachte sich ein, ab einem Alter von etwa acht Jahren.
Tatkräftige Vereinsjugend
„Die sind von Beginn an bei jedem Fest dabei“, erläuterten die Jugendleiterinnen, „dann lernt man das von klein auf dann auch direkt.“ Wichtig ist den beiden, dass der Verein den Kindern Spaß macht, dass sie auch außerhalb des Musizierens miteinander in Kontakt kommen, „dafür ist so ein Fest ja auch immer gut.“
Dass witterungsbedingt weniger Besucher als sonst gekommen waren, tat der Stimmung an dem dennoch geselligen Abend keinen Abbruch. Bei freiem Eintritt und angenehm milden Temperaturen ließen die Gäste sich das leckere Essen schmecken. Traditionell servierte der Musikverein unter anderem seinen „rustikalen Tavernenteller“ in Form von Gyros mit Dip und Fladenbrot sowie Ochsenmaulsalat.
Die Klänge der Kapelle Ulli Bohnert taten ihr Übriges. Ein vielseitiges und abwechslungsreiches Programm mit Songs aus sechs Jahrzenten animierte zum Tanzen – mit Rock und Pop, Countrymusic, R&B, Beat und Schlagern. „Sich regen bringt Segen“, animierte die Band ihr Publikum zum Mitmachen. In den Musikpausen erfüllte fröhliches Stimmengewirr den Platz.
Mittwochsmarkt
Als mit dem Einsetzen der Dämmerung das Bunt der über die Neue Ortsmitte gespannten Birnen zu leuchten begann, wurde die Atmosphäre ob des mauscheligen Wetters nahezu mystisch.
Wer wollte, konnte sich an dem gleichzeitig stattfindenden Mittwochsmarkt mit regionalen Produkten versorgen – mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Hochprozentigem, Bauernhofeis und Natürlichem für die Hausapotheke.
Doch nicht nur an den Tavernenabenden, sondern seit Juli an jedem Mittwoch bieten die Stände ihre Waren ab 16.30 Uhr an. Dies gilt auch für den kommenden Tavernenabend am
27. August, den dann letzten in diesem Jahr.
Typisierungsaktion
Bürgermeister Jonas Breig nutzte seine kurze Begrüßungsansprache dazu, auf eine Typisierungsaktion mit der Freiburger Stammzelldatei aufmerksam zu machen. Diese findet am Sonntag, dem 28. September statt, von 11 bis 15 Uhr in der Turn- und Festhalle Biberach, organisiert von der Uni Freiburg und dem Biberacher Verein MC Kurvengeister.
„Jährlich erkranken mehrere tausend Menschen an Blutkrebs und anderen schweren Erkrankungen des blutbildenden Systems“, so das Ortsoberhaupt, „wenn herkömmliche Chemotherapien nicht ausreichen, ist für einige dieser Menschen eine tammzelltransplantation die einzig verbleibende Therapieoption.
Die Wahrscheinlichkeit, passende SpenderInnen zu finden, liegt allerdings zwischen 1:1000 bis 1:viele Millionen. Damit eine realistische Chance besteht, braucht es eine sehr große Anzahl freiwilliger, nicht verwandter StammzellenspenderInnen, die sich in der Freiburger Stammzelldatei registrieren lassen. Ansprechpartner bei den selbst betroffenen
MC Kurvengeistern ist Bernhard Schrempp.





